{"id":39460,"date":"2014-05-24T10:47:27","date_gmt":"2014-05-24T08:47:27","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39460"},"modified":"2014-05-24T10:48:00","modified_gmt":"2014-05-24T08:48:00","slug":"verhaltnis-von-allgemeinem-besteuerungsverfahren-und-vorsteuer-vergutungsverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/verhaltnis-von-allgemeinem-besteuerungsverfahren-und-vorsteuer-vergutungsverfahren\/","title":{"rendered":"Verh\u00e4ltnis von allgemeinem Besteuerungsverfahren und Vorsteuer-Verg\u00fctungsverfahren"},"content":{"rendered":"<h2><span style=\"font-size: 1.17em;\">Auswirkungen des BFH-Urteils vom 28. August 2013, XI R 5\/11<\/span><\/h2>\n<h3 id=\"ueberschrift4\">BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV D 3 &#8211; S-7359 \/ 13 \/ 10002 vom 21.05.2014<\/h3>\n<p>Der BFH hat mit Urteil vom 28. August 2013, XI R 5\/11, BStBl 2014 II S. &#8230;, entschieden, dass ein im Ausland ans\u00e4ssiger Unternehmer, der im Inland nur Ums\u00e4tze ausf\u00fchrt, f\u00fcr die der Leistungsempf\u00e4nger die Steuer schuldet, und der eine Umsatzsteuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Kalenderjahr nur deshalb abzugeben hat, weil er Umsatzsteuer in einer Rechnung unberechtigt nach \u00a7 14c Abs. 1 UStG ausgewiesen hat, berechtigt und verpflichtet ist, alle in diesem Kalenderjahr abziehbaren Vorsteuerbetr\u00e4ge in dieser Steuererkl\u00e4rung geltend zu machen.<\/p>\n<p>Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Er\u00f6rterungen mit den obersten Finanzbeh\u00f6rden der L\u00e4nder gilt Folgendes:<\/p>\n<p>Das o. g. BFH-Urteil ist nur auf die mit dem entschiedenen Fall vergleichbaren F\u00e4lle anzuwenden. Dies sind Sachverhalte, bei denen folgende Voraussetzungen erf\u00fcllt sind:<\/p>\n<div><\/div>\n<ol>\n<li>Der im Ausland ans\u00e4ssige Unternehmer hat fristgerecht einen Antrag auf Verg\u00fctung der Vorsteuer beim Bundeszentralamt f\u00fcr Steuern (BZSt) gestellt,<\/li>\n<li>die weiteren Voraussetzungen f\u00fcr eine Erstattung im Vorsteuer-Verg\u00fctungsverfahren f\u00fcr den Verg\u00fctungszeitraum sind erf\u00fcllt,<\/li>\n<li>auf Grund irriger Beurteilung ist keine Verg\u00fctung der Vorsteuer im Vorsteuer-Verg\u00fctungsverfahren erfolgt und<\/li>\n<li>eine Verg\u00fctung der Vorsteuer im Vorsteuer-Verg\u00fctungsverfahren ist nicht mehr m\u00f6glich, weil der Antrag auf Vorsteuer-Verg\u00fctung auf Hinweis des BZSt zur\u00fcckgenommen wurde und die Antragsfrist abgelaufen ist oder der Bescheid des BZSt \u00fcber die Ablehnung der Verg\u00fctung formell bestandskr\u00e4ftig ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p>In diesen F\u00e4llen kann der im Ausland ans\u00e4ssige Unternehmer die im Antrag auf Vorsteuer-Verg\u00fctung geltend gemachten Vorsteuerbetr\u00e4ge im allgemeinen Besteuerungsverfahren geltend machen, wenn er eine Voranmeldung oder eine Umsatzsteuererkl\u00e4rung f\u00fcr das Kalenderjahr nur aus dem Grund zu \u00fcbermitteln hat, weil er eine Steuer nach \u00a7 13a Abs. 1 Nr. 1 i. V. m. \u00a7 14c Abs. 1 UStG schuldet.<\/p>\n<p>In den mit dem entschiedenen Fall vergleichbaren F\u00e4llen schlie\u00dfen sich &#8211; entgegen Abschnitt 18.15 Absatz 1 Satz 1 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211; das allgemeine Besteuerungsverfahren und das Vorsteuer-Verg\u00fctungsverfahren nicht aus.<\/p>\n<p id=\"seitenquelle\">Quelle:\u00a0BMF<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auswirkungen des BFH-Urteils vom 28. August 2013, XI R 5\/11 BMF, Schreiben (koordinierter L\u00e4ndererlass) IV D 3 &#8211; S-7359 \/ 13 \/ 10002 vom 21.05.2014 Der BFH hat mit Urteil vom 28. 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