{"id":39757,"date":"2014-06-14T10:06:28","date_gmt":"2014-06-14T08:06:28","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.steuer.org\/?p=39757"},"modified":"2014-06-14T10:06:28","modified_gmt":"2014-06-14T08:06:28","slug":"vorsteueraufteilung-bei-gemischt-genutzten-gebauden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/vorsteueraufteilung-bei-gemischt-genutzten-gebauden\/","title":{"rendered":"Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Geb\u00e4uden"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px;\">Der V. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 7. Mai 2014 (V R 1\/10) seine bisherige Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 22. August 2013 &#8211; V R 19\/09) best\u00e4tigt, wonach sich bei der Errichtung eines gemischt genutzten Geb\u00e4udes die Vorsteueraufteilung im Regelfall nach dem objektbezogenen Fl\u00e4chenschl\u00fcssel richtet. Dar\u00fcber hinausgehend hat er entschieden, dass die Vorsteuerbetr\u00e4ge jedoch nach dem (objektbezogenen) Umsatzschl\u00fcssel aufzuteilen sind, wenn erhebliche Unterschiede in der Ausstattung der verschiedenen Zwecken dienenden R\u00e4ume bestehen.<\/span><br \/>\nIn der Sache ging es &#8211; erneut &#8211; um die H\u00f6he des Vorsteuerabzugs f\u00fcr Eingangsleistungen zur Herstellung eines Geb\u00e4udes, mit dem sowohl steuerfreie als auch steuerpflichtige Vermietungsums\u00e4tze erzielt werden. Da der Vorsteuerabzug nur f\u00fcr steuerpflichtige Ausgangsums\u00e4tze m\u00f6glich ist, war eine Aufteilung der Vorsteuern erforderlich. Die Kl\u00e4gerin nahm die Aufteilung nach dem sog. Umsatzschl\u00fcssel vor, w\u00e4hrend die Finanzverwaltung die Vorsteuern nach dem ung\u00fcnstigeren Fl\u00e4chenschl\u00fcssel aufteilte.<\/p>\n<p>Der BFH hob das der Klage stattgebende Urteil des Finanzgerichts (FG) auf und verwies die Sache an das FG zur\u00fcck. Da der Fl\u00e4chenschl\u00fcssel in der Regel eine pr\u00e4zisere Bestimmung des Pro-rata-Satzes erm\u00f6glicht, schlie\u00dft er sowohl den gesamtunternehmensbezogenen wie auch den objektbezogenen Umsatzschl\u00fcssel aus. Der Fl\u00e4chenschl\u00fcssel findet aber dann keine Anwendung, wenn die Ausstattung der R\u00e4umlichkeiten (H\u00f6he der R\u00e4ume, Dicke der W\u00e4nde, Innenausstattung) erhebliche Unterschiede aufweist. In solchen F\u00e4llen ist die Vorsteueraufteilung anhand des objektbezogenen Umsatzschl\u00fcssels vorzunehmen. Ob derartige Unterschiede in der Ausstattung vorliegen, ist vom FG im zweiten Rechtsgang zu pr\u00fcfen.<\/p>\n<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 42\/14 vom 11.06.2014 zum Urteil V R 1\/10 vom 07.05.2014<\/p>\n<div>\n<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2014, V R 1\/10<\/p>\n<p>Vorsteueraufteilung bei gemischt genutzten Geb\u00e4uden<\/p>\n<p>Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Bei der Errichtung eines gemischt genutzten Geb\u00e4udes richtet sich die Vorsteueraufteilung im Regelfall nach dem objektbezogenen Fl\u00e4chenschl\u00fcssel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Vorsteuerbetr\u00e4ge sind aber dann nach dem (objektbezogenen) Umsatzschl\u00fcssel aufzuteilen, wenn erhebliche Unterschiede in der Ausstattung der verschiedenen Zwecken dienenden R\u00e4ume bestehen.<\/p>\n<\/div>\n<p>Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Streitig ist, ob die Vorsteuern auf Eingangsleistungen zur Herstellung eines gemischt genutzten Geb\u00e4udes im Streitjahr (2004) nach dem Verh\u00e4ltnis der Ausgangsums\u00e4tze aufgeteilt werden konnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin und Revisionsbeklagte (Kl\u00e4gerin) ist eine verm\u00f6gensverwaltende Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts. Sie errichtete von 2002 bis 2004 ein gemischt genutztes Geb\u00e4ude. Das Erdgeschoss vermietete sie plangem\u00e4\u00df umsatzsteuerpflichtig an Betreiber eines Coffeeshops, Kioskes und D\u00f6ner-Imbisses, das Obergeschoss umsatzsteuerfrei an private Mieter. Die auf die Herstellungskosten entfallenden und nicht direkt zuzuordnenden Vorsteuerbetr\u00e4ge des Streitjahres teilte sie &#8211;ebenso wie in den Vorjahren&#8211; nach einem sog. Umsatzschl\u00fcssel auf. Im Streitjahr betrugen die Vorsteuerbetr\u00e4ge aus den Herstellungskosten (Baukosten des Geb\u00e4udes) insgesamt 82.075,79\u00a0EUR.