{"id":42415,"date":"2014-12-04T20:18:24","date_gmt":"2014-12-04T18:18:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42415"},"modified":"2021-11-30T17:21:31","modified_gmt":"2021-11-30T15:21:31","slug":"mindestlohn-firmen-planen-preiserhoehungen-personalabbau-und-arbeitszeitverkuerzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/mindestlohn-firmen-planen-preiserhoehungen-personalabbau-und-arbeitszeitverkuerzung\/","title":{"rendered":"Mindestlohn: Firmen planen Preiserh\u00f6hungen, Personalabbau und Arbeitszeitverk\u00fcrzung"},"content":{"rendered":"<p>Die ab 1. Januar vom Mindestlohn betroffenen Unternehmen planen, ihre Preise zu erh\u00f6hen (26 Prozent), ihre Sonderzahlungen zu k\u00fcrzen (23 Prozent), Personal abzubauen (22 Prozent), die Arbeitszeiten zu verk\u00fcrzen (18 Prozent) und ihre Investitionst\u00e4tigkeit einzuschr\u00e4nken (16 Prozent). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts, die am 04.12.2014 ver\u00f6ffentlicht wurde. Meistens ist eine Kombination vorgesehen, denn \u00fcberhaupt nicht reagieren wollen nur 43 Prozent der betroffenen Firmen.<br \/>\nAm meisten vom Mindestlohn betroffen sind der ifo-Umfrage zufolge Firmen des Gastgewerbes (72 Prozent), gefolgt vom Einzelhandel (43 Prozent), der Dienstleistungsbranche (31 Prozent) und dem Verarbeitenden Gewerbe (21 Prozent). Ostdeutsche Unternehmen sind dem ifo Institut zufolge deutlich st\u00e4rker betroffen als westdeutsche, im Verh\u00e4ltnis 43 zu 24 Prozent. Beim Einzelhandel sind es im Osten sogar 61 Prozent.<\/p>\n<p>Dienstleister, und hier insbesondere das Gastgewerbe, wollen vor allem mit steigenden Preisen (31 Prozent) reagieren. Im Einzelhandel werden als Reaktionen haupts\u00e4chlich Personalabbau (29 Prozent) und verk\u00fcrzte Arbeitszeiten (33 Prozent) angegeben. In der Industrie liegen Personalabbau (26 Prozent) sowie eine K\u00fcrzung von Sonderzahlungen (23 Prozent) und steigende Preise (23 Prozent) fast gleichauf.<\/p>\n<p>Ein Grund daf\u00fcr, dass die Dienstleistungsbranche eher mit Preiserh\u00f6hungen als mit Entlassungen auf den Mindestlohn reagiert, hat unter anderem damit zu tun, dass diese seltener im internationalen Preiswettbewerb steht. Dienstleister k\u00f6nnen somit eher Preiserh\u00f6hungen durchsetzen als z. B. die Einzelh\u00e4ndler, welche eher Mitarbeiter entlassen.<\/p>\n<p>Bei der monatlichen Umfrage f\u00fcr den ifo-Index wurden im November \u00fcber 6.300 Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, der Dienstleistungsbranche sowie dem Gro\u00df- und Einzelhandel um Ausk\u00fcnfte zu ihrer Reaktion auf den neuen Mindestlohn gebeten. Nicht alle Firmen sind betroffen, weil manche ohnehin schon h\u00f6here L\u00f6hne bezahlen. Und weil der Bau bereits einen Mindestlohn hat, befragte das ifo Institut diese Branche nicht.<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des ifo Instituts.<\/p>\n<p class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0ifo Institut, Pressemitteilung vom 04.12.2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die ab 1. Januar vom Mindestlohn betroffenen Unternehmen planen, ihre Preise zu erh\u00f6hen (26 Prozent), ihre Sonderzahlungen zu k\u00fcrzen (23 Prozent), Personal abzubauen (22 Prozent), die Arbeitszeiten zu verk\u00fcrzen (18 Prozent) und ihre Investitionst\u00e4tigkeit einzuschr\u00e4nken (16 Prozent). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des ifo Instituts, die am 04.12.2014 ver\u00f6ffentlicht wurde. 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