{"id":38637,"date":"2014-03-01T12:18:38","date_gmt":"2014-03-01T10:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=38637"},"modified":"2014-03-01T12:18:38","modified_gmt":"2014-03-01T10:18:38","slug":"neue-steuerbescheide-in-nrw-nennen-burgern-die-tatsachliche-belastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neue-steuerbescheide-in-nrw-nennen-burgern-die-tatsachliche-belastung\/","title":{"rendered":"Neue Steuerbescheide in NRW nennen B\u00fcrgern die tats\u00e4chliche Belastung"},"content":{"rendered":"<p>Von M\u00e4rz an erhalten die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Nordrhein-Westfalen neue Steuerbescheide. Die mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer, Freiberufler und Selbst\u00e4ndigen erfahren in ihren Mitteilungen f\u00fcr das Jahr 2013 nicht nur, welchen Betrag sie an Steuern zahlen, sondern auch, mit wie viel Prozent das Finanzamt ihr Bruttoeinkommen belastet. Dar\u00fcber hinaus informiert sie die Beh\u00f6rde auch dar\u00fcber, welche Abz\u00fcge vom Bruttoeinkommen der Fiskus insgesamt anerkannt hat.<\/p>\n<p>&#8222;Als erstes Bundesland kl\u00e4ren wir die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger \u00fcber ihre tats\u00e4chliche Steuerquote auf. Das Ergebnis wird viele \u00fcberraschen, denn die tats\u00e4chliche Steuerlast ist weit geringer als die gef\u00fchlte Belastung&#8220;, sagte Finanzminister Norbert Walter-Borjans. So zahlt ein Durchschnittsverdiener mit knapp 32.000 Euro Jahreseinkommen Steuern von rund 4.500 Euro. Das sind 14,5 Prozent seines Bruttoeinkommens. Eine vierk\u00f6pfige Familie mit einem Verdiener, die 4.416 Euro Kindergeld erh\u00e4lt, muss bei gleichem Einkommen im Jahr 2013 knapp 1.700 Euro oder 5,5 Prozent an den Fiskus entrichten.<\/p>\n<p>&#8222;Die meisten Beispielrechnungen zu Steuerabz\u00fcgen legen den Spitzensatz von 42 Prozent zu Grunde &#8211; und viele B\u00fcrger \u00fcbernehmen diese H\u00f6chstbelastung f\u00e4lschlicherweise f\u00fcr sich. Dabei m\u00fcssen selbst Top-Verdiener nur selten Steuers\u00e4tze von mehr als 35 Prozent zahlen&#8220;, rechnete Walter-Borjans vor.<\/p>\n<p>Der Finanzminister will mit mehr Aufkl\u00e4rung, mit Steuergerechtigkeit und Steuervereinfachungen die b\u00fcrgerfreundlichste Finanzverwaltung unter den L\u00e4ndern schaffen. Als ein Schritt zu diesem Ziel sollen Steuerzahler, die ihre Erkl\u00e4rung auf elektronischem Weg und mit Registrierung bei den Finanz\u00e4mtern einreichen, k\u00fcnftig eine Fristverl\u00e4ngerung von zwei Monaten erhalten. Bereits im kommenden Jahr sollen die B\u00fcrger von dem Zeitaufschub profitieren k\u00f6nnen. Voraussetzung wird sein, dass sie bis zum 31. Mai 2015 das Authentifizierungsverfahren abgeschlossen haben.<\/p>\n<p>Der Einsatz f\u00fcr mehr Steuergerechtigkeit und -moral zahlt sich f\u00fcr das Land NRW aus. Der Finanzminister bezifferte die aktuellen gesch\u00e4tzten Mehreinnahmen aus dem Ankauf von Steuer-CDs und den dadurch ausgel\u00f6sten Selbstanzeigen auf insgesamt 940 Millionen Euro. Die setzen sich zusammen aus Mehreinnahmen aus den Auswertungen von Steuer-CDs von 84 Millionen Euro, Verbandsgeldbu\u00dfen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung und sonstige Geldstrafen von 207 Millionen Euro und Mehreinnahmen aus Selbstanzeigen von 650 Millionen Euro. Bis Januar zeigten sich allein in NRW 12.703 B\u00fcrger wegen Steuerhinterziehung mit Bezug zur Schweiz selbst an.<\/p>\n<p>&#8222;Solange es keinen wirklichen internationalen Informationsaustausch gibt, werden wir alle legalen Instrumente zur Entdeckung von Steuerhinterziehern nutzen. Dazu geh\u00f6rt selbstverst\u00e4ndlich auch weiterhin der Ankauf und die Auswertung von Steuer-CDs&#8220;, sagte Walter-Borjans.<\/p>\n<p id=\"seitenquelle\">Quelle: FinMin NRW, Pressemitteilung vom 25.02.2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von M\u00e4rz an erhalten die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Nordrhein-Westfalen neue Steuerbescheide. Die mehr als sechs Millionen Arbeitnehmer, Freiberufler und Selbst\u00e4ndigen erfahren in ihren Mitteilungen f\u00fcr das Jahr 2013 nicht nur, welchen Betrag sie an Steuern zahlen, sondern auch, mit wie viel Prozent das Finanzamt ihr Bruttoeinkommen belastet. 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