{"id":41089,"date":"2014-07-12T00:27:04","date_gmt":"2014-07-11T22:27:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41089"},"modified":"2014-07-12T00:27:04","modified_gmt":"2014-07-11T22:27:04","slug":"operation-ermis-70-000-gefaelschte-produkte-bei-gemeinsamer-zollaktion-der-eu-sichergestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/operation-ermis-70-000-gefaelschte-produkte-bei-gemeinsamer-zollaktion-der-eu-sichergestellt\/","title":{"rendered":"Operation ERMIS: 70.000 gef\u00e4lschte Produkte bei gemeinsamer Zollaktion der EU sichergestellt"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #298783;\">Bei einem Gro\u00dfeinsatz des Zolls unter der Bezeichnung &#8222;ERMIS&#8220; sind \u00fcber 70.000 gef\u00e4lschte Produkte sichergestellt worden. Schwerpunkt dieser gemeinsamen Zollaktion (GZA) war der Post- und Kurierverkehr, um in Kleinsendungen verschickte Plagiate aufzusp\u00fcren. ERMIS wurde von der griechischen Zollverwaltung und dem Europ\u00e4ischen Amt f\u00fcr Betrugsbek\u00e4mpfung (OLAF) durchgef\u00fchrt, und auch Zollexperten der Kommission und der Mitgliedstaaten sowie der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Montenegros, Serbiens und der T\u00fcrkei waren daran beteiligt. Die Bilanz des Einsatzes wurde in einer Abschlussbesprechung in Athen vorgestellt und wird europaweit ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">\nDazu Algirdas Semeta, EU-Kommissar f\u00fcr Steuern, Zollunion, Audit und Betrugsbek\u00e4mpfung: &#8222;Die Operation ERMIS ist ein weiterer Beleg f\u00fcr die enormen Vorteile, die sich aus der Zusammenarbeit bei der Eind\u00e4mmung uns alle betreffender Risiken ergeben. Nachgeahmte Waren gef\u00e4hrden die Verbraucher und f\u00fcgen den Unternehmen Schaden zu. Eine enge Zusammenarbeit, ein effizienter Informationsaustausch und wirksame zielgerichtete Ma\u00dfnahmen unter Mitwirkung aller Vollzugsbeh\u00f6rden sind entscheidend, um derer habhaft zu werden, die F\u00e4lschungen illegal einf\u00fchren. Die Operation diente genau diesem Ziel und hat gezeigt, welch hervorragende Ergebnisse wir auf diese Weise erzielen k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Die GZA ERMIS fand im M\u00e4rz 2014 statt. Die Zollbeh\u00f6rden f\u00fchrten verst\u00e4rkte Kontrollen durch und tauschten Erkenntnisse \u00fcber Pakete aus, die aus Drittl\u00e4ndern auf dem Postweg in die EU gelangten. Im Verlauf der Operation wurden bei 634 Beschlagnahmen insgesamt 70.000 Plagiate sichergestellt. Die Warenpalette reichte von Mobiltelefonen, Sonnenbrillen und kleinen Autoersatzteilen bis hin zu Arzneimitteln und pharmazeutischen Produkten, wobei sich herausstellte, dass der \u00fcberwiegende Teil aus Fernost stammte. Plagiate dieser Art k\u00f6nnen eine Gefahr f\u00fcr die Verbraucher darstellen, da sie in der Regel nicht nach den geltenden Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften hergestellt werden. Au\u00dferdem wird durch den Handel mit Plagiaten der rechtm\u00e4\u00dfige Handel gef\u00e4hrdet. In weiteren 210 F\u00e4llen sichergestellte Waren mussten von den Zollbeamten wieder freigegeben werden wegen mangelnder Zusammenarbeit der Rechteinhaber, die es vers\u00e4umten, zur Identifizierung der Waren zu erscheinen und zu best\u00e4tigen, dass es sich um F\u00e4lschungen handelt. Die Beteiligten an der Operation erinnerten daran, dass die Kooperationsbereitschaft der privaten Unternehmen eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg solcher Zollaktionen ist, da nur der Rechteinhaber nachweisen kann, dass die beschlagnahmte Ware unecht ist.<\/p>\n<p>ERMIS kn\u00fcpft an fr\u00fchere, von OLAF koordinierte GZA (FAKE, SIROCCO, DIABOLO I und DIABOLO II) zur Eind\u00e4mmung der illegalen Einfuhr gef\u00e4lschter Waren an. Gemeinsame Zollaktionen dieser Art tragen zu neuen Erkenntnissen und einer st\u00e4rkeren grenz\u00fcbergreifenden Zusammenarbeit bei und erm\u00f6glichen es, Gebiete mit erh\u00f6htem Schmuggelrisiko genauer ins Visier zu nehmen. Dar\u00fcber hinaus sind den Haushalten der EU und der Mitgliedstaaten durch die gemeinsame Zollaktion und die hohe Zahl der Beschlagnahmen einmal mehr Einbu\u00dfen durch entgangene Zollabgaben und Steuern erspart geblieben.<\/p>\n<p><strong style=\"color: inherit;\">Hintergrund<\/strong><br \/>\nDas Europ\u00e4ische Amt f\u00fcr Betrugsbek\u00e4mpfung (OLAF) hat einen dreifachen Auftrag: Erstens sch\u00fctzt es die finanziellen Interessen der Europ\u00e4ischen Union durch die Untersuchung von Betrug, Korruption und anderen rechtswidrigen Handlungen. Zweitens untersucht es schwerwiegendes Fehlverhalten von Mitgliedern und Bediensteten der EU-Organe und -Einrichtungen im Zusammenhang mit der Wahrnehmung ihrer Aufgaben, das disziplinarische oder strafrechtliche Verfahren nach sich ziehen kann. Dar\u00fcber hinaus unterst\u00fctzt es die EU-Organe, insbesondere die Europ\u00e4ische Kommission, bei der Entwicklung und Umsetzung von Rechtsvorschriften und Strategien zur Betrugsbek\u00e4mpfung.<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">EU-Kommission, Pressemitteilung vom 08.07.2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei einem Gro\u00dfeinsatz des Zolls unter der Bezeichnung &#8222;ERMIS&#8220; sind \u00fcber 70.000 gef\u00e4lschte Produkte sichergestellt worden. Schwerpunkt dieser gemeinsamen Zollaktion (GZA) war der Post- und Kurierverkehr, um in Kleinsendungen verschickte Plagiate aufzusp\u00fcren. 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