{"id":39250,"date":"2014-05-01T11:24:54","date_gmt":"2014-05-01T09:24:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39250"},"modified":"2014-05-02T11:26:24","modified_gmt":"2014-05-02T09:26:24","slug":"schwarzarbg-zur-ubermittlungspflicht-von-daten-i-r-e-prufung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/schwarzarbg-zur-ubermittlungspflicht-von-daten-i-r-e-prufung\/","title":{"rendered":"SchwarzArbG: Zur \u00dcbermittlungspflicht von Daten i. R. e. Pr\u00fcfung"},"content":{"rendered":"<p><strong>SchwarzArbG: Zur \u00dcbermittlungspflicht von Daten i. R. e. Pr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kernaussage<\/strong><br \/>\nDie \u00dcbermittlung von Daten im Rahmen einer Pr\u00fcfung nach dem\u00a0Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetz (SchwarzArbG)\u00a0ist gegenwartsbezogen. F\u00fcr die Sammlung und \u00dcbermittlung von Daten \u00fcber einen mehr oder minder langen k\u00fcnftigen Zeitraum fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage.<\/p>\n<p><strong>Sachverhalt<\/strong><br \/>\nDie Kl\u00e4gerin ist eine Genossenschaft, die eine Funk- und Telefonzentrale zur Vermittlung von Fahrauftr\u00e4gen an ihre Mitglieder betreibt. Das beklagte Hauptzollamt f\u00fchrte bei der Kl\u00e4gerin eine Pr\u00fcfung nach dem\u00a0SchwarzArbG\u00a0durch. Im Zuge der Pr\u00fcfung konnten auch die elektronisch gespeicherten Fahrerauftragsdaten eingesehen werden. Allerdings erfolgt eine Speicherung nur f\u00fcr den Zeitraum von 6 Tagen, weshalb der Beklagte um regelm\u00e4\u00dfige und l\u00fcckenlose \u00dcbersendung der Daten bis auf Widerruf aufforderte. Im Rahmen des Klageverfahrens wurde dieser Zeitraum auf 3 Monate beschr\u00e4nkt. Die Kl\u00e4gerin ist der Auffassung, sie sei nicht Auftraggeber im Sinne des\u00a0SchwarzArbG. Zudem fehle eine gesetzliche Grundlage f\u00fcr die w\u00f6chentliche \u00dcbermittlung von Daten.<\/p>\n<p><strong>Entscheidung<\/strong><br \/>\nDie Kl\u00e4gerin ist Auftraggeber nach den Regelungen des ScharzArbG, denn ihre Auftragsvermittlung geht deutlich \u00fcber eine unverbindliche Auftragsweitergabe hinaus. Allerdings ist die Aufforderung zur \u00dcbermittlung von Daten, die zum Zeitpunkt der Pr\u00fcfung in dem zur Mitwirkung verpflichteten Unternehmen noch gar nicht vorhanden sind, rechtswidrig. Aus Sicht des Beklagten mag es zwar w\u00fcnschenswert sein, auf diese Weise vorbereitend Vergleichsdaten zu sammeln, die der Verifizierung der Daten dienen sollen, die in nachfolgenden Betriebspr\u00fcfungen in den von der Kl\u00e4gerin angeschlossenen Taxiunternehmen vorgefunden werden. Das ScharzArbG bietet f\u00fcr eine solche Ma\u00dfnahme jedoch keine Grundlage.<\/p>\n<p><strong>Konsequenz<\/strong><br \/>\nDie Revision wurde zugelassen, da sowohl die Definition des Auftraggebers im Sinne des\u00a0SchwarzArbG\u00a0als auch der Umfang seiner Mitwirkungspflichten zu konkretisieren sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SchwarzArbG: Zur \u00dcbermittlungspflicht von Daten i. R. e. Pr\u00fcfung Kernaussage Die \u00dcbermittlung von Daten im Rahmen einer Pr\u00fcfung nach dem\u00a0Schwarzarbeitsbek\u00e4mpfungsgesetz (SchwarzArbG)\u00a0ist gegenwartsbezogen. F\u00fcr die Sammlung und \u00dcbermittlung von Daten \u00fcber einen mehr oder minder langen k\u00fcnftigen Zeitraum fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage. 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