{"id":42366,"date":"2014-12-01T16:56:44","date_gmt":"2014-12-01T14:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42366"},"modified":"2014-12-01T16:56:44","modified_gmt":"2014-12-01T14:56:44","slug":"fg-koeln-schliesst-steuerfalle-bei-der-ausuebung-von-bezugsrechten-aus-altanteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/fg-koeln-schliesst-steuerfalle-bei-der-ausuebung-von-bezugsrechten-aus-altanteilen\/","title":{"rendered":"FG K\u00f6ln schlie\u00dft Steuerfalle bei der Aus\u00fcbung von Bezugsrechten aus &#8222;Altanteilen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Bei der Ver\u00e4u\u00dferung junger Aktien kann der anteilige Kurswert der Altaktien auch noch nach Einf\u00fchrung der Abgeltungsteuer den Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn mindern. Dies gilt laut FG K\u00f6ln dann, wenn die jungen Anteile mit Bezugsrechten erworben wurden, die aus bereits vor dem 01.01.2009 angeschafften nicht mehr steuerverstrickten Altanteilen abgespalten wurden. Das Gericht wendet sich damit gegen die g\u00e4ngige Praxis der Finanzverwaltung (Az. 10 K 3473\/12).<br \/>\nNach der mit der Abgeltungsteuer eingef\u00fchrten Vereinfachungsregelung des \u00a7 20 Abs. 4a Satz 4 EStG werden Bezugsrechte aus Gesellschaftsanteilen im Falle ihrer Aus\u00fcbung oder Ver\u00e4u\u00dferung nicht (mehr) mit ihrem rechnerischen\/anteiligen Wert, sondern mit fiktiven Anschaffungskosten von 0 Euro angesetzt. Das Bundesfinanzministerium vertritt hierzu die Auffassung, dass dies unabh\u00e4ngig davon gelte, ob die Anteile, aus denen die Bezugsrechte abgespalten wurden, vor oder nach Einf\u00fchrung der Abgeltungsteuer erworben wurden.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrt zur nachtr\u00e4glichen Besteuerung stiller Reserven, die bei Einf\u00fchrung der Abgeltungsteuer nach \u00a7 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG a. F. nicht mehr steuerverstrickt waren. Demgegen\u00fcber unterliegt der wirtschaftlich vergleichbare Fall der unmittelbaren Ver\u00e4u\u00dferung eines solchen Bezugsrechts auch nach Verwaltungsauffassung nicht der Besteuerung. Aus Sicht des 10. Senats des FG K\u00f6ln verst\u00f6\u00dft die Verwaltungspraxis daher sowohl gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG als auch gegen das aus Art. 20 Abs. 3 GG abgeleitete R\u00fcckwirkungsverbot. Der 10. Senat hat deshalb in verfassungskonformer Auslegung des \u00a7 20 Abs. 4a Satz 4 EStG entschieden, dass diese Regelung keine Anwendung findet, wenn junge Anteile ver\u00e4u\u00dfert werden, die mit Bezugsrechten aus nicht mehr steuerverstrickten &#8222;Altanteilen&#8220; erworben wurden.<\/p>\n<p>Wegen der grunds\u00e4tzlichen Bedeutung des Verfahrens und zur Fortbildung des Rechts hat der Senat die Revision zum Bundesfinanzhof in M\u00fcnchen zugelassen.<\/p>\n<p class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0FG K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 01.12.2014 zum Urteil 10 K 3473\/12 vom 23.10.2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der Ver\u00e4u\u00dferung junger Aktien kann der anteilige Kurswert der Altaktien auch noch nach Einf\u00fchrung der Abgeltungsteuer den Ver\u00e4u\u00dferungsgewinn mindern. 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