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Eingang der Umsatzsteuer-Voranmeldungen I-IV\/2004 f\u00fchrte der Beklagte und Revisionskl\u00e4ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) eine Umsatzsteuer-Sonderpr\u00fcfung durch, deren Feststellungen er folgte. Das FA k\u00fcrzte dementsprechend die Vorsteuerbetr\u00e4ge auf 49.939\u00a0EUR. Deren H\u00f6he ermittelte es, indem es Vorsteuerbetr\u00e4ge in H\u00f6he von 29.212\u00a0EUR direkt dem Erdgeschoss zurechnete. Die verbliebenen Vorsteuerbetr\u00e4ge von 39.256,79\u00a0EUR teilte es nach Abzug der direkt dem Obergeschoss zugeordneten, nicht abziehbaren Vorsteuerbetr\u00e4ge entsprechend dem steuerpflichtig vermieteten Fl\u00e4chenanteil von 52,8\u00a0% auf.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA erlie\u00df am 14.\u00a0September 2005 einen nach \u00a7\u00a0164 Abs.\u00a02 der Abgabenordnung (AO) ge\u00e4nderten Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid IV\/2004, in dem die \u00c4nderungen zusammengefasst ber\u00fccksichtigt wurden. Den dagegen eingelegten Einspruch wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 17.\u00a0November 2005 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach Klageerhebung und Abgabe der Umsatzsteuer-Jahreserkl\u00e4rung 2004 erging am 23.\u00a0Oktober 2006 ein &#8211;die Pr\u00fcfungsfeststellungen ber\u00fccksichtigender&#8211; Umsatzsteuer-Jahresbescheid 2004 unter dem Vorbehalt der Nachpr\u00fcfung (\u00a7\u00a0164 AO). Dieser Bescheid wurde vom FA &#8211;aus den Streitfall nicht betreffenden Gr\u00fcnden&#8211; am 12.\u00a0April 2007 erneut ge\u00e4ndert und nach \u00a7\u00a068 der Finanzgerichtsordnung (FGO) Gegenstand des Verfahrens.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragte mit ihrer Klage zun\u00e4chst einen um 7.852\u00a0EUR h\u00f6heren Vorsteuerabzug aus der Herstellung des gemischt genutzten Geb\u00e4udes. Auf den Hinweis des Finanzgerichts (FG) auf die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH), wonach die Vorsteuerbetr\u00e4ge im Zusammenhang mit der Herstellung eines Geb\u00e4udes einheitlich und insgesamt aufzuteilen sind, erweiterte die Kl\u00e4gerin ihren Klageantrag, indem sie nunmehr um 9.813\u00a0EUR h\u00f6here Vorsteuerbetr\u00e4ge begehrte. Diese ergeben sich bei Anwendung des Umsatzschl\u00fcssels auf die gesamten Vorsteuern (82.075,79\u00a0EUR x 72,8\u00a0% = 59.751,18\u00a0EUR) abz\u00fcglich der bereits im angegriffenen Umsatzsteuerbescheid f\u00fcr das Streitjahr ber\u00fccksichtigten 49.939\u00a0EUR. Zur Begr\u00fcndung ihrer Klage berief sie sich auf den Anwendungsvorrang des in der Richtlinie des Rates vom 17.\u00a0Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten \u00fcber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG) vorgesehenen Umsatzschl\u00fcssels und machte geltend, \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 des Umsatzsteuergesetzes i.d.F. des Streitjahres (UStG) sei wegen Versto\u00dfes gegen das R\u00fcckwirkungsverbot verfassungswidrig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FG gab der Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2010, 604 ver\u00f6ffentlichten Urteil statt. Die Kl\u00e4gerin sei zur Vorsteueraufteilung nach dem Umsatzschl\u00fcssel berechtigt. Die Anwendung des Umsatzschl\u00fcssels sei zwar nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG i.d.F. des Steuer\u00e4nderungsgesetzes 2003 ab 1.\u00a0Januar 2004 ausgeschlossen, diese Norm stehe aber nicht mit dem Unionsrecht in Einklang, sodass sich die Kl\u00e4gerin unmittelbar auf die Regelungen der Richtlinie 77\/388\/EWG berufen k\u00f6nne.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision macht das FA Verletzung materiellen Rechts geltend. Aufgrund der Neuregelung des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG sei die Aufteilung der streitbefangenen Vorsteuerbetr\u00e4ge nach dem sog. Umsatzschl\u00fcssel ab dem 1.