{"id":41679,"date":"2014-09-09T15:33:47","date_gmt":"2014-09-09T13:33:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41679"},"modified":"2014-09-09T15:33:47","modified_gmt":"2014-09-09T13:33:47","slug":"deutsche-erbschaft-schenkungsteuerregeln-verstossen-gegen-eu-recht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/deutsche-erbschaft-schenkungsteuerregeln-verstossen-gegen-eu-recht\/","title":{"rendered":"Deutsche Erbschaft-\/Schenkungsteuerregeln versto\u00dfen gegen EU-Recht"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #298783;\">Die EU-Kommission hatte Deutschland in 2012 vor dem EuGH verklagt, da sie der Auffassung war, dass der EU-Mitgliedstaat gegen EU-Recht (Art. 63 AEUV &#8211; freier Kapitalverkehr) versto\u00dfen hat. Sie kritisierte die deutschen Regelungen des \u00a7 16 Abs. 2 ErbStG (Fassung vor 2011), wonach beschr\u00e4nkt und unbeschr\u00e4nkt Steuerpflichtige einen unterschiedlich hohen Freibetrag bei der Erbschaft-\/Schenkungsteuer gew\u00e4hrt bekommen. So sahen die Bestimmungen f\u00fcr im EU-Ausland ans\u00e4ssige Erblasser und Erben einen Freibetrag von 2.000 Euro vor, wohingegen der Freibetrag zwischen 20.000 bis 500.000 Euro lag, wenn einer von beiden in Deutschland ans\u00e4ssig war. Darin sah die EU-Kommission eine Diskriminierung und Wertminderung der Erbschaft\/Schenkung von im EU-Ausland Ans\u00e4ssigen. Deutschland hatte in 2011 seine Erbschaftsteuerregelungen nach dem Urteil Mattner (<a style=\"color: #666666;\" href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=83008&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=lst&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=393051\" target=\"_blank\">C-510\/08<\/a>) angepasst, jedoch stellten sie die EU-Kommission nicht zufrieden, sodass die EU-Kommission an ihrer Klage festhielt.<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">\nDer EuGH entschied am 04.09.2014, dass die Bundesrepublik Deutschland dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 63 AEUV versto\u00dfen hat, dass sie Rechtsvorschriften erlassen und beibehalten hat, nach denen bei Anwendung der Erbschaft- und Schenkungsteuer in Bezug auf eine in Deutschland belegene Immobilie nur ein geringer Freibetrag gew\u00e4hrt wird, wenn der Erblasser zurzeit seines Todes oder der Schenker zur Zeit der Ausf\u00fchrung der Schenkung und der Erwerber zur Zeit der Entstehung der Steuer in einem anderen Mitgliedstaat ans\u00e4ssig waren, w\u00e4hrend ein wesentlich h\u00f6herer Freibetrag gew\u00e4hrt wird, wenn wenigstens einer der beiden Beteiligten zur betreffenden Zeit in Deutschland ans\u00e4ssig war.<\/p>\n<p style=\"color: #298783;\">EuGH, Urteil C-211\/13 vom 04.09.2014<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\"><a style=\"color: #666666;\" href=\"http:\/\/curia.europa.eu\/juris\/document\/document.jsf?text=&amp;docid=157360&amp;pageIndex=0&amp;doclang=DE&amp;mode=lst&amp;dir=&amp;occ=first&amp;part=1&amp;cid=303138\" target=\"_blank\">Das Urteil<\/a>\u00a0kann im Volltext hier abgerufen werden.<\/p>\n<p id=\"seitenquelle\" class=\"keinBildUmfluss\" style=\"color: #999999;\">Quelle:\u00a0DATEV eG Informationsb\u00fcro Br\u00fcssel<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hatte Deutschland in 2012 vor dem EuGH verklagt, da sie der Auffassung war, dass der EU-Mitgliedstaat gegen EU-Recht (Art. 63 AEUV &#8211; freier Kapitalverkehr) versto\u00dfen hat. 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