{"id":42360,"date":"2014-11-30T11:58:44","date_gmt":"2014-11-30T09:58:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42360"},"modified":"2014-11-30T12:04:29","modified_gmt":"2014-11-30T10:04:29","slug":"integration-des-solidaritaetszuschlages-die-einkommensteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/integration-des-solidaritaetszuschlages-die-einkommensteuer\/","title":{"rendered":"Integration des Solidarit\u00e4tszuschlages in die Einkommensteuer"},"content":{"rendered":"<p>Um die Integration des Solidarit\u00e4tszuschlages in die Einkommensteuer geht es in einer kleinen Anfrage der Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen (s.u.). Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem erfahren, ob eine vollst\u00e4ndige Integration des Solidarit\u00e4tszuschlages in den Einkommensteuertarif zu Mehrbelastungen f\u00fcr einzelne Steuerpflichtige f\u00fchren w\u00fcrde. Au\u00dferdem geht es in der Kleinen Anfrage um das Verh\u00e4ltnis von Kindergeld, Kinderfreibetrag, Einkommensteuer und Solidarit\u00e4tszuschlag.<\/p>\n<p id=\"seitenquelle\" class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 27.11.2014,\u00a0\u00a0hib-Nr. 610\/2014<\/p>\n<div>Deutscher Bundestag Drucksache 18\/3226<\/div>\n<div>18. Wahlperiode 12.11.2014<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Kleine Anfrage\u00a0der Abgeordneten Lisa Paus, Kerstin Andreae, Dr. Thomas Gambke, Britta\u00a0Ha\u00dfelmann, Dr. Gerhard Schick, Anja Hajduk, Ekin Delig\u00f6z, Dr. Tobias Lindner,\u00a0Markus Tressel und der Fraktion B\u00dcNDNIS 90\/DIE GR\u00dcNEN<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Integration des Solidarit\u00e4tszuschlags in die Einkommensteuer<\/div>\n<div>Im Zuge der Neuregelung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, L\u00e4ndern und\u00a0Kommunen wird die Integration des Solidarit\u00e4tszuschlags in die Einkommensteuer<\/div>\n<div>diskutiert. Dabei soll einerseits gew\u00e4hrleistet werden, dass es in keiner\u00a0Einkommensgruppe zu Mehrbelastungen kommt. Andererseits sollen zumindest\u00a0ein Teil der bislang \u00fcber den Solidarit\u00e4tszuschlag erhobenen Einnahmen erhalten<\/div>\n<div>bleiben.\u00a0Mit welcher Tarifgestaltung diese Ziele tats\u00e4chlich erreicht werden k\u00f6nnen, ist\u00a0bislang unklar. Allein durch den Ausgleich der Entlastungen, die beim Solidarit\u00e4tszuschlag\u00a0durch den zus\u00e4tzlich zum Kindergeld gew\u00e4hrten Kinderfreibetrag\u00a0entstehen, sind erhebliche Mindereinnahmen in Milliardenh\u00f6he zu erwarten, es<\/div>\n<div>sei denn, bei Familien werden zus\u00e4tzliche Belastungen in Kauf genommen.\u00a0Wir fragen die Bundesregierung:<\/div>\n<div><\/div>\n<div>1. Wie hoch sind heute die Steuermindereinnahmen, die dadurch entstehen, dass\u00a0Menschen, f\u00fcr die die Gew\u00e4hrung des Kindergelds g\u00fcnstiger ist als der\u00a0Kinderfreibetrag, f\u00fcr die Zwecke des Solidarit\u00e4tszuschlags den Kinderfreibetrag\u00a0zus\u00e4tzlich zum Kindergeld erhalten?