{"id":38666,"date":"2014-03-01T11:43:43","date_gmt":"2014-03-01T09:43:43","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=38666"},"modified":"2014-03-05T11:44:36","modified_gmt":"2014-03-05T09:44:36","slug":"steuerliche-forderung-der-privaten-und-betrieblichen-altersversorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuerliche-forderung-der-privaten-und-betrieblichen-altersversorgung\/","title":{"rendered":"Steuerliche F\u00f6rderung der privaten und betrieblichen Altersversorgung"},"content":{"rendered":"<p><strong>Steuerliche F\u00f6rderung der privaten und betrieblichen Altersversorgung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernproblem<\/strong><br \/>\nSeit 2002 hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Der Arbeitnehmer kann zum Beispiel einen Teil seines Bruttogehalts sparen. Dieser Teil des Gehalts wird ihm dann nicht ausgezahlt, sondern ohne vorherige Steuer- und Sozialversicherungsabz\u00fcge zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung eingesetzt. Eine andere Form der Altersvorsorge ist die sogenannte Riester-Rente. Diese wird vom Staat mit finanziellen Zusch\u00fcssen (Altersvorsorgezulagen) und gegebenenfalls mit weiteren Steuerersparnissen (zus\u00e4tzlicher Sonderausgabenabzug) gef\u00f6rdert. Die Basisrente (auch R\u00fcrup-Rente genannt) steht als dritte M\u00f6glichkeit einer staatlich gef\u00f6rderten Altersvorsorge zur Verf\u00fcgung. Sie ist vergleichbar mit der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Beitr\u00e4ge werden f\u00fcr eine sp\u00e4tere monatliche Rente verwendet. Die Anspr\u00fcche aus dem Vertrag sind an die versicherte Person gebunden und k\u00f6nnen nicht vererbt oder beliehen werden. Die Beitr\u00e4ge zu einer Basisrente k\u00f6nnen gemeinsam mit eventuellen Zahlungen zur gesetzlichen Rentenversicherung, zu landwirtschaftlichen Alterskassen oder zu berufsst\u00e4ndischen Versorgungseinrichtungen als Sonderausgaben bei der Einkommensteuererkl\u00e4rung geltend gemacht werden. Dabei gelten H\u00f6chstbetr\u00e4ge.<\/p>\n<p><strong>Gesetzliche \u00c4nderungen<\/strong><br \/>\nMit dem Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz hat der Gesetzgeber bei den Rahmenbedingungen der privaten und betrieblichen Altersvorsorge Erleichterungen vorgenommen. Ab 2014 kann das in einem privaten Riester-Vertrag aufgebaute Altersvorsorgeverm\u00f6gen flexibler f\u00fcr den Aufbau von selbst genutztem Wohneigentum eingesetzt werden, zum Beispiel f\u00fcr die Umschuldung eines f\u00fcr die Anschaffung oder Herstellung der Wohnimmobilie aufgenommenen Darlehens. Eine Entnahme ist ab 2014 ebenso f\u00f6rderunsch\u00e4dlich f\u00fcr die Finanzierung eines barrierereduzierenden Umbaus der eigenen Wohnung m\u00f6glich und erm\u00f6glicht es dem Anleger, seine selbst genutzte Wohnimmobilie altersgerecht umzubauen. Neu ist auch, dass der Anleger nur einen Betrag von mindestens 3.000 EUR auf dem Vertrag belassen muss, soweit er nur einen Teil des gef\u00f6rderten Altersvorsorgeverm\u00f6gens f\u00fcr die selbst genutzte Immobilie einsetzen m\u00f6chte. Der Rest kann entnommen werden.<\/p>\n<p><strong>Neues BMF-Schreiben<\/strong><br \/>\nDas Bundesfinanzministerium hat sein letztes BMF-Schreiben zur privaten Altersvorsorge und betrieblichen Altersversorgung aus dem Jahr 2013 aufgrund der gesetzlichen \u00c4nderungen \u00fcberarbeitet und wird es im Bundessteuerblatt ver\u00f6ffentlichen. Die wesentlichen \u00c4nderungen gelten mit Wirkung ab dem 1.1.2014.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steuerliche F\u00f6rderung der privaten und betrieblichen Altersversorgung Kernproblem Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge. Der Arbeitnehmer kann zum Beispiel einen Teil seines Bruttogehalts sparen. Dieser Teil des Gehalts wird ihm dann nicht ausgezahlt, sondern ohne vorherige Steuer- und Sozialversicherungsabz\u00fcge zum Aufbau einer betrieblichen Altersversorgung eingesetzt. 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