\u00a0Januar 2004 ausgeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/p>\n<p>das Urteil des FG vom 8.\u00a0Dezember 2009\u00a0\u00a015\u00a0K\u00a05079\/05\u00a0U aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt,<\/p>\n<p>die Revision zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zur Begr\u00fcndung verweist sie auf das ihrer Ansicht nach zutreffende Urteil des FG. Die Richtlinie entfalte unmittelbare Wirkung. Entgegenstehendes nationales Recht sei wegen des Anwendungsvorrangs des Unionsrechts nicht mehr anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Anwendung eines Fl\u00e4chenschl\u00fcssels f\u00fchre nicht zu einem pr\u00e4ziseren Ergebnis, da die Ausstattung der unterschiedlich genutzten Geschosse erheblich voneinander abweiche. Die Ausrichtung auf gewerbliche Mieter im Erdgeschoss habe erhebliche Investitionen in Brandschutz, Hygiene und L\u00fcftung erfordert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit Zustimmung der Beteiligten hatte der Senat durch Beschluss vom 8.\u00a0Dezember 2010 ein Ruhen des Verfahrens bis zur Entscheidung des Gerichtshofs der Europ\u00e4ischen Union (EuGH) in der Rechtssache BLC Baumarkt (C-511\/10, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2012, 968) angeordnet, die am 8.\u00a0November 2012 erging.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr\u00fcndet. Das Urteil des FG ist aufzuheben und die Sache an das FG zur\u00fcckzuverweisen (\u00a7\u00a0126 Abs.\u00a03 Nr.\u00a02 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das Urteil ist aufzuheben, weil die Vorentscheidung \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG i.d.F. des Steuer\u00e4nderungsgesetzes 2003 nicht angewandt und die Vorsteuern, um die es hier geht, stattdessen unmittelbar nach Art.\u00a017 Abs.\u00a05 der Richtlinie 77\/388\/EWG zugeordnet hat. Die Sache ist nicht spruchreif, weil Feststellungen des FG dazu fehlen, ob die Anwendung des Fl\u00e4chenschl\u00fcssels im Streitfall zu einer pr\u00e4ziseren Bestimmung des Pro-rata-Satzes f\u00fchrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Verwendet der Unternehmer einen f\u00fcr sein Unternehmen gelieferten Gegenstand oder eine von ihm in Anspruch genommene sonstige Leistung nur zum Teil zur Ausf\u00fchrung von Ums\u00e4tzen, die den Vorsteuerabzug ausschlie\u00dfen, ist gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 UStG der Teil der jeweiligen Vorsteuerbetr\u00e4ge nicht abziehbar, der den zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug f\u00fchrenden Ums\u00e4tzen wirtschaftlich zuzurechnen ist. Nach Satz\u00a02 dieser Vorschrift kann der Unternehmer die nicht abziehbaren Teilbetr\u00e4ge im Wege einer sachgerechten Sch\u00e4tzung ermitteln. \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG regelt schlie\u00dflich f\u00fcr die ab dem 1.\u00a0Januar 2004 bezogenen Eingangsleistungen, dass eine Ermittlung des nicht abziehbaren Teils der Vorsteuerbetr\u00e4ge nach dem Verh\u00e4ltnis der Ums\u00e4tze, die den Vorsteuerabzug ausschlie\u00dfen, zu den Ums\u00e4tzen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, nur zul\u00e4ssig ist, wenn keine andere wirtschaftliche Zurechnung m\u00f6glich ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>2. Das Unionsrecht gibt f\u00fcr die Vorsteueraufteilung gem\u00e4\u00df Art.\u00a017 Abs.\u00a05 der Richtlinie 77\/388\/EWG (seit 1.\u00a0Januar 2007: Art.\u00a0173 Abs.\u00a01 Satz\u00a01 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates \u00fcber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem vom 28.\u00a0November 2006 &#8211;MwStSystRL&#8211;) vor: Soweit Gegenst\u00e4nde und Dienstleistungen von einem Steuerpflichtigen sowohl f\u00fcr Ums\u00e4tze verwendet werden, f\u00fcr die ein Recht auf Vorsteuerabzug gem\u00e4\u00df Art.\u00a017 Abs.