{"id":41610,"date":"2014-09-01T09:39:09","date_gmt":"2014-09-01T07:39:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41610"},"modified":"2020-09-14T16:53:42","modified_gmt":"2020-09-14T14:53:42","slug":"aufbewahrung-wie-lange-duerfen-bewerberdaten-gespeichert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aufbewahrung-wie-lange-duerfen-bewerberdaten-gespeichert-werden\/","title":{"rendered":"Aufbewahrung: Wie lange d\u00fcrfen Bewerberdaten gespeichert werden?"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Aufbewahrung: Wie lange d\u00fcrfen Bewerberdaten gespeichert werden?<\/b><\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Bewerbungsunterlagen kommen per Post oder E-Mail ins Haus. Der Empf\u00e4nger bewahrt die Bewerbungen auf, bis er sich f\u00fcr einen Kandidaten entschieden hat. Und dann? Bei den meisten Unternehmen sind die personenbezogenen Daten von Bewerbern auch dann noch gespeichert, wenn sie f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen Zweck nicht mehr gebraucht werden. Doch das ist rechtlich nicht zul\u00e4ssig.<\/b><\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\">Im\u00a0Bundesdatenschutzgesetz\u00a0ist klar geregelt, dass personenbezogene Daten von Unternehmen nur befristet aufbewahrt werden d\u00fcrfen. Danach m\u00fcssen sie vernichtet bzw. gel\u00f6scht werden. Wenn also eine Stelle nicht besetzt werden kann oder der Kandidat ungeeignet ist, f\u00e4llt der Zweck &#8222;Stellenbesetzung&#8220; weg und die Daten sind zu l\u00f6schen.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Aufbewahrungsfrist von Bewerbungen liegt bei ca. 3 Monaten<\/b><br \/>\nEine gerechtfertigte Aufbewahrungsfrist liegt bei ca. 3 Monaten. In diesem Zeitraum hat das Unternehmen ausreichend Gelegenheit, ein Bewerbungsverfahren ordnungsgem\u00e4\u00df durchzuf\u00fchren. Damit sind nicht nur die Auswahlgespr\u00e4che gemeint. Der Zeitraum schlie\u00dft auch eine m\u00f6gliche Klage gegen das Unternehmen, etwa wegen Diskriminierungsvorw\u00fcrfen, ein. Denn f\u00fcr eine entsprechende Klageerhebung besteht eine Frist von 2 Monaten.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse sind zu l\u00f6schen bzw. zu vernichten<\/b><br \/>\nIst die Frist abgelaufen, sind alle Bewerberdaten zu l\u00f6schen, d. h., die Daten m\u00fcssen unkenntlich gemacht werden und d\u00fcrfen nach ihrer L\u00f6schung nicht mehr existieren. Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse etc. sind aus den E-Mail-Verwaltungsprogrammen zu l\u00f6schen bzw. Papierunterlagen im Rei\u00dfwolf zu vernichten.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>L\u00e4ngere Aufbewahrung von Bewerbungen muss schriftlich vereinbart werden<\/b><br \/>\nWill ein Unternehmen die Bewerbungsunterlagen l\u00e4nger aufbewahren, muss der Bewerber seine Einwilligung dazu geben. Dies kann z. B. dadurch erfolgen, dass ein Bewerber in seinem Anschreiben mitteilt, dass seine Daten f\u00fcr einen m\u00f6glichen sp\u00e4teren Kontakt gespeichert werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\">M\u00f6chte das Unternehmen sich die M\u00f6glichkeit offen halten, sp\u00e4ter erneut auf den Bewerber zukommen zu k\u00f6nnen, um ihm eine andere Stelle anzubieten, muss das Unternehmen schriftlich um die Einwilligung dazu beim Bewerber nachfragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufbewahrung: Wie lange d\u00fcrfen Bewerberdaten gespeichert werden? Bewerbungsunterlagen kommen per Post oder E-Mail ins Haus. Der Empf\u00e4nger bewahrt die Bewerbungen auf, bis er sich f\u00fcr einen Kandidaten entschieden hat. Und dann? 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