{"id":41762,"date":"2014-09-23T10:58:45","date_gmt":"2014-09-23T08:58:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41762"},"modified":"2014-09-23T10:58:45","modified_gmt":"2014-09-23T08:58:45","slug":"einigung-der-g20-finanzminister-auf-neue-massnahmen-gegen-steuervermeidung-durch-unternehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/einigung-der-g20-finanzminister-auf-neue-massnahmen-gegen-steuervermeidung-durch-unternehmen\/","title":{"rendered":"Einigung der G20-Finanzminister auf neue Ma\u00dfnahmen gegen Steuervermeidung durch Unternehmen"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #298783;\">Der f\u00fcr Steuerfragen zust\u00e4ndige EU-Kommissar Algirdas Semeta hat das Ma\u00dfnahmenpaket zur Bek\u00e4mpfung der internationalen Steuervermeidung durch Unternehmen begr\u00fc\u00dft, das am 21.09.2014 von den G20-Finanzministern in Cairns, Australien, gebilligt wurde. Die Minister einigten sich auf einen ersten Empfehlungskatalog, der sich einigen im Aktionsplan der OECD zur Bek\u00e4mpfung von Gewinnverk\u00fcrzung und Gewinnverlagerung (Action Plan on Base Erosion and Profit Shifting &#8211; BEPS) festgelegten Schl\u00fcsselbereichen widmet. Durch die Umsetzung der Empfehlungen soll weltweit f\u00fcr mehr Steuergerechtigkeit und einen gerechteren Wettbewerb gesorgt werden. Die EU hat sich aktiv in die Arbeit der OECD am BEPS-Aktionsplan eingebracht und bem\u00fcht sich gleichzeitig darum, ihre eigenen ehrgeizigen Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Steuervermeidung in Europa voranzubringen.<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">\n&#8222;Die heute im Rahmen der G20 vereinbarten Initiativen sind ein wichtiger Schritt in Richtung einer gerechteren und angemesseneren Besteuerung von Unternehmen weltweit. Diese Initiativen werden vielen der aggressiven Steuerpraktiken, die Unternehmen heutzutage anwenden, ein Ende bereiten und auf internationaler Ebene fairere Wettbewerbsbedingungen f\u00fcr Unternehmen gew\u00e4hrleisten. Sie werden daf\u00fcr sorgen, dass L\u00e4nder zum Schutz ihrer Steuerbemessungsgrundlagen an einem Strang ziehen und nicht gegeneinander arbeiten, wovon Unternehmen profitieren w\u00fcrden, die Steuern vermeiden wollen,&#8220; erkl\u00e4rte Kommissar Semeta.<\/p>\n<p>&#8222;Die heutigen Bekenntnisse sind jedoch nur ein erster &#8211; wenn auch bedeutender &#8211; Schritt. Bis wir den BEPS-Aktionsplan umgesetzt haben, gibt es noch viele wichtige Fragen zu kl\u00e4ren. Ich fordere unsere internationalen Partner auf, das Ziel gemeinsam mit der OECD im Auge zu behalten, damit wir die f\u00fcr 2015 vorgesehene Frist einhalten. Die EU wird sich auch weiterhin als aktiver und konstruktiver Partner am BEPS-Projekt beteiligen und sich daf\u00fcr einsetzen, dass es rasch und mit Erfolg abgeschlossen wird. Sie hat sich stets f\u00fcr den Kampf gegen Steuervermeidung stark gemacht und wird weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen &#8211; in Europa und weltweit.&#8220;<\/p>\n<p><strong style=\"color: inherit;\">Hintergrund<\/strong><br \/>\nDie von den G20-Finanzministern heute angenommenen Berichte und Empfehlungen enthalten eine Reihe wichtiger Ma\u00dfnahmen, mit denen dem Problem der internationalen Steuervermeidung entgegengewirkt werden soll. Dazu z\u00e4hlen insbesondere die Bek\u00e4mpfung bestimmter Formen der aggressiven Steuerplanung (hybride Finanzgestaltungen), das Verhindern eines Missbrauchs von Steuerabkommen und die notwendige \u00dcberarbeitung internationaler Verrechnungspreisvorschriften. Weitere wichtige Themen wie das Vorgehen gegen sch\u00e4dliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Regelungen zum Schutz der Rechte an geistigem Eigentum (z. B. Steuererm\u00e4\u00dfigungen auf Patenteinnahmen) und Steuerentscheiden werden im Laufe des n\u00e4chsten Jahres er\u00f6rtert. Ferner m\u00fcssen die Schwierigkeiten bei der Besteuerung der digitalen Wirtschaft gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Auf EU-Ebene wurden wichtige Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Steuervermeidung durch Unternehmen ergriffen, die sowohl im Einklang mit den internationalen Bem\u00fchungen in diesem Bereich stehen als auch deren Tempo vorgeben.