{"id":42371,"date":"2014-12-01T19:03:03","date_gmt":"2014-12-01T17:03:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42371"},"modified":"2014-12-01T19:03:03","modified_gmt":"2014-12-01T17:03:03","slug":"bundesfinanzministerium-foerdert-missbrauch-bei-mindestloehnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bundesfinanzministerium-foerdert-missbrauch-bei-mindestloehnen\/","title":{"rendered":"Bundesfinanzministerium f\u00f6rdert Missbrauch bei Mindestl\u00f6hnen"},"content":{"rendered":"<p id=\"hl405195\">Das Bundesfinanzministerium hat mit einer Verordnung daf\u00fcr gesorgt, dass die Kontrollen des Mindestlohns f\u00fcr alle mobilen T\u00e4tigkeiten erheblich erschwert werden. Danach m\u00fcssen Arbeitgeber bestimmter Branchen nicht Beginn und Ende der geleisteten Arbeitszeit erfassen, sondern nur die Dauer festhalten. Der DGB verurteilt diese neuerlichen Angriffe auf den Mindestlohn.<\/p>\n<div class=\"richtext\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<cite>Dass Arbeitgeber versuchen, den Mindestlohn legal und illegal zu umgehen, damit haben wir gerechnet. Aber dass das Bundesfinanzministerium hier Hilfe leistet, ist eine Attacke erster G\u00fcte. Der Mindestlohn ist noch nicht in Kraft getreten, da werden bereits legale Schlupfl\u00f6cher gebaut \u2013 ausgerechnet in den Branchen, in denen der Mindestlohn zu einer wichtigen Verbesserung f\u00fcr die Menschen f\u00fchren w\u00fcrde. Mit dieser lockeren Erfassung der Arbeitszeit wird dem Missbrauch T\u00fcr und Tor ge\u00f6ffnet. Wir erwarten, dass die Politik zu dem Mindestlohn steht<\/cite>\u201c, sagt Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<cite>Die Verordnung des Bundesfinanzministeriums nimmt ausgerechnet die Branchen von wirksamen Arbeitszeitkontrollen aus, in denen etliche Unternehmen schon in der Vergangenheit \u00fcber Lohndumping massiven Druck auf tarifgebundene und fair zahlende Arbeitgeber ausge\u00fcbt haben. Das widerspricht dem Kern des Tarifautonomiest\u00e4rkungsgesetzes und missachtet den parlamentarischen Willen des Deutschen Bundestags. Der allgemeine gesetzliche Mindestlohn braucht nicht mehr, sondern weniger Ausnahmen<\/cite>\u201c, sagte Frank Bsirske, Vorsitzender der Gewerkschaft ver.di.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<cite>Aus Erfahrung am Bau wissen wir: Nur Kontrollen verhindern Mindestlohnbetrug. Mit Start des gesetzlichen Mindestlohns brauchen wir deshalb nicht weniger, sondern mehr Kontrollen<\/cite>\u201c, erg\u00e4nzte Robert Feiger, IG BAU-Bundesvorsitzender. \u201e<cite>Das Bundesfinanzministerium muss effektive \u00dcberpr\u00fcfungen sicherstellen, indem sie die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mit ausreichend Personal ausstattet. Die derzeit 6700 Stellen m\u00fcssen auf mindestens 10 000 aufgestockt werden.<\/cite>&#8220;<\/p>\n<p id=\"hl405195\"><em>Pressemitteilung 163 des DGB\u00a0 &#8211; 27.11.2014<\/em><\/p>\n<p class=\"richtext\">\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bundesfinanzministerium hat mit einer Verordnung daf\u00fcr gesorgt, dass die Kontrollen des Mindestlohns f\u00fcr alle mobilen T\u00e4tigkeiten erheblich erschwert werden. Danach m\u00fcssen Arbeitgeber bestimmter Branchen nicht Beginn und Ende der geleisteten Arbeitszeit erfassen, sondern nur die Dauer festhalten. 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