\u00a02 und 3 der Richtlinie 77\/388\/EWG besteht, als auch f\u00fcr Ums\u00e4tze, f\u00fcr die kein Recht auf Vorsteuerabzug besteht, darf nur der Teil der Mehrwertsteuer abgezogen werden, der auf den Betrag der erstgenannten Ums\u00e4tze &#8222;entf\u00e4llt&#8220;. Dieser Pro-rata-Satz wird nach Art.\u00a019 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.\u00a0173 Abs.\u00a01 Satz\u00a02 i.V.m. Art.\u00a0174 MwStSystRL) f\u00fcr die Gesamtheit der vom Steuerpflichtigen bewirkten Ums\u00e4tze festgelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<th rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"2\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Jedoch k\u00f6nnen die Mitgliedstaaten nach Art.\u00a017 Abs.\u00a05 Unterabs.\u00a03 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.\u00a0173 Abs.\u00a02 MwStSystRL) (&#8230;)<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\"><\/td>\n<td rowspan=\"1\" colspan=\"1\" valign=\"top\">\n<table width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>&#8222;c) dem Steuerpflichtigen gestatten oder ihn verpflichten, den Abzug je nach der Zuordnung der Gesamtheit oder eines Teils der Gegenst\u00e4nde oder Dienstleistungen vorzunehmen&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>3. Das UStG enth\u00e4lt in \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 als Zuordnungselement die &#8222;wirtschaftliche Zurechnung&#8220;. Der Teil der jeweiligen Vorsteuerbetr\u00e4ge ist nicht abziehbar, der den zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug f\u00fchrenden Ums\u00e4tzen wirtschaftlich zuzurechnen ist (\u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 UStG). Der unbestimmte Rechtsbegriff &#8222;wirtschaftliche Zurechnung&#8220; ist nach den Vorgaben des Unionsrechts auszulegen (BFH-Urteile vom 5.\u00a0September 2013 XI\u00a0R\u00a04\/10, BFHE 243, 60, BStBl II 2014, 95; vom 17.\u00a0August 2001 V\u00a0R\u00a01\/01, BFHE 196, 345, BStBl II 2002, 833, unter II.1.a, sowie vom 18.\u00a0November 2004 V\u00a0R\u00a016\/03, BFHE 208, 461, BStBl II 2005, 503, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Wenn das Gesetz den Teil der nicht abziehbaren Vorsteuerbetr\u00e4ge den Ums\u00e4tzen wirtschaftlich zurechnet, die zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug f\u00fchren, so sagt es nichts dar\u00fcber aus, in welcher Weise dies geschehen soll. Bereits nach dem Wortlaut des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 UStG sind die Vorsteuerbetr\u00e4ge deshalb nicht zwingend gegenstands- oder bereichsbezogen aufzuteilen; die Vorschrift l\u00e4sst vielmehr auch einen auf die gesamten Ums\u00e4tze des Unternehmens bezogenen Aufteilungsschl\u00fcssel zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dem so verstandenen Zuordnungselement widerspricht es nicht, wenn fr\u00fchere Fassungen des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 UStG (z.B. \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 UStG 1980 i.d.F. bis zur Aufhebung des Abs.\u00a05 durch Art.\u00a07 Nr.\u00a04 des Wohnungsbauf\u00f6rderungsgesetzes, BGBl I 1989, 2408) die Zurechnung m\u00f6glicherweise eher &#8211;verwendungsabh\u00e4ngig&#8211; auf den Gegenstand bezogen. Denn diese Vorschriften standen in einem gegen\u00fcber der aktuellen Rechtslage andersgearteten normativen Kontext. Demgegen\u00fcber ergibt sich aus \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG, dass das Gesetz mit &#8222;wirtschaftlicher Zurechnung&#8220; alle dort genannten Zuordnungsmethoden umfasst, also sowohl die Aufteilung nach den (beiden) Umsatzschl\u00fcsseln wie auch z.B. einen Fl\u00e4chenschl\u00fcssel als &#8222;andere wirtschaftliche Zurechnung&#8220;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Soweit der V.\u00a0Senat bislang ein gegenstandsbezogenes Verst\u00e4ndnis des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 UStG vertreten und auf die Nutzung des jeweiligen Gegenstandes (Geb\u00e4udes) abgestellt hat (z.B. BFH-Urteile vom 10.\u00a0Dezember 2009 V\u00a0R\u00a013\/08, BFH\/NV 2010, 960; in BFHE 196, 345, BStBl II 2002, 833, und vom 12.