{"id":41881,"date":"2014-09-30T08:50:37","date_gmt":"2014-09-30T06:50:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=41881"},"modified":"2014-09-30T08:57:37","modified_gmt":"2014-09-30T06:57:37","slug":"umsaetze-von-eheleuten-ueber-ebay-unter-verwendung-eines-gemeinsamen-nickname-sind-vom-inhaber-des-nutzerkontos-zu-versteuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/umsaetze-von-eheleuten-ueber-ebay-unter-verwendung-eines-gemeinsamen-nickname-sind-vom-inhaber-des-nutzerkontos-zu-versteuern\/","title":{"rendered":"Ums\u00e4tze von Eheleuten \u00fcber eBay unter Verwendung eines gemeinsamen \u201eNickname\u201c sind vom Inhaber des Nutzerkontos zu versteuern"},"content":{"rendered":"<p>Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 (Az. 1 K 1939\/12) hat der 1. Senat entschieden,\u00a0dass umsatzsteuerpflichtige Versteigerungen \u00fcber eBay, die von mehreren Personen\u00a0unter Verwendung eines gemeinsamen Pseudonyms (eines sog. \u201eNickname\u201c) ausgef\u00fchrt werden, im Regelfall allein von demjenigen zu versteuern sind, der gegen\u00fcber\u00a0eBay als Inhaber des Nutzerkontos aufgetreten ist.<\/p>\n<p>Im Streitfall hatten Eheleute \u00fcber ein vom Ehemann auf seinen Namen angelegtes\u00a0Nutzerkonto in dreieinhalb Jahren \u00fcber 1.200 Verk\u00e4ufe verschiedenster Gebrauchsgegenst\u00e4nde\u00a0abgewickelt, die teils dem einen, teils dem anderen Ehegatten und teils\u00a0beiden Eheleuten gemeinsam geh\u00f6rten. Das Finanzamt hatte diese Verk\u00e4ufe als\u00a0umsatzsteuerpflichtig angesehen und als Steuerschuldner beide Eheleute gemeinschaftlich herangezogen. Dem ist der 1. Senat des Finanzgerichts nun nicht gefolgt:<\/p>\n<p>Zwar hatte der Senat bereits mit Urteil vom 22. September 2010 (Az. 1 K 3016\/08)\u00a0entschieden, dass die eBay-Auktionen aufgrund der Vielzahl der Verkaufsvorg\u00e4nge,\u00a0der H\u00f6he der dabei erzielten Erl\u00f6se und des daf\u00fcr betriebenen Organisationsaufwands der Umsatzsteuer unterlegen haben. In seiner jetzt ergangenen Entscheidung\u00a0weist das Finanzgericht jedoch darauf hin, dass der leistende Unternehmer nach den\u00a0daf\u00fcr ma\u00dfgeblichen Grunds\u00e4tzen des Zivilrechts nach dem sog. \u201eobjektiven Empf\u00e4ngerhorizont\u201c des Meistbietenden zu bestimmen ist. Das ist bei der Verwendung eines\u00a0Pseudonyms (also des \u201eNickname\u201c) derjenige, der sich diesen Nutzernamen von\u00a0eBay bei der Kontoer\u00f6ffnung hat zuteilen lassen. Handlungen, die der eigentliche\u00a0Verk\u00e4ufer erst nach Ablauf der Bietephase vornimmt (wie etwa der Versand von Best\u00e4tigungsschreiben\u00a0oder der Ware selbst), sind demgegen\u00fcber f\u00fcr die zivilrechtliche\u00a0und umsatzsteuerrechtliche Bestimmung des leistenden Unternehmers in der Regel\u00a0ohne Belang. Da die Verk\u00e4ufe allein dem Ehemann zuzurechnen waren, war die\u00a0Klage der beiden Eheleute gegen die ihnen gegen\u00fcber gemeinschaftlich ergangenen<br \/>\nUmsatzsteuerbescheide erfolgreich.<\/p>\n<p>Das Urteil ist inzwischen rechtskr\u00e4ftig.<\/p>\n<p>FG Baden-W\u00fcrttemberg, PM 3\/2014<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 (Az. 1 K 1939\/12) hat der 1. 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