{"id":39015,"date":"2014-04-06T14:25:27","date_gmt":"2014-04-06T12:25:27","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39015"},"modified":"2014-04-06T14:25:27","modified_gmt":"2014-04-06T12:25:27","slug":"arbeitslohne-von-piloten-irischer-fluggesell-schaften-sind-grundsatzlich-steuerfrei","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/arbeitslohne-von-piloten-irischer-fluggesell-schaften-sind-grundsatzlich-steuerfrei\/","title":{"rendered":"Arbeitsl\u00f6hne von Piloten irischer Fluggesell-schaften sind grunds\u00e4tzlich steuerfrei"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px;\">Bereits mit Urteil vom 01.07.2013 hat der 3. Senat des FG erkannt, dass Arbeitsl\u00f6hne von Piloten irischer Fluggesellschaften grunds\u00e4tzlich steuerfrei sind. Der Kl\u00e4ger verf\u00fcgte in den Streitjahren 2007 bis 2010 \u00fcber einen Wohnsitz im Inland. Er erzielte als Pilot bei einer Fluggesellschaft mit Sitz in Irland Eink\u00fcnfte aus nichtselbst\u00e4ndiger Arbeit, seine Arbeitgeberin f\u00fchrte die einbehaltenen Steuern an die irischen Finanzbeh\u00f6rden ab. Die Steuern wurden dem Kl\u00e4ger auf seinen Antrag hin in voller H\u00f6he erstattet. Das Finanzamt unterwarf den Bruttoarbeitslohn der deutschen Besteuerung. Entgegen der Auffassung des Kl\u00e4gers seien die Eink\u00fcnfte wegen \u00a7 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 2 EStG 2002 EStG i. d. F. des JStG 2007 (EStG 2002\/2007) nicht gem. dem DBA Irland von der Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Steuer in Deutschland auszunehmen.<\/span><br \/>\nDer 3. Senat hat der dagegen erhobenen Klage stattgegeben. Zwar sei der Kl\u00e4ger mit seinem Welteinkommen in Deutschland unbeschr\u00e4nkt steuerpflichtig, weil er in den Streitjahren hier seinen Wohnsitz gehabt habe. Auf der Grundlage des DBA Irland sei der von der Fluggesellschaft bezogene Arbeitslohn jedoch von der Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Einkommensteuer auszunehmen, weil es sich dabei um Eink\u00fcnfte aus Quellen innerhalb Irlands gehandelt habe. Das gelte, obwohl der Tatbestand des \u00a7 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 2 EStG 2002\/2007 grunds\u00e4tzlich erf\u00fcllt sei, demzufolge eine Freistellung der Eink\u00fcnfte ungeachtet des DBA nicht erfolge, wenn die Eink\u00fcnfte in dem anderen Staat nur deshalb nicht steuerpflichtig seien, weil sie von einer Person bezogen wurden, die in diesem Staat nicht aufgrund ihres Wohnsitzes oder eines \u00e4hnlichen Merkmals unbeschr\u00e4nkt steuerpflichtig sei. Denn die Vorschrift werde vorliegend durch den insoweit vorrangigen \u00a7 50d Abs. 8 EStG 2002 i. d. F. des Steuer\u00e4nderungsgesetzes 2003 vom 15.12.2003 (BGBl 2003, 2645) verdr\u00e4ngt. Zur n\u00e4heren Begr\u00fcndung hat der 3. Senat auf das BFH-Urteil vom 11.01.2012 I R 27\/11, ver\u00f6ffentlicht u. a. in BFHE 236, S. 327 und BFH\/NV 2012, S. 862, Bezug genommen. Der dort gegebene Sachverhalt sei dem hier vorliegenden vergleichbar.<\/p>\n<p>Der BFH hat die Revision gegen das Urteil zugelassen, das Verfahren ist dort unter dem Aktenzeichen I R 86\/13 anh\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0FG Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 31.03.2014 zum Urteil 3 K 18\/13 vom 01.07.2013<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits mit Urteil vom 01.07.2013 hat der 3. Senat des FG erkannt, dass Arbeitsl\u00f6hne von Piloten irischer Fluggesellschaften grunds\u00e4tzlich steuerfrei sind. Der Kl\u00e4ger verf\u00fcgte in den Streitjahren 2007 bis 2010 \u00fcber einen Wohnsitz im Inland. 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