{"id":39052,"date":"2014-04-06T14:38:51","date_gmt":"2014-04-06T12:38:51","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39052"},"modified":"2014-04-06T14:38:51","modified_gmt":"2014-04-06T12:38:51","slug":"divergenzentscheidung-zivilverfahrenskosten-aus-anlass-einer-erbschaft-nicht-als-auser-gewohnliche-belastung-abzugsfahig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/divergenzentscheidung-zivilverfahrenskosten-aus-anlass-einer-erbschaft-nicht-als-auser-gewohnliche-belastung-abzugsfahig\/","title":{"rendered":"Divergenzentscheidung: Zivilverfahrenskosten aus Anlass einer Erbschaft nicht als au\u00dfer-gew\u00f6hnliche Belastung abzugsf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px;\">Im Streitfall hatte das Finanzgericht D\u00fcsseldorf erneut \u00fcber die Abzugsf\u00e4higkeit von Zivilprozesskosten auf der Grundlage der zwischenzeitlich \u00fcberholten Gesetzeslage zu entscheiden. Die Kl\u00e4gerin war testamentarisch als Alleinerbin ihrer Mutter eingesetzt worden. Da der Bruder der Kl\u00e4gerin die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Testaments im Rahmen des Verfahrens zur Erteilung eines Erbscheins anzweifelte, kam es zu einem Zivilrechtsstreit, in dem die Kl\u00e4gerin letztlich obsiegte. In diesem Zusammenhang fielen im Jahr 2010 Rechtsanwaltskosten in H\u00f6he von rund 3.500 Euro und Gerichtskosten in H\u00f6he von rund 4.000 Euro an, die nicht erstattet wurden. Den unter Hinweis auf die ge\u00e4nderte Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs geltend gemachten Abzug dieser Aufwendungen als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung lehnte das beklagte Finanzamt ab und berief sich dabei auf einen Nichtanwendungserlass.<\/span><br \/>\nDas Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat die Klage abgewiesen. Der 13. Senat hat sich dabei ausdr\u00fccklich nicht der ge\u00e4nderten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs und eines Gro\u00dfteils der Finanzgerichte &#8211; auch anderer Senate des Finanzgerichts D\u00fcsseldorf &#8211; angeschlossen. Der Bundesfinanzhof lasse die dem Tatbestand der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastung immanente Beschr\u00e4nkung auf den existenziell notwendigen Lebensbedarf au\u00dfer Acht. Nach Auffassung des Senats k\u00f6nnten allenfalls solche Prozessaufwendungen als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung ber\u00fccksichtigt werden, die durch ein Gerichtsverfahren betreffend existenzielle Fragen veranlasst seien. Ungeachtet dessen habe die Kl\u00e4gerin die Aufwendungen investiert, um einen Gegenwert &#8211; die Erbschaft &#8211; zu erlangen. Daher stehe einem Abzug auch die fehlende Belastung der Kl\u00e4gerin entgegen.<\/p>\n<p>Das Gericht hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0FG D\u00fcsseldorf, Pressemitteilung vom 03.04.2014 zum Urteil 13 K 3724\/12 vom 11.02.2014<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Streitfall hatte das Finanzgericht D\u00fcsseldorf erneut \u00fcber die Abzugsf\u00e4higkeit von Zivilprozesskosten auf der Grundlage der zwischenzeitlich \u00fcberholten Gesetzeslage zu entscheiden. Die Kl\u00e4gerin war testamentarisch als Alleinerbin ihrer Mutter eingesetzt worden. 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