{"id":39107,"date":"2014-04-14T18:53:58","date_gmt":"2014-04-14T16:53:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39107"},"modified":"2014-04-14T18:53:58","modified_gmt":"2014-04-14T16:53:58","slug":"vorsteuerabzug-aus-allgemeinen-aufwendungen-des-unternehmens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/vorsteuerabzug-aus-allgemeinen-aufwendungen-des-unternehmens\/","title":{"rendered":"Vorsteuerabzug aus allgemeinen Aufwendungen des Unternehmens"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"font-size: 1.17em;\">BFH-Urteil vom 24. April 2013, XI R 25\/10, BStBl II 2014 S. xxx<\/span><\/h2>\n<h3 id=\"ueberschrift4\">BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV D 2 &#8211; S-7306 \/ 13 \/ 10001 vom 10.04.2014<\/h3>\n<p><strong>I. Vorsteuerabzug aus allgemeinen Aufwendungen des Unternehmens<\/strong><\/p>\n<p>Der Unternehmer ist nach \u00a7 15 Abs. 1 UStG zum Vorsteuerabzug berechtigt, soweit er Leistungen f\u00fcr sein Unternehmen im Sinne des \u00a7 2 Abs. 1 UStG und damit f\u00fcr seine unternehmerischen T\u00e4tigkeiten zur Erbringung entgeltlicher Leistungen zu verwenden beabsichtigt. Bei der Pr\u00fcfung des Vorsteuerabzugs sind die Ausschlusstatbest\u00e4nde nach \u00a7 15 Abs. 1a, 1b und 2 UStG zu ber\u00fccksichtigen. Zwischen Eingangs- und Ausgangsleistung muss nach dem objektiven Inhalt der bezogenen Leistung ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang bestehen; nur mittelbar verfolgte Zwecke sind unerheblich. Fehlt ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen einem Eingangsumsatz und einem oder mehreren Ausgangsums\u00e4tzen, kann der Unternehmer zum Vorsteuerabzug berechtigt sein, wenn die Kosten f\u00fcr die Eingangsleistungen zu seinen allgemeinen Aufwendungen geh\u00f6ren und &#8211; als solche &#8211; Bestandteile des Preises der von ihm erbrachten entgeltlichen Leistungen sind (vgl. Abschnitt 15.2b Abs. 2 UStAE).<\/p>\n<p>Mit Urteil vom 24. April 2013, XI R 25\/10, hat der BFH entschieden, dass bei der Aufteilung von Vorsteuerbetr\u00e4gen aus allgemeinen Aufwendungen des Unternehmens regelm\u00e4\u00dfig auf das Verh\u00e4ltnis der gesamten Ums\u00e4tze im Besteuerungszeitraum abzustellen sei und dass ein im Voranmeldungsverfahren vorl\u00e4ufiger Aufteilungsschl\u00fcssel im Rahmen der Jahresfestsetzung deshalb angepasst werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p><strong>II. \u00c4nderung des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses<\/strong><\/p>\n<p>Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Er\u00f6rterungen mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder wird der Umsatzsteuer-Anwendungserlass vom 1. Oktober 2010 (BStBl I S. 846), der zuletzt durch das BMF-Schreiben vom 4. April 2014 &#8211; IV D 3 &#8211; S-7155-a \/ 07 \/ 10002 (2014\/0323101), BStBl I S. \u2026, ge\u00e4ndert worden ist, wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n<p>1. Abschnitt 15.2b Abs. 2 Satz 2 wird wie folgt gefasst:<\/p>\n<p>&#8222;<sup>2<\/sup>Bei der Pr\u00fcfung des <strong>Vorsteuerabzugs<\/strong> sind die Ausschlusstatbest\u00e4nde nach \u00a7 15 Abs. 1a, 1b und 2 UStG zu ber\u00fccksichtigen (vgl. Abschnitte 15.6, 15.6a und 15.12 bis 15.14).&#8220;<\/p>\n<p>2. Abschnitt 15.12 wird wie folgt ge\u00e4ndert:<\/p>\n<p>a) Absatz 1 Satz 7 wird wie folgt gefasst:<\/p>\n<p>&#8222;<sup>7<\/sup>Im Rahmen des \u00a7 15 Abs. 2 und 3 UStG kommt es entscheidend darauf an, ob der Unternehmer im Zeitpunkt des Leistungsbezugs die Absicht hat, die Eingangsums\u00e4tze f\u00fcr solche Ausgangsums\u00e4tze zu verwenden, die den Vorsteuerabzug nicht ausschlie\u00dfen (BFH-Urteil vom 22.03.2001, V R 46\/00, BStBl II 2003 S. 433); <strong>zum Vorsteuerabzug aus allgemeinen Aufwendungen des Unternehmens siehe Abschnitt 15.16.Abs. 2a.<\/strong>&#8220;<\/p>\n<p>b) In Absatz 5 wird nach Satz 7 folgender Satz 8 angef\u00fcgt:<\/p>\n<p><strong>&#8222;<\/strong><sup><strong>8<\/strong><\/sup><strong>Zum Vorsteuerabzug aus allgemeinen Aufwendungen des Unternehmens siehe Abschnitt 15.16 Abs. 2a.&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>3. In Abschnitt 15.16 wird nach Absatz 2 folgender neuer Absatz 2a eingef\u00fcgt:<\/p>\n<p><strong>&#8222;(2a)<\/strong> <sup><strong>1<\/strong><\/sup><strong>Bei der Aufteilung von Vorsteuerbetr\u00e4gen aus allgemeinen Aufwendungen des Unternehmens (vgl. Abschnitt 15.2b Abs. 2 S. 4) ist regelm\u00e4\u00dfig auf das Verh\u00e4ltnis der gesamten Ums\u00e4tze im Besteuerungszeitraum abzustellen.<\/strong> <sup><strong>3<\/strong><\/sup><strong>Wird ein Aufteilungsschl\u00fcssel im Voranmeldungsverfahren vorl\u00e4ufig angewandt, z. B. auf der Grundlage der Ums\u00e4tze des vorangegangenen Jahres, f\u00fchrt die Festsetzung des endg\u00fcltigen, abweichenden Aufteilungsschl\u00fcssels zu einer Berichtigung der nach dem vorl\u00e4ufigen Aufteilungsschl\u00fcssel ermittelten Vorsteuerbetr\u00e4ge in der Jahresfestsetzung (vgl. BFH-Urteil vom 24.04.2013, XI R 25\/10, BStBl II 2014 S.<\/strong> .<strong>..).&#8220;<\/strong><\/p>\n<p><strong>III. Anwendungsregelung<\/strong><\/p>\n<p>Die Grunds\u00e4tze dieses Schreibens sind in allen offenen F\u00e4llen anzuwenden.<\/p>\n<p id=\"seitenquelle\">Quelle:\u00a0BMF<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH-Urteil vom 24. April 2013, XI R 25\/10, BStBl II 2014 S. xxx BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV D 2 &#8211; S-7306 \/ 13 \/ 10001 vom 10.04.2014 I. 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