{"id":39203,"date":"2014-04-29T11:07:48","date_gmt":"2014-04-29T09:07:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39203"},"modified":"2014-04-29T11:07:48","modified_gmt":"2014-04-29T09:07:48","slug":"klagen-gegen-hamburgs-kultur-und-tourismustaxe-abgewiesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/klagen-gegen-hamburgs-kultur-und-tourismustaxe-abgewiesen\/","title":{"rendered":"Klagen gegen Hamburgs Kultur- und Tourismustaxe abgewiesen"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"font-size: 1.17em;\">FG Hamburg h\u00e4lt die sog. &#8222;Bettensteuer&#8220; f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df<\/span><\/h2>\n<h3 id=\"ueberschrift4\"><span style=\"font-size: 13px;\">Der 2. Senat des Finanzgerichts Hamburg hat die Klagen gegen die sog. Bettensteuer abgewiesen, weil er die Bedenken gegen die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der Abgabe nicht teilt.<\/span><\/h3>\n<p>Hamburg hat &#8211; dem Vorbild anderer St\u00e4dte folgend &#8211; zum 01.01.2013 eine Kultur- und Tourismustaxe eingef\u00fchrt. F\u00fcr jede private Hotel\u00fcbernachtung entsteht ab einem \u00dcbernachtungspreis von 11 Euro eine Steuer von 50 Cent, die sich bei steigendem Zimmerpreis erh\u00f6ht. Bei einem Zimmerpreis von 200 Euro betr\u00e4gt sie beispielsweise 4 Euro, h\u00f6chstens kann sie 5 % des Nettozimmerpreises betragen. Gesch\u00e4ftsreisende sind von der Steuer ausgenommen.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht Hamburg hat mit Urteilen vom 09.04.2014 \u00fcber zwei Musterklagen entschieden. Kl\u00e4ger sind zum einen eine Aktiengesellschaft, die ein 5-Sterne-Hotel betreibt, und zum anderen die Inhaberin eines kleineren, am Stadtrand gelegenen Hotels. Beide haben sich an das Finanzgericht Hamburg gewandt, weil sie die &#8222;Bettensteuer&#8220; in mehrfacher Hinsicht f\u00fcr verfassungswidrig halten. Sie sei eine zweite und damit unzul\u00e4ssige Umsatzsteuer und versto\u00dfe zudem gegen den Gleichheitssatz sowie die Berufsfreiheit.<\/p>\n<p>Der 2. Senat des Finanzgerichts Hamburg h\u00e4lt die Kultur- und Tourismustaxe hingegen f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df und hat die Klagen als unbegr\u00fcndet abgewiesen. Bei der Abgabe handele es sich um eine \u00f6rtliche Aufwandsteuer, f\u00fcr die Hamburg eine eigene Gesetzgebungskompetenz habe. Die Steuer unterscheide sich trotz gewisser \u00c4hnlichkeiten in wesentlichen Punkten von der Umsatzsteuer, u. a. weil sie nicht auf alle, sondern nur auf private \u00dcbernachtungen erhoben werde. Da sie \u00fcber den \u00dcbernachtungspreis grunds\u00e4tzlich auf die G\u00e4ste abgew\u00e4lzt werden k\u00f6nne, belaste die Steuer die Beherbergungsbetriebe wirtschaftlich nicht.<\/p>\n<p>Es stelle auch keinen unangemessenen Mehraufwand f\u00fcr die Hotelbetreiber dar, die G\u00e4ste nach dem Anlass ihrer \u00dcbernachtung zu befragen und bei Gesch\u00e4ftsreisenden entsprechende Bescheinigungen entgegenzunehmen, zumal ohnehin f\u00fcr jeden Gast ein Meldezettel auszuf\u00fcllen sei. Auch sei die Berechnung der Steuer nicht besonders kompliziert und mit vertretbarem Aufwand zu leisten.<\/p>\n<p>Der 2. Senat hat in beiden Verfahren (Az. 2 K 169\/13 und 2 K 252\/13) die Revision zugelassen.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0<span style=\"font-size: 1.17em;\">FG Hamburg, Pressemitteilung vom 22.04.2014 zu den Urteilen 2 K 169\/13 und 2 K 252\/13 vom 09.04.2014<\/span><\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FG Hamburg h\u00e4lt die sog. &#8222;Bettensteuer&#8220; f\u00fcr verfassungsgem\u00e4\u00df Der 2. Senat des Finanzgerichts Hamburg hat die Klagen gegen die sog. Bettensteuer abgewiesen, weil er die Bedenken gegen die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der Abgabe nicht teilt. Hamburg hat &#8211; dem Vorbild anderer St\u00e4dte folgend &#8211; zum 01.01.2013 eine Kultur- und Tourismustaxe eingef\u00fchrt. 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