{"id":41186,"date":"2014-07-26T08:17:13","date_gmt":"2014-07-26T06:17:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41186"},"modified":"2014-07-26T08:17:13","modified_gmt":"2014-07-26T06:17:13","slug":"steuerbare-leistungen-eines-sportvereins","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/steuerbare-leistungen-eines-sportvereins\/","title":{"rendered":"Steuerbare Leistungen eines Sportvereins"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #298783;\">BFH, Pressemitteilung Nr. 53\/14 vom 23.07.2014 zum Urteil V R 4\/13 vom 20.03.2014<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">\nSteuerbeg\u00fcnstigte K\u00f6rperschaften d\u00fcrfen ihre Leistungen im Bereich der sog. Verm\u00f6gensverwaltung nach einem Urteil des V. Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20. M\u00e4rz 2014 V R 4\/13 nicht dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterwerfen. Im Streitfall hatte ein gemeinn\u00fctziger Radsportverein u. a. Sportanlagen entgeltlich an Vereinsmitglieder \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Die Verm\u00f6gensverwaltung gemeinn\u00fctziger Sportvereine unterlag nach bisheriger Praxis dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz (vgl. \u00a7 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a des Umsatzsteuergesetzes). Dies war allerdings nicht mit dem Unionsrecht vereinbar, das die Anwendung des erm\u00e4\u00dfigten Steuersatzes f\u00fcr gemeinn\u00fctzige K\u00f6rperschaften nur dann zul\u00e4sst, wenn es sich um Leistungen f\u00fcr wohlt\u00e4tige Zwecke oder im Bereich der sozialen Sicherheit handelt. Die Verm\u00f6gensverwaltung geh\u00f6rt ebenso wie die \u00dcberlassung von Sportanlagen oder die sportliche Bet\u00e4tigung zu keinem dieser Bereiche.<\/p>\n<p>Der BFH legt den Begriff der Verm\u00f6gensverwaltung nunmehr f\u00fcr die Umsatzsteuer einschr\u00e4nkend dahingehend aus, dass es sich um nichtunternehmerische (nichtwirtschaftliche) T\u00e4tigkeiten handeln muss. Damit hat &#8222;Verm\u00f6gensverwaltung&#8220; bei Anwendung des erm\u00e4\u00dfigten Steuersatzes keinerlei Bedeutung mehr: \u00dcberlassen gemeinn\u00fctzige Sportvereine ihre Sportanlagen entgeltlich an Mitglieder, z. B. auch in Form eines Mitgliedsbeitrages, so ist diese nach nationalem Recht steuerpflichtige Leistung keine Verm\u00f6gensverwaltung; sie unterliegt daher dem Regelsteuersatz. Allerdings sind gemeinn\u00fctzige Sportvereine berechtigt, sich gegen die Steuerpflicht auf das Unionsrecht zu berufen. Danach ist anders als nach nationalem Recht auch die \u00dcberlassung von Sportanlagen durch Einrichtungen ohne Gewinnstreben steuerfrei, so dass sich die Frage nach dem Steuersatz er\u00fcbrigt. Das BFH-Urteil ist nur f\u00fcr die Sportvereine bedeutsam, die ihre gegen Beitragszahlung erbrachten Leistungen versteuern (wollen), um dann auch den Vorsteuerabzug in Anspruch nehmen zu k\u00f6nnen. \u00dcber den Sportbereich hinaus kann das Urteil auch dazu f\u00fchren, dass steuerpflichtige Leistungen, die steuerbeg\u00fcnstigte K\u00f6rperschaften &#8211; z. B. bei der Gestattung der Namensnutzung zu Werbezwecken oder als Duldungsleistungen &#8211; an Sponsoren erbringen, nunmehr dem Regelsteuersatz unterliegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BFH, Pressemitteilung Nr. 53\/14 vom 23.07.2014 zum Urteil V R 4\/13 vom 20.03.2014 Steuerbeg\u00fcnstigte K\u00f6rperschaften d\u00fcrfen ihre Leistungen im Bereich der sog. Verm\u00f6gensverwaltung nach einem Urteil des V. Senats des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 20. M\u00e4rz 2014 V R 4\/13 nicht dem erm\u00e4\u00dfigten Steuersatz unterwerfen. Im Streitfall hatte ein gemeinn\u00fctziger Radsportverein u. a. 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