\u00a0M\u00e4rz 1998 V\u00a0R\u00a050\/97, BFHE 185, 530, BStBl II 1998, 525; Wagner in S\u00f6lch\/ Ringleb, Umsatzsteuer, \u00a7\u00a015 Rz\u00a0684, m.w.N.), h\u00e4lt er daran nicht mehr fest, sodass auch die Vorsteueraufteilung nach den Gesamtums\u00e4tzen des Unternehmens gem\u00e4\u00df Art.\u00a017 Abs.\u00a05 Unterabs.\u00a01 und 2 i.V.m. Art.\u00a019 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG als Methode wirtschaftlicher Zurechnung i.S. von \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz 1 UStG anzusehen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat weicht damit nicht von der Rechtsprechung des XI.\u00a0Senats im Urteil vom 13.\u00a0August 2008 XI\u00a0R\u00a053\/07 (BFH\/NV 2009, 228) ab. Dieses Urteil betrifft die Abzugsf\u00e4higkeit von Vorsteuern aus der Errichtung eines Treppenhauses und der Installation einer Fahrstuhlanlage. Die daf\u00fcr bezogenen Eingangsleistungen betrafen ausschlie\u00dflich den f\u00fcr steuerfreie Ausgangsums\u00e4tze verwendeten Wohnteil des neu errichteten Geb\u00e4udes. Der XI.\u00a0Senat entschied unter Hinweis auf die Rechtsprechung des V.\u00a0Senats, dass der Kl\u00e4ger den nach einem objektbezogenen Umsatzschl\u00fcssel ermittelten Vorsteuerabzug f\u00fcr die Fahrstuhlanlage und das Treppenhaus beanspruchen k\u00f6nne. Die daf\u00fcr angefallenen Aufwendungen geh\u00f6rten zu den Herstellungskosten eines Gegenstandes (Geb\u00e4udes), der f\u00fcr Zwecke besteuerter Ums\u00e4tze verwendet werde. Das Urteil enth\u00e4lt jedoch keine Ausf\u00fchrungen zur Zul\u00e4ssigkeit eines Vorsteuerabzugs nach den Gesamtums\u00e4tzen des Unternehmens, obwohl dieses Unternehmen unstrittig aus mehreren Mietobjekten bestand (Objekt &#8222;B&#8220; und Objekt &#8222;A-Stra\u00dfe&#8220;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Da das Unionsrecht in Art.\u00a017 Abs.\u00a05 Unterabs.\u00a01 und Art.\u00a019 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.\u00a0173 Abs.\u00a01, Art.\u00a0174 MwStSystRL) den gesamtunternehmensbezogenen Umsatzschl\u00fcssel als Regel-Aufteilungsma\u00dfstab vorschreibt, geht der Senat bei richtlinienkonformer Auslegung davon aus, dass es sich bei dem Gesamtumsatzschl\u00fcssel um eine sachgerechte Aufteilungsmethode i.S. von \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 S\u00e4tze\u00a01 bis 3 UStG handelt (BFH-Urteil in BFHE 208, 461, BStBl II 2005, 503, unter II.3.a).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach den Ausf\u00fchrungen des Senats im Vorlagebeschluss vom 22.\u00a0Juli 2010 V\u00a0R\u00a019\/09 (BFHE 231, 280, BFH\/NV 2010, 2367, unter IV.2.b) ist die Bestimmung des Pro-rata-Satzes nach dem Gesamtumsatz des Unternehmers in einer Fallkonstellation wie der des Streitfalls indes unpr\u00e4zise, da sie au\u00dfer Betracht l\u00e4sst, f\u00fcr welchen Bereich des Unternehmens die Eingangsleistungen bezogen wurden. Obwohl diese Unzul\u00e4nglichkeiten bekannt waren, als Art.\u00a017 Abs.\u00a05 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.\u00a0173 MwStSystRL) geschaffen wurde, ist der Umsatzschl\u00fcssel nicht verworfen, sondern den Mitgliedstaaten zur Vermeidung von Ungleichm\u00e4\u00dfigkeiten gestattet worden, spezielle Pro-rata-S\u00e4tze zu regeln (vgl. dazu Birkenfeld in Umsatzsteuer-Berater 2001, 309\u00a0ff., unter V.1.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Eine von dem Gesamtumsatzschl\u00fcssel abweichende Vorsteueraufteilung erm\u00f6glicht das Unionsrecht in den bereichs- und gegenstandsbezogenen F\u00e4llen des Art.\u00a017 Abs.\u00a05 Unterabs.\u00a03 der Richtlinie 77\/388\/EWG (entspricht Art.\u00a0173 Abs.\u00a02 MwStSystRL). Diese Regelungen sollen &#8222;f\u00fcr ganz bestimmte F\u00e4lle gelten&#8220;, da sie &#8222;unter Ber\u00fccksichtigung der Besonderheiten der jeweiligen T\u00e4tigkeit des Steuerpflichtigen darauf abzielen, es den Mitgliedstaaten zu erm\u00f6glichen, bei der Berechnung des Pro-rata-Satzes des Vorsteuerabzugs zu pr\u00e4ziseren Ergebnissen zu gelangen&#8220; (EuGH-Urteil BLC Baumarkt in UR 2012, 968, Rdnr.\u00a018; so auch EuGH-Urteil vom 18.