{"id":41631,"date":"2014-09-02T09:22:32","date_gmt":"2014-09-02T07:22:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41631"},"modified":"2020-09-14T16:54:48","modified_gmt":"2020-09-14T14:54:48","slug":"1-halbjahr-2014-staat-erzielt-ueberschuss-von-161-mrd-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/1-halbjahr-2014-staat-erzielt-ueberschuss-von-161-mrd-euro\/","title":{"rendered":"1. Halbjahr 2014: Staat erzielt \u00dcberschuss von 16,1 Mrd. Euro"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #298783;\">Der Staat erzielte im ersten Halbjahr 2014 nach vorl\u00e4ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Finanzierungs\u00fcberschuss von 16,1 Mrd. Euro. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen (1.425,8 Mrd. Euro) errechnet sich daraus eine Quote von +1,1 %. Die Haushalte von Bund, L\u00e4ndern, Gemeinden und Sozialversicherung konnten damit von einer sehr g\u00fcnstigen Besch\u00e4ftigungssituation profitieren.<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">\nMit einem \u00dcberschuss von 4,0 Mrd. Euro gelang es dem Bund erstmals seit 1991 in der ersten H\u00e4lfte eines Jahres ein positives Ergebnis zu erzielen. Die L\u00e4nder verfehlten mit einem Defizit von 0,2 Mrd. Euro nur knapp einen ausgeglichenen Haushalt. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (+ 1,3 Mrd. Euro) erzielten die L\u00e4nder somit ein leicht schlechteres Ergebnis. Der \u00dcberschuss der Gemeinden belief sich auf 5,3 Mrd. Euro und fiel im Vorjahresvergleich um knapp 1 Mrd. Euro niedriger aus. Der \u00dcberschuss der Sozialversicherung erh\u00f6hte sich im ersten Halbjahr 2014 deutlich auf 7,1 Mrd. Euro, nachdem der \u00dcberschuss im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch bei 3,9 Mrd. Euro gelegen hatte.<\/p>\n<p>Die Einnahmen des Staates erh\u00f6hten sich im ersten Halbjahr 2014 auf 636,9 Mrd. Euro und waren um 21,2 Mrd. Euro h\u00f6her (+3,4 %) als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben des Staates stiegen zwar ebenfalls merklich, der Anstieg blieb jedoch sp\u00fcrbar hinter der Entwicklung der Einnahmen zur\u00fcck. Die Ausgaben nahmen im ersten Halbjahr 2014 um 14,9 Mrd. Euro (+2,5 %) auf 620,8 Mrd. Euro zu.<\/p>\n<p>Die wichtigste Einnahmequelle des Staates sind die Steuern, die mit 329,5 Mrd. Euro gut die H\u00e4lfte der gesamten Einnahmen ausmachen. Der Zuwachs bei den Steuereinnahmen blieb mit +3,0 % im ersten Halbjahr 2014 hoch, wobei der Anstieg bei den Einkommen- und Verm\u00f6gensteuern (+3,1 %) leicht h\u00f6her ausgefallen ist als bei den Produktions- und Importabgaben (+2,9 %). Innerhalb der Einkommen- und Verm\u00f6gensteuern waren im ersten Halbjahr 2014 \u00fcberdurchschnittliche Zuw\u00e4chse bei der Lohnsteuer (+5,0 %) und vor allem bei der veranlagten Einkommensteuer (+8,3 %) zu verzeichnen, w\u00e4hrend die Einnahmen aus der Gewerbesteuer (-1,1 %), der Kapitalertragsteuer (-1,0 %) sowie insbesondere der K\u00f6rperschaftsteuer (-6,8 %) r\u00fcckl\u00e4ufig waren. Der Anstieg bei den Produktions- und Importabgaben resultiert insbesondere aus einem um 3,7 % gestiegenen Mehrwertsteueraufkommen, w\u00e4hrend die Einnahmen aus den sonstigen Produktionsabgaben vor allem wegen der geringeren Einnahmen aus der Kernbrennstoffsteuer um 2,2 % zur\u00fcckgegangen sind. Die Sozialbeitr\u00e4ge an den Staat sind um 3,4 % auf 233,7 Mrd. Euro ebenfalls merklich angestiegen. Am deutlichsten erh\u00f6hten sich jedoch die Einnahmen des Staates aufgrund empfangener Aussch\u00fcttungen, die sich nahezu verdoppelten (+98 %). Ursache hierf\u00fcr ist eine deutlich gestiegene Aussch\u00fcttung der Bundesbank an den Bund, die sich im ersten Halbjahr 2014 auf 4,6 Mrd. Euro belief, nach rund 600 Mio. Euro im gleichen Vorjahreszeitraum.<\/p>\n<p>Die Ausgaben des Staates erh\u00f6hten sich im ersten Halbjahr 2014 um 2,5 % auf 620,8 Mrd. Euro. Leicht unterdurchschnittlich verlief dabei mit +1,7 % der Anstieg bei den monet\u00e4ren Sozialleistungen, dem mit deutlichem Abstand gr\u00f6\u00dften Ausgabenblock des Staates. H\u00f6here Ausgabenzuw\u00e4chse waren bei den vom Staat gezahlten Arbeitnehmerentgelt (+2,9 %), den sozialen Sachleistungen (+5,3 %) und den Bruttoinvestitionen (+16,5 %) zu verzeichnen. Deutlich r\u00fcckl\u00e4ufig waren dagegen im ersten Halbjahr 2014 die Ausgaben des Staates f\u00fcr zu zahlende Zinsen (-,3 %).<\/p>\n<p>Bei den Angaben handelt es sich erstmalig um Daten in der Abgrenzung des Europ\u00e4ischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG) 2010. Diese Angaben weichen aufgrund konzeptioneller Unterschiede von den bisher nach ESVG 1995 ver\u00f6ffentlichten Angaben zu den Einnahmen und Ausgaben sowie dem Finanzierungssaldo des Staates ab. \u00c4nderungen ergeben sich dabei vor allem aus einer stringenteren Staatsabgrenzung, einer Neuberechnung der Agien und Disagien bei den Zinsausgaben des Staates, der Umsetzung der neuen Regelungen zu Standardgarantien, der Behandlung von Ausgaben f\u00fcr Forschung und Entwicklung (F&amp;E) als Investitionsausgaben, der ge\u00e4nderten Darstellung der an die EU abzuf\u00fchrenden Mehrwertsteuereigenmittel und dem Wegfall der Sonderregelungen zu Swaps und Forward Rate Agreements.<\/p>\n<p>Weitere Informationen\u00a0finden Sie auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes.<\/p>\n<p class=\"keinBildUmfluss\" style=\"color: #999999;\">Quelle:\u00a0Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 01.09.2014<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Staat erzielte im ersten Halbjahr 2014 nach vorl\u00e4ufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) einen Finanzierungs\u00fcberschuss von 16,1 Mrd. 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