{"id":38991,"date":"2014-04-01T10:45:49","date_gmt":"2014-04-01T08:45:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=38991"},"modified":"2014-04-04T10:47:26","modified_gmt":"2014-04-04T08:47:26","slug":"neues-zur-organschaft-und-zum-vorsteuerabzug-bei-holdinggesellschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/neues-zur-organschaft-und-zum-vorsteuerabzug-bei-holdinggesellschaften\/","title":{"rendered":"Neues zur Organschaft und zum Vorsteuerabzug bei Holdinggesellschaften"},"content":{"rendered":"<p><strong>Neues zur Organschaft und zum Vorsteuerabzug bei Holdinggesellschaften<\/strong><\/p>\n<p><strong>Einf\u00fchrung<\/strong><br \/>\nSowohl die Organschaft als auch der Vorsteuerabzug bei Holdinggesellschaften sind regelm\u00e4\u00dfig Gegenstand von Gerichtsverfahren. Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) 3 grunds\u00e4tzliche Fragen vorgelegt, deren Beantwortung von erheblicher Bedeutung sein wird.<\/p>\n<p><strong>Vorlagen des BFH<\/strong><br \/>\nDie erste Frage betraf den Vorsteuerabzug einer F\u00fchrungsholding. Diese h\u00e4lt nicht nur die Beteiligungen an ihren Tochtergesellschaften, sondern erbringt auch entgeltliche Dienstleistungen an die T\u00f6chter. Die Dienstleistungen berechtigen grunds\u00e4tzlich zum Vorsteuerabzug, das reine Halten von Beteiligungen hingegen nicht. Der BFH sieht hier die Notwendigkeit die Vorsteuern aus Eingangsleistungen, die keinem der genannten Bereiche direkt zuzuordnen sind, aufzuteilen. Der EuGH soll kl\u00e4ren, welcher Ma\u00dfstab dieser Aufteilung zugrunde zu legen ist. Mit der zweiten Frage m\u00f6chte der BFH kl\u00e4ren, ob entgegen den Vorgaben des nationalen\u00a0Umsatzsteuergesetzes (UStG)\u00a0auch Personengesellschaften Organgesellschaften sein k\u00f6nnen. Das nationale\u00a0UStG\u00a0sieht hier nur juristische Personen als Organgesellschaften vor, w\u00e4hrend die Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie (MwStSystRL) insoweit keine Vorgaben enth\u00e4lt, was gegebenenfalls als Versto\u00df gegen das Gebot der Rechtsformneutralit\u00e4t zu werten ist. Sollte der EuGH hierin einen Versto\u00df gegen das Unionsrecht sehen, so soll er die dritte Frage kl\u00e4ren, ob Holdinggesellschaften sich dann unmittelbar auf das Unionsrecht berufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Konsequenzen<\/strong><br \/>\nDie Entscheidung des EuGH wird mit Spannung abzuwarten sein. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Antwort des EuGH auf die zweite Frage. Sollte der EuGH die Ausweitung der Organschaft auf Personengesellschaften als Organgesellschaften bef\u00fcrworten, so wird dies zu gravierenden \u00c4nderungen f\u00fchren. Unternehmen die von der Entscheidung des EuGH profitieren k\u00f6nnen, also Holdinggesellschaften, die einen h\u00f6heren Vorsteuerabzug f\u00fcr sich reklamieren oder f\u00fcr die ein Einbezug einer Personengesellschaft als Organgesellschaft vorteilhaft w\u00e4re, sollten die entsprechenden Veranlagungen offen halten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neues zur Organschaft und zum Vorsteuerabzug bei Holdinggesellschaften Einf\u00fchrung Sowohl die Organschaft als auch der Vorsteuerabzug bei Holdinggesellschaften sind regelm\u00e4\u00dfig Gegenstand von Gerichtsverfahren. Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof (EuGH) 3 grunds\u00e4tzliche Fragen vorgelegt, deren Beantwortung von erheblicher Bedeutung sein wird. Vorlagen des BFH Die erste Frage betraf den Vorsteuerabzug einer F\u00fchrungsholding. 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