\u00a0Dezember 2008 C-488\/07, Royal Bank of Scotland, Slg. 2008, I-10409, Rdnr.\u00a023).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Der nationale Gesetzgeber hat in \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG zwar von dieser Erm\u00e4chtigung Gebrauch gemacht (vgl. Regierungsentwurf eines Steuer\u00e4nderungsgesetzes 2003, BTDrucks 15\/1562, S.\u00a051 &#8222;zu Buchstabe d&#8220;), ist aber \u00fcber den Erm\u00e4chtigungsrahmen hinausgegangen, indem er die Ermittlung des nicht abziehbaren Teils der Vorsteuerbetr\u00e4ge nach dem Verh\u00e4ltnis der Ums\u00e4tze, die den Vorsteuerabzug ausschlie\u00dfen, zu den Ums\u00e4tzen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, nur dann f\u00fcr zul\u00e4ssig erkl\u00e4rt, wenn keine andere wirtschaftliche Zurechnung\u00a0<em>m\u00f6glich<\/em>\u00a0ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Der Senat hat daher in seinem Urteil vom 22.\u00a0August 2013 V\u00a0R\u00a019\/09 (BFHE 243, 8, BFH\/NV 2014, 278, unter II.2.) entschieden, dass \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG insoweit nicht den Erfordernissen des Unionsrechts entspricht. An dieser Begr\u00fcndung h\u00e4lt der Senat indes nicht mehr in vollem Umfang fest, sondern erg\u00e4nzt sie um folgende Erw\u00e4gungen: Wie die Auslegung des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 UStG zeigt (siehe oben unter II.3.a), weicht das Gesetz nicht in allen F\u00e4llen von dem auf die Gesamtums\u00e4tze des Unternehmens bezogenen Pro-rata-Satz nach Art.\u00a017 Abs.\u00a05 Unterabs.\u00a01 und 2 i.V.m. Art.\u00a019 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.\u00a0173 Abs.\u00a01, Art.\u00a0174 MwStSystRL) ab. Es l\u00e4sst in \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a01 UStG eine derartige Aufteilung implizit zu, beschr\u00e4nkt sie aber in \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG auf F\u00e4lle, in denen keine andere wirtschaftliche Zurechnung m\u00f6glich ist. Was &#8222;m\u00f6glich&#8220; ist, muss indes richtlinienkonform ausgelegt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>4. Ist nach dem EuGH-Urteil BLC Baumarkt in UR 2012, 968 (Leitsatz sowie Rdnrn.\u00a018 und 24) die Ermittlung des Pro-rata-Satzes f\u00fcr den Abzug von Vorsteuern vorrangig nach einem &#8211;von den Umsatzmethoden abweichenden&#8211; Aufteilungsschl\u00fcssel zul\u00e4ssig, wenn sich dieser Aufteilungsschl\u00fcssel auf einen &#8222;bestimmten Umsatz&#8220; bezieht und die herangezogene Methode eine &#8222;pr\u00e4zisere Bestimmung&#8220; des Pro-rata-Satzes des Vorsteuerabzugs als die Bestimmung anhand der Umsatzmethode gew\u00e4hrleistet, so gilt danach f\u00fcr die richtlinienkonforme Auslegung des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG: Eine Ermittlung des nicht abziehbaren Teils der Vorsteuerbetr\u00e4ge nach dem Verh\u00e4ltnis der Ums\u00e4tze, die den Vorsteuerabzug ausschlie\u00dfen, zu den Ums\u00e4tzen, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, ist nur zul\u00e4ssig, wenn keine andere &#8212;<em>pr\u00e4zisere<\/em>&#8212; wirtschaftliche Zurechnung m\u00f6glich ist. Soweit der Senat mit Urteil in BFHE 243, 8, BFH\/NV 2014, 278 (Leitsatz\u00a01) die Vorschriften des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 UStG weitergehend teleologisch reduziert hat, indem sie nur Vorsteuerbetr\u00e4ge erfassen, die zugleich nach \u00a7\u00a015a UStG berichtigungspflichtig sind, h\u00e4lt er daran nicht fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Nach Auffassung des EuGH (im Urteil BLC Baumarkt in UR 2012, 968, Leitsatz sowie unter Rdnr.\u00a019) k\u00f6nnen die Mitgliedstaaten zum Zwecke der Berechnung des Pro-rata-Satzes f\u00fcr den Abzug der Vorsteuern aus einem bestimmten Umsatz &#8222;wie der Errichtung eines gemischt genutzten Geb\u00e4udes&#8220; vorrangig einen anderen Aufteilungsschl\u00fcssel als den auf die Gesamtums\u00e4tze des Unternehmens bezogenen Umsatzschl\u00fcssel nach Art.\u00a019 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG (Art.