{"id":39327,"date":"2014-05-12T18:06:39","date_gmt":"2014-05-12T16:06:39","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39327"},"modified":"2014-05-12T18:06:39","modified_gmt":"2014-05-12T16:06:39","slug":"erbschaftsteuer-steuerermasigung-fur-grundstucke-im-zustand-der-bebauung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/erbschaftsteuer-steuerermasigung-fur-grundstucke-im-zustand-der-bebauung\/","title":{"rendered":"Erbschaftsteuer: Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr Grundst\u00fccke im Zustand der Bebauung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px;\">Die Beteiligten stritten um die Gew\u00e4hrung der Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr zu Wohnzwecken vermietete Grundst\u00fccke (10 % des Grundst\u00fcckswerts). Die Erblasserin und ihr Bruder, der Kl\u00e4ger, waren Miteigent\u00fcmer des mit einem selbstgenutzten Einfamilienhaus bebauten Grundst\u00fccks X. Zudem hatten sie die Grundst\u00fccke Y und Z erworben, die mit Einfamilienh\u00e4usern bebaut und anschlie\u00dfend vermietet werden sollten. Die Kl\u00e4gerin verstarb vor Fertigstellung der Geb\u00e4ude und wurde von ihrem Bruder beerbt. Dieser vermietete nunmehr s\u00e4mtliche Objekte. Das beklagte Finanzamt setzte Erbschaftsteuer gegen den Kl\u00e4ger fest. Dagegen legte dieser (erfolglos) Einspruch ein und begehrte die Anwendung der Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr zu Wohnzwecken vermietete Grundst\u00fccke.<\/span><br \/>\nDas Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat der Klage \u00fcberwiegend stattgegeben. Zu Unrecht habe das Finanzamt die Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr die Grundst\u00fccke Y und Z nicht gew\u00e4hrt. Hierbei habe es sich um Grundst\u00fccke im Zustand der Bebauung gehandelt. Sie seien zum Zeitpunkt des Todes der Erblasserin schon zu einem erheblichen Teil bebaut gewesen. Dar\u00fcber hinaus seien sie zu Wohnzwecken vermietet gewesen. Zwar seien die Mietvertr\u00e4ge erst nach dem Tod der Erblasserin und nach der Fertigstellung der Einfamilienh\u00e4user abgeschlossen worden. Die Steuererm\u00e4\u00dfigung setze indes nicht voraus, dass der Erblasser selbst einen Mietvertrag abgeschlossen habe. Zu fordern sei allein, dass der Erblasser &#8211; wie im Streitfall &#8211; eine konkrete Vermietungsabsicht gehabt und diese selbst noch ins Werk gesetzt habe.<\/p>\n<p>Hingegen k\u00f6nne der Kl\u00e4ger die Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr das Grundst\u00fcck X nicht beanspruchen. Zum ma\u00dfgebenden Zeitpunkt des Todes der Erblasserin sei das von der Erblasserin und dem Kl\u00e4ger zu eigenen Wohnzwecken genutzte Grundst\u00fcck X weder zu Wohnzwecken vermietet gewesen noch habe zu diesem Zeitpunkt eine Vermietungsabsicht bestanden. Der Kl\u00e4ger habe erst nach dem Tod der Erblasserin beschlossen, das Einfamilienhaus (nach Renovierung) zu vermieten.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat die Revision zum Bundesfinanzhof zugelassen.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0FG D\u00fcsseldorf, Mitteilung vom 06.05.2014 zum Urteil 4 K 4299\/13 vom 16.04.2014<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beteiligten stritten um die Gew\u00e4hrung der Steuererm\u00e4\u00dfigung f\u00fcr zu Wohnzwecken vermietete Grundst\u00fccke (10 % des Grundst\u00fcckswerts). Die Erblasserin und ihr Bruder, der Kl\u00e4ger, waren Miteigent\u00fcmer des mit einem selbstgenutzten Einfamilienhaus bebauten Grundst\u00fccks X. Zudem hatten sie die Grundst\u00fccke Y und Z erworben, die mit Einfamilienh\u00e4usern bebaut und anschlie\u00dfend vermietet werden sollten. 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