{"id":38704,"date":"2014-03-01T18:03:34","date_gmt":"2014-03-01T16:03:34","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=38704"},"modified":"2014-03-05T18:06:50","modified_gmt":"2014-03-05T16:06:50","slug":"grunderwerbsteuer-zur-einbringung-eines-grundstucks-in-eine-gesellschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/grunderwerbsteuer-zur-einbringung-eines-grundstucks-in-eine-gesellschaft\/","title":{"rendered":"Grunderwerbsteuer: Zur Einbringung eines Grundst\u00fccks in eine Gesellschaft"},"content":{"rendered":"<p><strong>Grunderwerbsteuer: Zur Einbringung eines Grundst\u00fccks in eine Gesellschaft<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><br \/>\nBringen die Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG) ein ihnen geh\u00f6rendes Grundst\u00fcck in die KG ein und wird die KG anschlie\u00dfend in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt, sind die Voraussetzungen f\u00fcr die Nichterhebung der Grunderwerbsteuer f\u00fcr die Grundst\u00fcckseinbringung nicht erf\u00fcllt. Bei der Einbringung eines Grundst\u00fccks in eine Gesellschaft darf auch dann nicht anstelle des Grundbesitzwerts der Buchwert angesetzt werden, wenn die Gesellschaft und das f\u00fcr die Steuerfestsetzung zust\u00e4ndige Finanzamt (FA) dies vereinbaren.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><br \/>\nDie klagende GmbH ist durch Umwandlungsbeschluss vom 30.8.2010 aus einer GmbH &amp; Co. KG hervorgegangen. Kommanditisten waren A und deren Kinder K1 und K2. Die Komplement\u00e4r-GmbH war nicht am Gesellschaftsverm\u00f6gen beteiligt. Durch notariell beurkundeten Vertrag vom 30.8.2010 verpflichten sich A und K1 ein ihnen als Miteigent\u00fcmer geh\u00f6rendes, an die KG vermietetes Grundst\u00fcck gegen Gew\u00e4hrung neuer Gesellschaftsrechte in die KG einzubringen. Anschlie\u00dfend wurde der Umwandlungsbeschluss beurkundet. Auf Basis einer Einigung mit dem Finanzamt setzte dieses durch Bescheid vom 1.3.2011 auf Basis des Buchwerts des Grundst\u00fccks von 120.000 EUR Grunderwerbsteuer i. H. v. 4.200 EUR fest. Die GmbH klagte auf Nichterhebung der Steuer.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><br \/>\nDas Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Der Bundesfinanzhof (BFH) hob das Urteil auf und verwies die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur\u00fcck. Der BFH best\u00e4tigte die Feststellung des FG, dass durch Abschluss des Einbringungsvertrags vom 30.8.2010 Grunderwerbsteuer anf\u00e4llt. Des Weiteren sind die Voraussetzungen der Nichterhebung der Grunderwerbsteuer durch den nachfolgenden Umwandlungsvorgang nicht erf\u00fcllt. Jedoch darf Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Steuer nicht der Buchwert des Grundst\u00fccks sein. Die Voraussetzungen f\u00fcr die Nichterhebung der Grunderwerbsteuer entfallen r\u00fcckwirkend, da sich die Beteiligung am Verm\u00f6gen der Gesamthand innerhalb von 5 Jahren nach dem Grundst\u00fccks\u00fcbergang vermindert hat. Eine solche Verminderung tritt auch bei Umwandlung der Personengesellschaft in eine Kapitalgesellschaft ein. Entscheidend ist die unmittelbare dingliche Mitberechtigung der Gesamth\u00e4nder am Gesellschaftsverm\u00f6gen. Diese geht bei Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft verloren. Der Buchwertansatz war hier unzul\u00e4ssig, da dieser nicht als vorl\u00e4ufiger Wertansatz gekennzeichnet wurde.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nHier zeigen sich die T\u00fccken des Grunderwerbsteuerrechts: Nach einer steuerfreien \u00dcbertragung m\u00fcssen die Verbleibensvorschriften (\u00a7\u00a7 5,\u00a06 GrEStG) \u00fcberwacht und eingehalten werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Grunderwerbsteuer: Zur Einbringung eines Grundst\u00fccks in eine Gesellschaft Kernaussage Bringen die Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG) ein ihnen geh\u00f6rendes Grundst\u00fcck in die KG ein und wird die KG anschlie\u00dfend in eine Kapitalgesellschaft umgewandelt, sind die Voraussetzungen f\u00fcr die Nichterhebung der Grunderwerbsteuer f\u00fcr die Grundst\u00fcckseinbringung nicht erf\u00fcllt. 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