\u00a0174 MwStSystRL) vorschreiben. Der Streitfall betrifft die Errichtung eines gemischt genutzten Geb\u00e4udes und f\u00e4llt damit ersichtlich in den Anwendungsbereich des \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Der Fl\u00e4chenschl\u00fcssel als andere wirtschaftliche Zurechnung nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG beruht auf Art.\u00a017 Abs.\u00a05 Unterabs.\u00a03 Buchst.\u00a0c der Richtlinie 77\/388\/EWG und ist objektbezogen. Als solcher erm\u00f6glicht dieser Aufteilungsschl\u00fcssel\u00a0\u00a0\u00a0in der Regel\u00a0\u00a0\u00a0eine &#8222;pr\u00e4zisere&#8220; Bestimmung des Pro-rata-Satzes als die Aufteilung der Vorsteuerbetr\u00e4ge nach den Gesamtums\u00e4tzen des Unternehmens (Art.\u00a019 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG, Art.\u00a0174 MwStSystRL). Zur weiteren Begr\u00fcndung verweist der Senat auf seine Ausf\u00fchrungen im Urteil in BFHE 243, 8, BFH\/NV 2014, 278 (Rz\u00a041). Der Fl\u00e4chenschl\u00fcssel schlie\u00dft deshalb gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG als im Regelfall pr\u00e4zisere m\u00f6gliche Zurechnung die Umsatzschl\u00fcssel aus, und zwar sowohl den gesamtunternehmensbezogenen wie auch den objektbezogenen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Die Vorsteuerbetr\u00e4ge sind aber nicht nach dem Verh\u00e4ltnis der Fl\u00e4chen aufteilbar, wenn die Ausstattung der R\u00e4umlichkeiten, die verschiedenen Zwecken dienen (z.B. wegen der H\u00f6he der R\u00e4ume, der Dicke der W\u00e4nde und Decken oder in Bezug auf die Innenausstattung) erhebliche Unterschiede aufweist (vgl. BFH-Urteil vom 12.\u00a0M\u00e4rz 1992 V\u00a0R\u00a070\/87, BFHE 168, 447, BStBl II 1992, 755; vgl. hierzu auch BFH-Beschluss vom 21.\u00a0Mai 1987 V\u00a0S\u00a011\/85, BFH\/NV 1987, 536, unter II.2.; BFH-Urteil vom 20.\u00a0Juli 1988 X\u00a0R\u00a08\/80, BFHE 154, 255, BStBl II 1988, 1012, Abschn. 208 Abs.\u00a02 Satz\u00a09 der Umsatzsteuer-Richtlinien 2000 und Abschn. 15.17. Abs.\u00a07 Satz\u00a06 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses &#8211;UStAE&#8211;). In solchen F\u00e4llen kann nicht davon ausgegangen werden, dass sich die Eingangsbez\u00fcge gleichm\u00e4\u00dfig auf die Fl\u00e4che verteilen, sodass der Fl\u00e4chenschl\u00fcssel sich nicht als genauere Aufteilung erweist. Da das Geb\u00e4ude als der herzustellende oder der hergestellte Gegenstand endg\u00fcltiges Zuordnungsobjekt ist, m\u00fcssen in die Vorsteueraufteilung nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 UStG s\u00e4mtliche der Herstellung des Geb\u00e4udes dienenden Aufwendungen einbezogen werden (BFH-Urteile vom 28.\u00a0September 2006 V\u00a0R\u00a043\/03, BFHE 215, 335, BStBl II 2007, 417, Leitsatz\u00a03, sowie vom 22.\u00a0November 2007 V\u00a0R\u00a043\/06, BFHE 219, 450, BStBl II 2008, 770; Abschn. 15.17. Abs.\u00a05 UStAE).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Ist keine pr\u00e4zisere wirtschaftliche Zurechnung durch den Fl\u00e4chenschl\u00fcssel m\u00f6glich, gilt der Umsatzschl\u00fcssel. \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG regelt nicht ausdr\u00fccklich, ob sich das dort bestimmte Verh\u00e4ltnis &#8211;wie der Pro-rata-Satz nach Art.\u00a017 Abs.\u00a05 Unterabs.\u00a01 und 2 sowie Art.\u00a019 Abs.\u00a01 der Richtlinie 77\/388\/EWG (entspricht Art.\u00a017 Abs.\u00a01 Satz\u00a01, Art.\u00a0174 MwStSystRL)&#8211; an dem Gesamtbetrag der Ums\u00e4tze des Unternehmens oder an den Ums\u00e4tzen des einzelnen Objekts orientiert. Um den Pro-rata-Satz des Vorsteuerabzugs &#8222;m\u00f6glichst pr\u00e4zise&#8220; zu berechnen (EuGH-Urteil BLC Baumarkt in UR 2012, 968, Rdnr.\u00a023), gilt die Methode, die eine genauere Aufteilung erm\u00f6glicht. Die Vorsteuerbetr\u00e4ge sind dann anhand des objektbezogenen Umsatzschl\u00fcssels aufzuteilen, wenn sie den Gegenstand selbst &#8211;wie hier das Geb\u00e4ude&#8211; betreffen und die objektbezogene gegen\u00fcber einer gesamtumsatzbezogenen Aufteilung genauer ist, weil ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zu den Ausgangsums\u00e4tzen durch Verwendung (Nutzung) dieses Geb\u00e4udes besteht (z.B. durch Vermietung) und es nicht um seine Verwendung f\u00fcr Ums\u00e4tze des gesamten Unternehmens (wie z.B. bei einem Verwaltungsgeb\u00e4ude, vgl. dazu Abschn. 