{"id":39616,"date":"2014-06-02T11:44:48","date_gmt":"2014-06-02T09:44:48","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39616"},"modified":"2023-08-25T10:30:24","modified_gmt":"2023-08-25T08:30:24","slug":"lstar-2015-bfh-rechtsprechung-zu-betriebsveranstaltungen-bislang-unberuck-sichtigt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/lstar-2015-bfh-rechtsprechung-zu-betriebsveranstaltungen-bislang-unberuck-sichtigt-2\/","title":{"rendered":"LSt\u00c4R 2015 &#8211; BFH-Rechtsprechung zu Betriebsveranstaltungen bislang unber\u00fccksichtigt"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px;\">Mitte April hat das BMF den Entwurf der Lohnsteuer-\u00c4nderungsrichtlinien 2015 (LSt\u00c4R 2015) ver\u00f6ffentlicht. Neben verschiedenen materiell-rechtlichen \u00c4nderungen u. a. im Bereich des Arbeitslohns und der Bewertung von Sachbez\u00fcgen, sind aufgrund der Reform des steuerlichen Reisekostenrechts 2014 auch diverse redaktionelle Streichungen beabsichtigt. Eine Anpassung fehlt jedoch g\u00e4nzlich: die Einarbeitung der aktuellen BFH-Rechtsprechung im Bereich der Betriebsveranstaltungen.<\/span><\/p>\n<p><strong>DStV fordert Anhebung der Freigrenze f\u00fcr Betriebsveranstaltungen auf 160 Euro<\/strong><br \/>\nIn seiner\u00a0Stellungnahme S 06\/14 zum Entwurf der LSt\u00c4R 2015\u00a0begr\u00fc\u00dft der Deutsche Steuerberaterverband e. V. (DStV) die Anhebung der Freigrenzen f\u00fcr Sachzuwendungen auf 60 Euro sowie den hierdurch erzielten Gleichklang mit den Neuregelungen zur Mahlzeitengestellung infolge der Reform des steuerlichen Reisekostenrechts. Da Sachgeschenke k\u00fcnftig jedoch auch bis zu einem Gesamtwert von 60 Euro in die Freigrenze f\u00fcr Betriebsveranstaltungen einzubeziehen sind, wenn diese zu diesem Anlass an die Arbeitnehmer abgegeben werden, regt der DStV an, konsequenterweise auch die Freigrenze f\u00fcr Betriebsveranstaltungen anzupassen. Bei einer durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Inflation von 2 % ist nach Auffassung des DStV eine Erh\u00f6hung der Freigrenze auf 160 Euro realistisch und angemessen.<\/p>\n<p>Die Neubemessung der Grenze hatte der BFH bereits in seiner Entscheidung vom 12.12.2012 (Az. VI R 79\/10) empfohlen. Dar\u00fcber hinaus hat das oberste Gericht im Jahre 2013 entschieden, dass Kosten f\u00fcr die Ausgestaltung der Veranstaltung sowie auf Begleitpersonen entfallende Kostenanteile nicht in die Pr\u00fcfung der derzeitigen 110-Euro-Grenze einflie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der DStV empfiehlt, die aktuelle BFH-Rechtsprechung &#8211; nebst Neubemessung der Freigrenze &#8211; in jedem Fall noch in das vorliegende Entwurfsschreiben aufzunehmen. Dar\u00fcber hinaus greift der DStV in seiner Stellungnahme zu den LSt\u00c4R 2015 u. a. folgende weitere Punkte auf:<\/p>\n<p><strong>Aufwendungen f\u00fcr die Aus- und Fortbildung<\/strong><br \/>\nDer DStV regt an, eine Definition der &#8222;beruflich veranlassten Ausw\u00e4rtst\u00e4tigkeit&#8220; im Richtlinientext zu belassen und im Zusammenhang mit Aufwendungen f\u00fcr die Aus- und Fortbildung anhand von Beispielen zu konkretisieren.<\/p>\n<p><strong>Reisekosten<\/strong><br \/>\nHinsichtlich der Aufwendungen f\u00fcr eine gemischt veranlasste Reise empfiehlt der DStV eine erg\u00e4nzende Klarstellung zur Behandlung der Kosten f\u00fcr die Hin- und R\u00fcckreise bei einem vorangehenden bzw. nachfolgenden Privataufenthalt aufzunehmen.<\/p>\n<p>www.dstv.de<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0Deutscher Steuerberaterverband e.V., \u00a0Mitteilung vom 27.05.2014<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mitte April hat das BMF den Entwurf der Lohnsteuer-\u00c4nderungsrichtlinien 2015 (LSt\u00c4R 2015) ver\u00f6ffentlicht. 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