{"id":41779,"date":"2014-09-24T12:28:47","date_gmt":"2014-09-24T10:28:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41779"},"modified":"2014-09-24T12:28:47","modified_gmt":"2014-09-24T10:28:47","slug":"erbschaftsteuer-grundstueck-im-zustand-der-bebauung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/erbschaftsteuer-grundstueck-im-zustand-der-bebauung\/","title":{"rendered":"Erbschaftsteuer: Grundst\u00fcck im Zustand der Bebauung"},"content":{"rendered":"<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Erbschaftsteuer: Grundst\u00fcck im Zustand der Bebauung<\/b><\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Die Erbschaftsteuererm\u00e4\u00dfigung ist auch zu gew\u00e4hren, wenn beim Tod des Erblassers zwar noch kein Mietvertrag abgeschlossen worden ist, aber der Erblasser zu diesem Stichtag seine konkrete Vermietungsabsicht selbst noch mit Beginn der Bebauung ins Werk gesetzt hat.<\/b><\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Hintergrund<\/b><br \/>\nDie Erblasserin und der Kl\u00e4ger erwarben 2011 die Grundst\u00fccke Y und Z zu je \u00bd Anteil. Auf diesen sollten zur Vermietung vorgesehene Einfamilienh\u00e4user errichtet werden. Die Erblasserin verstarb in 2012 und wurde vom Kl\u00e4ger allein beerbt. Die Einfamilienh\u00e4user wurden im Februar 2013 fertiggestellt und alsdann zeitnah vermietet.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\">Der Kl\u00e4ger begehrte f\u00fcr die Hausgrundst\u00fccke Y und Z die Steuererm\u00e4\u00dfigung mit der Begr\u00fcndung, dass die Erblasserin die Vermietung der zu errichtenden Einfamilienh\u00e4user unmittelbar nach deren Fertigstellung geplant habe. Es habe sich deshalb um Grundst\u00fccke im Zustand der Bebauung gehandelt, die h\u00e4tten vermietet werden sollen.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\">Das Finanzamt gew\u00e4hrte die Steuerbefreiung nicht, weil die fraglichen Grundst\u00fccke im Zeitpunkt des Todes der Erblasserin tats\u00e4chlich (noch) nicht vermietet waren.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\"><b>Entscheidung<\/b><br \/>\nDas Finanzgericht hat dem Kl\u00e4ger Recht gegeben und entschieden, dass die Hausgrundst\u00fccke zu Wohnzwecken vermietet wurden, wie dies das Erbschaftsteuergesetz erfordert.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\">Zwar seien die Mietvertr\u00e4ge erst nach dem Tod der Erblasserin und nach der Fertigstellung der Objekte abgeschlossen worden. F\u00fcr die Steuererm\u00e4\u00dfigung sei jedoch nicht Voraussetzung, dass bereits der Erblasser selbst einen Mietvertrag abgeschlossen haben muss. Ma\u00dfgebend sei nur, dass das Grundst\u00fcck jedenfalls letztlich vom Erwerber zu Wohnzwecken vermietet werde.<\/p>\n<p style=\"color: #2f2f2f;\">Die Steuererm\u00e4\u00dfigung sei nicht nur zu gew\u00e4hren, wenn im Zeitpunkt der Steuerentstehung bereits ein Mietvertrag abgeschlossen worden ist. Auf dieses formale Kriterium k\u00f6nne es schon deshalb nicht ankommen, weil der Zeitpunkt des Abschlusses eines Mietvertrags mitunter von Zuf\u00e4lligkeiten abh\u00e4nge und als solcher nichts an einer bereits teilweise realisierten Absicht des Erblassers \u00e4ndern k\u00f6nne, das noch fertig zu stellende Geb\u00e4ude zu vermieten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erbschaftsteuer: Grundst\u00fcck im Zustand der Bebauung Die Erbschaftsteuererm\u00e4\u00dfigung ist auch zu gew\u00e4hren, wenn beim Tod des Erblassers zwar noch kein Mietvertrag abgeschlossen worden ist, aber der Erblasser zu diesem Stichtag seine konkrete Vermietungsabsicht selbst noch mit Beginn der Bebauung ins Werk gesetzt hat. 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