15.17. Abs.\u00a03 Satz\u00a04 i.V.m. Abs.\u00a01 Satz\u00a02 Nr.\u00a03 UStAE) geht. Im letzteren Fall geh\u00f6ren die Aufwendungen zur Herstellung des Geb\u00e4udes zu den allgemeinen Aufwendungen des Unternehmers und h\u00e4ngen direkt und unmittelbar mit seiner wirtschaftlichen Gesamtt\u00e4tigkeit zusammen. Dies rechtfertigt es auch, Vorsteuerbetr\u00e4ge nach dem allgemeinen Umsatzschl\u00fcssel gesamtumsatzbezogen aufzuteilen (BFH-Urteil vom 24.\u00a0April 2013 XI\u00a0R\u00a025\/10, BFHE 241, 451, BStBl II 2014, 346, Rz 27, 28; so jetzt auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 10.\u00a0April 2014, BStBl I 2014, 802; Abschn.\u00a015.16. Abs.\u00a02a UStAE).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>5. Das Urteil des FG widerspricht diesen Ma\u00dfst\u00e4ben und ist deshalb aufzuheben. Die Vorsteuerbetr\u00e4ge, um die es hier geht, sind gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG aufzuteilen. Mangels Spruchreife ist die Sache an das FG zur\u00fcckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Das FG ist bei seiner Entscheidung rechtsfehlerhaft davon ausgegangen, dass \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG bei der Errichtung eines gemischt genutzten Geb\u00e4udes wegen Richtlinienwidrigkeit nicht anwendbar ist und sich der Unternehmer daher auf die f\u00fcr ihn g\u00fcnstigere Anwendung des Umsatzschl\u00fcssels nach Art.\u00a017 Abs.\u00a05 i.V.m. Art.\u00a019 der Richtlinie 77\/388\/EWG berufen kann. Nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 Satz\u00a03 UStG sind die Vorsteuerbetr\u00e4ge nur dann nach Umsatzschl\u00fcssel zu verteilen, wenn keine andere pr\u00e4zisere wirtschaftliche Zuordnung m\u00f6glich ist. Ob diese Voraussetzungen vorliegen, hat das FG nicht gepr\u00fcft.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Die Sache ist nicht spruchreif und deshalb zum Nachholen der erforderlichen Feststellungen an das FG zur\u00fcckzuverweisen. Nach den Feststellungen des FG hat das FA den Vorsteuerabzug dahingehend korrigiert, dass es die insgesamt angefallenen Vorsteuerbetr\u00e4ge von 82.075,79\u00a0EUR um direkt dem Erd- und Obergeschoss zugeordnete Vorsteuerbetr\u00e4ge vermindert und nur die verbliebenen 39.256,79\u00a0EUR nach dem steuerpflichtig vermieteten Fl\u00e4chenanteil von &#8211;unstrittig&#8211; 52,8\u00a0% aufgeteilt hat. Wie das FG zu Recht entschieden hat, sind in die Vorsteueraufteilung nach \u00a7\u00a015 Abs.\u00a04 UStG jedoch s\u00e4mtliche der Herstellung des Geb\u00e4udes dienenden Aufwendungen einzubeziehen. Ob die Vorsteuerbetr\u00e4ge insgesamt nach dem (objektbezogenen) Umsatzschl\u00fcssel aufzuteilen sind und deshalb statt der im angegriffenen Umsatzsteuerbescheid 2004 bereits ber\u00fccksichtigten 49.939\u00a0EUR nach der Vorentscheidung weitere Vorsteuerbetr\u00e4ge von 9.813\u00a0EUR abzuziehen sind, h\u00e4ngt davon ab, ob die Voraussetzungen f\u00fcr die Anwendbarkeit des Umsatzschl\u00fcssels vorliegen. Ob dies der Fall ist, hat das FG auf der Grundlage seiner Rechtsauffassung nicht gepr\u00fcft. Hierf\u00fcr k\u00f6nnten jedoch die im Rahmen der Umsatzsteuer-Sonderpr\u00fcfung (Anhang 4 bis 10) getroffenen Feststellungen zur erheblich voneinander abweichenden H\u00f6he der Baukosten f\u00fcr die beiden Geschosse sprechen. Das FG wird dem in einer neuen Verhandlung und Entscheidung nachzugehen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der V. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 7. Mai 2014 (V R 1\/10) seine bisherige Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 22. August 2013 &#8211; V R 19\/09) best\u00e4tigt, wonach sich bei der Errichtung eines gemischt genutzten Geb\u00e4udes die Vorsteueraufteilung im Regelfall nach dem objektbezogenen Fl\u00e4chenschl\u00fcssel richtet. 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