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>2. Wie hoch ist heute der maximale steuerliche Vorteil aus der Gew\u00e4hrung des\u00a0Kinderfreibetrags f\u00fcr den Solidarit\u00e4tszuschlag in den F\u00e4llen, bei denen das\u00a0Kindergeld bei der Steuer g\u00fcnstiger ist als der Kinderfreibetrag, und bei\u00a0welcher Einkommensh\u00f6he tritt er auf (bitte jeweils nach Grund- und Splittingtabelle\u00a0und Anzahl der ber\u00fccksichtigten Kinder angeben)?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>3. Teilt die Bundesregierung die Auffassung, dass durch eine vollst\u00e4ndige\u00a0Anhebung des Einkommensteuertarifs entsprechend der jeweiligen H\u00f6he des\u00a0Solidarit\u00e4tszuschlags Mehrbelastungen f\u00fcr einzelne Steuerpflichtige entstehen\u00a0w\u00fcrden, wenn nicht erg\u00e4nzend noch weitere Ma\u00dfnahmen ergriffen\u00a0werden?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>4. Welche Gruppen w\u00e4ren von diesen hypothetischen Mehrbelastungen betroffen,\u00a0und wie hoch w\u00e4re die maximal betroffene Anzahl von Steuerpflichtigen\u00a0(bitte nach Grund- und Splittingtabelle, Einkommensh\u00f6he bzw.\u00a0Einkommensbereich und Kinderzahl angeben)?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>5. In wie vielen F\u00e4llen w\u00fcrden durch eine Integration des Solidarit\u00e4tszuschlags\u00a0in die Einkommensteuer bei dem folgenden neuen Tarif individuelle Mehrbelastungen<\/div>\n<div>(durch den zuvor genannten Sacherhalt) entstehen, und wie<\/div>\n<div>hoch w\u00e4re diese Belastung im Einzelfall maximal (wenn m\u00f6glich, bitte Aufgliederung\u00a0nach Grund- und Splittingtabelle, Einkommensgruppen und\u00a0Kinderzahl)<\/div>\n<div><\/div>\n<div>a) bis 13 469 Euro zu versteuerndem Einkommen (z. v. E.): Tarifverlauf\u00a0nach geltendem Recht,<\/div>\n<div><\/div>\n<div>b) von 13 470 Euro bis 52 881 Euro: (258,04 \u00d7 (z. v. E. \u2013 13 469)\/10 000 +\u00a02 397) \u00d7 (z. v. E. \u2013 13 469)\/10 000 + 971,<\/div>\n<div><\/div>\n<div>c) von 52 882 bis 250 730 Euro: 0,4431 \u00d7 z. v. E. \u2013 9 006,<\/div>\n<div><\/div>\n<div>d) ab 250 731 Euro: 0,4747 \u00d7 z. v. E. \u2013 16 929?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>6. Wie w\u00fcrden die Antworten zu Frage 5 f\u00fcr den folgenden neuen Tarif der\u00a0Einkommensteuer ausfallen<\/div>\n<div><\/div>\n<div>a) bis 8 354 Euro zu versteuerndem Einkommen (z. v. E.): 0,<\/div>\n<div><\/div>\n<div>b) von 8 355 bis 14 368 Euro: (974,58 \u00d7 (z. v. E. \u2013 8 354)\/10 000 + 1 400) \u00d7\u00a0(z. v. E. \u2013 8 354)\/10 000,<\/div>\n<div><\/div>\n<div>c) von 14 369 bis 52 881 Euro: (241,35 \u00d7 (z. v. E. \u2013 14 368)\/10 000 +<\/div>\n<div>2 572) \u00d7 (z. v. E. \u2013 14 368)\/10 000 + 1 194,<\/div>\n<div><\/div>\n<div>d) von 52 882 bis 250 730 Euro: 0,4431 \u00d7 z. v. E. \u2013 8 752,<\/div>\n<div><\/div>\n<div>e) ab 250 731 Euro: 0,47475 \u00d7 z. v. E. \u2013 16 688?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>7. Welche Gesamtaufkommenswirkungen h\u00e4tten die in den Fragen 5 und 6 genannten\u00a0Einkommensteuertarife im Vergleich zum heutigen Tarif?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>8. Inwieweit w\u00e4re es f\u00fcr die Bundesregierung vertretbar, wenn es durch eine\u00a0Integration des Solidarit\u00e4tszuschlags in den Tarif der Einkommensteuer\u00a0zwar insgesamt zu einer Entlastung der Gemeinschaft der Steuerzahler\u00a0kommen w\u00fcrde, aber dennoch Mehrbelastungen in bestimmten Einzelf\u00e4llen\u00a0entst\u00fcnden?