{"id":38586,"date":"2014-02-01T12:44:14","date_gmt":"2014-02-01T10:44:14","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=38586"},"modified":"2014-02-21T12:45:30","modified_gmt":"2014-02-21T10:45:30","slug":"arbeitgeber-muss-nachgewiesene-uberstunden-verguten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/arbeitgeber-muss-nachgewiesene-uberstunden-verguten\/","title":{"rendered":"Arbeitgeber muss nachgewiesene \u00dcberstunden verg\u00fcten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Arbeitgeber muss nachgewiesene \u00dcberstunden verg\u00fcten<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><br \/>\nWas geschieht, wenn der Chef die geleisteten \u00dcberstunden seines Arbeitnehmers anzweifelt und nicht verg\u00fcten will, zeigt eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein aus dem Jahr 2012: Wer gerichtliche Hilfe in Anspruch nimmt, um eine Verg\u00fctung f\u00fcr Mehrarbeit durchzusetzen, sollte genau dokumentiert haben, wann er wie lange gearbeitet hat.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><br \/>\nGeklagt hatte ein Arbeitnehmer, der in einer Filiale des beklagten Arbeitgebers besch\u00e4ftigt war und Ausgleich f\u00fcr seine Mehrarbeit forderte. Der Arbeitgeber bestritt die Anzahl der \u00dcberstunden mit der Begr\u00fcndung, wegen des weit verzweigten Filialnetzes k\u00f6nne er nicht die Angaben eines jeden Mitarbeiters \u00fcberpr\u00fcfen. Das Gericht gab dem klagenden Arbeitnehmer Recht.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><br \/>\n\u00dcberstunden, die ein Mitarbeiter exakt angeben kann, muss der Arbeitgeber bezahlen oder mit Freizeit ausgleichen; so die Richter. Voraussetzung daf\u00fcr ist allerdings, dass der Mitarbeiter die \u00dcberstunden genau benennt. Zieht der Arbeitgeber diese Angaben in Zweifel, muss er nachweisen, dass keine \u00dcberstunden angefallen sind. Die Begr\u00fcndung des Arbeitgebers, die Entfernung zur Filiale sei zu gro\u00df gewesen, reichte den Richtern nicht. Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass er Informationen \u00fcber den Arbeitsablauf in den einzelnen Gesch\u00e4ftsstellen erh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nBei Streit um die Anzahl von \u00dcberstunden kann der Arbeitgeber die geleistete Mehrarbeit nicht pauschal bestreiten. Dennoch obliegt es grunds\u00e4tzlich demjenigen, der die Bezahlung von \u00dcberstunden fordert, diese auch zu belegen. Gegebenenfalls kann es daher sinnvoll sein, die einzelnen T\u00e4tigkeiten mit Datum und Uhrzeit exakt schriftlich festzuhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arbeitgeber muss nachgewiesene \u00dcberstunden verg\u00fcten Kernaussage Was geschieht, wenn der Chef die geleisteten \u00dcberstunden seines Arbeitnehmers anzweifelt und nicht verg\u00fcten will, zeigt eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein aus dem Jahr 2012: Wer gerichtliche Hilfe in Anspruch nimmt, um eine Verg\u00fctung f\u00fcr Mehrarbeit durchzusetzen, sollte genau dokumentiert haben, wann er wie lange gearbeitet hat. Sachverhalt Geklagt &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/arbeitgeber-muss-nachgewiesene-uberstunden-verguten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Arbeitgeber muss nachgewiesene \u00dcberstunden verg\u00fcten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[3575],"class_list":["post-38586","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-unternehmer-und-freiberufler","tag-uberstunden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38586","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38586"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38586\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38586"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38586"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38586"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}