{"id":41278,"date":"2014-07-30T11:57:10","date_gmt":"2014-07-30T09:57:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41278"},"modified":"2014-07-30T11:57:10","modified_gmt":"2014-07-30T09:57:10","slug":"gesellschafterdarlehen-abgeltungsteuer-fuer-zinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/gesellschafterdarlehen-abgeltungsteuer-fuer-zinsen\/","title":{"rendered":"Gesellschafterdarlehen: Abgeltungsteuer f\u00fcr Zinsen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Gesellschafterdarlehen: Abgeltungsteuer f\u00fcr Zinsen?<\/b><\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Kernaussage<\/b><br \/>\nZinsen aus Gesellschafterdarlehen unterliegen nicht der Abgeltungsteuer. Die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit dieser Ausnahmeregelung von der Abgeltungsteuer wurde erneut gerichtlich best\u00e4tigt.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Sachverhalt<\/b><br \/>\nDie Beteiligten stritten dar\u00fcber, ob die Abgeltungssteuer auf Zinsen anzuwenden ist, die eine GmbH-Gesellschafterin auf Darlehen erh\u00e4lt, die sie der GmbH einger\u00e4umt hat. Im Bescheid \u00fcber die Einkommensteuer des Jahres 2009 wurden die Zinsertr\u00e4ge aus dem Gesellschafterdarlehen als Einnahmen aus Kapitalverm\u00f6gen erfasst und der tariflichen Einkommensteuer unterworfen. Gegen diesen Bescheid legte die Kl\u00e4gerin Einspruch ein und forderte eine Besteuerung der Ertr\u00e4ge mit der Abgeltungssteuer. Das Finanzamt wies den Einspruch zur\u00fcck. Zur Begr\u00fcndung verwies es auf den Ausnahmetatbestand von der Abgeltungssteuer, wonach Zinseinnahmen nicht der Abgeltungssteuer zu unterwerfen sind, wenn die Zinsen von einer Kapitalgesellschaft an einen Anteilseigner entrichtet w\u00fcrden, der zu mindestens 10 % an der Gesellschaft beteiligt sei. Die Kl\u00e4gerin hielt einen Anteil von 50 % an der Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Entscheidung<\/b><br \/>\nDie M\u00fcnsteraner Finanzrichter folgten dem Finanzamt und bejahten die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der Ausnahmeregelung. Insbesondere liege kein Versto\u00df gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des\u00a0Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz\u00a0vor. Alle F\u00e4lle, in denen Gesellschafter Einfluss auf die Darlehensaufnahme von Gesellschaften haben, w\u00fcrden steuerlich gleich behandelt. F\u00fcr die unterschiedliche Behandlung von Darlehenszinsen, die an fremde Dritte und an Gesellschafter gezahlt werden, gebe es sachliche Gr\u00fcnde, die die unterschiedlichen Rechtsfolgen rechtfertigten.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Konsequenz<\/b><br \/>\nDie Entscheidung \u00fcberrascht nicht. Die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit der Ausnahmetatbest\u00e4nde von der Abgeltungssteuer war in anderen Entscheidungen bereits nicht bezweifelt worden. Das Finanzgericht hat die Revision vor dem Bundesfinanzhof zugelassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gesellschafterdarlehen: Abgeltungsteuer f\u00fcr Zinsen? Kernaussage Zinsen aus Gesellschafterdarlehen unterliegen nicht der Abgeltungsteuer. Die Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit dieser Ausnahmeregelung von der Abgeltungsteuer wurde erneut gerichtlich best\u00e4tigt. Sachverhalt Die Beteiligten stritten dar\u00fcber, ob die Abgeltungssteuer auf Zinsen anzuwenden ist, die eine GmbH-Gesellschafterin auf Darlehen erh\u00e4lt, die sie der GmbH einger\u00e4umt hat. 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