{"id":41591,"date":"2014-09-01T09:14:18","date_gmt":"2014-09-01T07:14:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41591"},"modified":"2014-09-01T09:14:18","modified_gmt":"2014-09-01T07:14:18","slug":"abschreibung-fuer-paechtereinbauten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/abschreibung-fuer-paechtereinbauten\/","title":{"rendered":"Abschreibung f\u00fcr P\u00e4chtereinbauten"},"content":{"rendered":"<p><b>Abschreibung f\u00fcr P\u00e4chtereinbauten<\/b><\/p>\n<p><b>Die Herstellungskosten f\u00fcr P\u00e4chterein- und -umbauten sind nach den Grunds\u00e4tzen der Geb\u00e4udeabschreibung abzuschreiben. Auch ein entsch\u00e4digungsloser \u00dcbergang der Ein- und Umbauten bei Pachtende rechtfertigt keine Abschreibung auf die tats\u00e4chlich k\u00fcrzere Pachtdauer.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><br \/>\nDie Kl\u00e4gerin pachtete Ende 2002 f\u00fcr die Dauer von 17 Jahren ein sanierungsbed\u00fcrftiges Wohngeb\u00e4ude (Gutshaus), auf dem u. a. eine Pension entstehen sollte. Vereinbart war weiter, dass mit Vertragsablauf alle P\u00e4chtereinbauten entsprechend vorhandener Restwerte gegen Entgelt an den Verp\u00e4chter \u00fcbergehen sollten.<\/p>\n<p>In den Jahren 2003 und 2004 errichtete die Kl\u00e4gerin in dem Geb\u00e4ude auf eigene Kosten u. a. 4 Ferienwohnungen und 8 G\u00e4stezimmer und schrieb diese entsprechend der Pachtdauer ab. Das Finanzamt vertrat indes die Auffassung, dass es sich bei der von der Kl\u00e4gerin durchgef\u00fchrten Komplettsanierung des Gutshauses um sog. Mieterum- und -einbauten handelt, die nach den Grunds\u00e4tzen der Geb\u00e4udeabschreibung abzuschreiben seien und nicht nach der tats\u00e4chlichen (k\u00fcrzeren) Pachtdauer.<\/p>\n<p><b>Entscheidung<\/b><br \/>\nDas Finanzgericht entschied, dass sich die Abschreibung der von der Kl\u00e4gerin getragenen Herstellungskosten nach Geb\u00e4udegrunds\u00e4tzen richtet und im Streitfall eine k\u00fcrzere Abschreibungsdauer bezogen auf den Zeitraum der Nutzung nicht in Betracht kommt.<\/p>\n<p>Anstelle der zeitbezogenen Absetzungen k\u00f6nnen unter bestimmten Voraussetzungen zwar die der tats\u00e4chlichen Nutzungsdauer eines Geb\u00e4udes entsprechenden Abschreibungen vorgenommen werden. Hieraus kann aber nicht hergeleitet werden, dass die Herstellungskosten f\u00fcr Mietereinbauten abweichend von den f\u00fcr dieses Geb\u00e4ude ma\u00dfgebenden Abschreibungs-S\u00e4tzen nach der mutma\u00dflich k\u00fcrzeren Dauer des Pachtverh\u00e4ltnisses abgesetzt werden k\u00f6nnen. Denn das\u00a0Einkommensteuergesetzstellt ausdr\u00fccklich auf die voraussichtliche (tats\u00e4chliche) Nutzungsdauer des Geb\u00e4udes und nicht auf eine davon abweichende k\u00fcrzere Dauer des Miet-, Pacht- oder sonstigen Nutzungsverh\u00e4ltnisses ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschreibung f\u00fcr P\u00e4chtereinbauten Die Herstellungskosten f\u00fcr P\u00e4chterein- und -umbauten sind nach den Grunds\u00e4tzen der Geb\u00e4udeabschreibung abzuschreiben. Auch ein entsch\u00e4digungsloser \u00dcbergang der Ein- und Umbauten bei Pachtende rechtfertigt keine Abschreibung auf die tats\u00e4chlich k\u00fcrzere Pachtdauer. 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