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>9. Sieht die Bundesregierung M\u00f6glichkeiten, F\u00e4lle mit Mehrbelastungen\u00a0durch den zuvor beschriebenen Effekt durch eine Tarifanpassung bei der\u00a0Einkommensteuer zu vermeiden, die dennoch das Steueraufkommen des\u00a0Solidarit\u00e4tszuschlags \u00fcberwiegend erh\u00e4lt und in die Einkommensteuer\u00a0\u00fcberf\u00fchrt?<\/div>\n<div>Wenn ja, wie m\u00fcsste der Tarif verlaufen, und welche Aufkommenswirkung\u00a0h\u00e4tte ein solcher Tarif insgesamt?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>10. Um welchen Betrag m\u00fcsste das Kindergeld mindestens erh\u00f6ht werden, um\u00a0F\u00e4lle mit einer Mehrbelastung durch den in Frage 1 genannten Effekt vollst\u00e4ndig\u00a0zu vermeiden?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>11. Erw\u00e4gt die Bundesregierung eine solche Kindergelderh\u00f6hung, und wenn\u00a0nein, warum nicht?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>12. In welchen anderen F\u00e4llen und durch welche Effekte k\u00f6nnte es durch eine\u00a0Integration des Solidarit\u00e4tszuschlags in die Einkommensteuer noch zu\u00a0Schlechterstellungen einzelner Steuerpflichtiger gegen\u00fcber dem geltenden\u00a0Recht kommen?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>13. Inwieweit werden Entlastungen aus der derzeit nach \u00a7 3 des Solidarit\u00e4tszuschlagsgesetzes\u00a0(SolzG) bestehenden Freigrenze bei einer Integration des\u00a0Solidarit\u00e4tszuschlags in den Tarif der Einkommensteuer beibehalten?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>14. Inwieweit werden die Entlastungen aus der derzeit nach \u00a7 4 Satz 2 SolzG\u00a0bestehenden Gleitzonenregelung bei einer Integration des Solidarit\u00e4tszuschlags\u00a0in den Tarif der Einkommensteuer beibehalten?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>15. Wie verteilen sich die zus\u00e4tzlichen Einnahmen bei der \u00dcberf\u00fchrung des\u00a0Solidarit\u00e4tszuschlags in die \u00a0Einkommensbesteuerung auf die L\u00e4nder, und\u00a0welche Einnahmen erhalten der Bund und die Kommunen (bitte nach Lohnsteuer,\u00a0veranlagter Einkommensteuer, nicht veranlagter Steuer vom Ertrag,\u00a0K\u00f6rperschaftssteuer, Kapitalertragssteuer sowie Gesamteinnahmen und in\u00a0Relation zu den Einwohnern aufschl\u00fcsseln)?<\/div>\n<div><\/div>\n<div>16. Welche Auswirkungen hat die \u00dcberf\u00fchrung des Solidarit\u00e4tszuschlages in\u00a0die Einkommensbesteuerung auf das Volumen des horizontalen Finanzausgleichs\u00a0(bitte nach Zahlungsstr\u00f6men der einzelnen L\u00e4nder aufschl\u00fcsseln)?<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um die Integration des Solidarit\u00e4tszuschlages in die Einkommensteuer geht es in einer kleinen Anfrage der Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen (s.u.). Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem erfahren, ob eine vollst\u00e4ndige Integration des Solidarit\u00e4tszuschlages in den Einkommensteuertarif zu Mehrbelastungen f\u00fcr einzelne Steuerpflichtige f\u00fchren w\u00fcrde. 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