<\/p>\n<p>Allein im vergangenen Jahr geh\u00f6rten dazu:<\/p>\n<div class=\"clearBoth\" style=\"color: #333333;\"><\/div>\n<ul style=\"color: #333333;\">\n<li style=\"color: inherit;\">die \u00dcberarbeitung der EU-Vorschriften zur Unternehmensbesteuerung: Die \u00fcberarbeitete Mutter-Tochter-Richtlinie (siehe\u00a0<a style=\"color: #666666;\" href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-13-1149_de.htm\">IP\/13\/1149<\/a>) soll verhindern, dass Unternehmen Diskrepanzen zwischen nationalen Steuersystemen ausnutzen, um Steuern zu hinterziehen. Im Juli 2014 vereinbarten die Mitgliedstaaten Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung bestimmter missbr\u00e4uchlicher Steuerpraktiken (hybride Finanzgestaltungen) und sollten sich bis Ende des Jahres auf Vorschriften zur Missbrauchsbek\u00e4mpfung einigen. Diese Vorschriften sollen gew\u00e4hrleisten, dass sich die Besteuerung nach der tats\u00e4chlichen wirtschaftlichen T\u00e4tigkeit richtet.<\/li>\n<li style=\"color: inherit;\">\u00dcberlegungen zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft: Die Kommission hat eine unabh\u00e4ngige hochrangige Expertengruppe eingerichtet, die Herausforderungen und L\u00f6sungen im Zusammenhang mit der Besteuerung der digitalen Wirtschaft pr\u00fcfen soll. Der Bericht der Gruppe wurde im Mai 2014 vorgestellt und dient als Orientierungshilfe f\u00fcr k\u00fcnftige Initiativen in diesem Bereich auf EU-Ebene (siehe\u00a0<a style=\"color: #666666;\" href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-14-604_de.htm\" target=\"_blank\">IP\/14\/604<\/a>).<\/li>\n<li style=\"color: inherit;\">das Vorgehen gegen sch\u00e4dliche Steuerregelungen: Die Kommission hat jedes ihr zur Verf\u00fcgung stehende Instrument zur Bek\u00e4mpfung sch\u00e4dlicher Steuerpraktiken in den Mitgliedstaaten genutzt: Sie hat sowohl Steuerentscheide in wettbewerbsrechtlicher Hinsicht untersucht (siehe\u00a0<a style=\"color: #666666;\" href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-14-663_de.htm\" target=\"_blank\">IP\/14\/663<\/a>) als auch Steuererm\u00e4\u00dfigungen auf Patenteinnahmen auf der Grundlage des Verhaltenskodex f\u00fcr sch\u00e4dliche Unternehmensbesteuerung \u00fcberpr\u00fcft.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"color: #333333;\"><a style=\"color: #666666;\" href=\"http:\/\/europa.eu\/rapid\/press-release_IP-14-1024_de.htm\" target=\"_blank\">Weitere Informationen<\/a>\u00a0finden Sie auf der Homepage der EU-Kommission.<\/p>\n<p class=\"keinBildUmfluss\" style=\"color: #999999;\">Quelle:\u00a0EU-Kommission, Pressemitteilung vom 21.09.2014<\/p>\n<p style=\"color: #333333;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der f\u00fcr Steuerfragen zust\u00e4ndige EU-Kommissar Algirdas Semeta hat das Ma\u00dfnahmenpaket zur Bek\u00e4mpfung der internationalen Steuervermeidung durch Unternehmen begr\u00fc\u00dft, das am 21.09.2014 von den G20-Finanzministern in Cairns, Australien, gebilligt wurde. Die Minister einigten sich auf einen ersten Empfehlungskatalog, der sich einigen im Aktionsplan der OECD zur Bek\u00e4mpfung von Gewinnverk\u00fcrzung und Gewinnverlagerung (Action Plan on Base Erosion &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/einigung-der-g20-finanzminister-auf-neue-massnahmen-gegen-steuervermeidung-durch-unternehmen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Einigung der G20-Finanzminister auf neue Ma\u00dfnahmen gegen Steuervermeidung durch Unternehmen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1730],"tags":[],"class_list":["post-41762","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-steuern-recht"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41762"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41762\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}