{"id":42424,"date":"2014-12-05T13:01:13","date_gmt":"2014-12-05T11:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42424"},"modified":"2014-12-05T13:01:13","modified_gmt":"2014-12-05T11:01:13","slug":"investitionsabzugsbetrag-berechnung-der-betriebsgroesse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/investitionsabzugsbetrag-berechnung-der-betriebsgroesse\/","title":{"rendered":"Investitionsabzugsbetrag: Berechnung der Betriebsgr\u00f6\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p><b>Investitionsabzugsbetrag: Berechnung der Betriebsgr\u00f6\u00dfe<\/b><\/p>\n<p><b>Die f\u00fcr den Investitionsabzugsbetrag ma\u00dfgebliche Betriebsgr\u00f6\u00dfe ist bei bilanzierenden Unternehmen aus dem in der Steuerbilanz ausgewiesenen Kapitalkonto abzuleiten. In der Handelsbilanz ausgewiesene Anspr\u00fcche auf Investitionszulage bleiben dabei unber\u00fccksichtigt.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><br \/>\nDas steuerliche Kapitalkonto der Kl\u00e4gerin betrug zum 31.12.2009 325.000 EUR. Ein Anspruch auf Investitionszulage von ca. 43.000 EUR wurde dabei nicht ber\u00fccksichtigt. Das Finanzamt erfasste auch diesen Anspruch, sodass der f\u00fcr 2009 ma\u00dfgebliche Grenzwert f\u00fcr die Betriebsgr\u00f6\u00dfe von 335.000 EUR \u00fcberschritten wurde und versagte den beantragten Investitionsabzugsbetrag.<\/p>\n<p><b>Entscheidung<\/b><br \/>\nDas Finanzgericht gab der hiergegen gerichteten Klage statt. Nach Auffassung des Finanzgerichts muss der Anspruch auf Investitionszulage f\u00fcr das abgelaufene Wirtschaftsjahr in der Handelsbilanz ausgewiesen werden. Steuerrechtlich sei er, jedenfalls f\u00fcr Zwecke des \u00a7 7g EStG nicht zu ber\u00fccksichtigen, weil die Werte der Handelsbilanz f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfenmerkmale unerheblich seien. Der Anspruch auf Investitionszulage sei in der Steuerbilanz nicht zu erfassen und beeinflusse die H\u00f6he des Betriebsverm\u00f6gens somit nicht.<\/p>\n<p>Die Investitionszulage sei ausdr\u00fccklich von der Steuerpflicht ausgenommen und falle unter keine Einkunftsart. Der Anspruch auf Investitionszulage sei keine Forderung im Sinne der Steuerbilanz. Daraus folge, dass in der Handelsbilanz ein anderer Wert anzusetzen sei als in der Steuerbilanz. Das Investitionszulagengesetz beabsichtige die Vermeidung steuerlicher Gewinnauswirkungen der Investitionszulage. Eine Ber\u00fccksichtigung des Anspruchs bei der Ermittlung der Betriebsgr\u00f6\u00dfe konterkariere den Sinn und Zweck der steuerlichen F\u00f6rderung, denn sowohl die Investitionszulage als auch der Investitionsabzugsbetrag sollen die Liquidit\u00e4t von kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen st\u00e4rken. Steuerrechtlich sei die Investitionszulage als au\u00dferbilanzieller Posten daher f\u00fcr die Berechnung des Betriebsverm\u00f6gens unsch\u00e4dlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Investitionsabzugsbetrag: Berechnung der Betriebsgr\u00f6\u00dfe Die f\u00fcr den Investitionsabzugsbetrag ma\u00dfgebliche Betriebsgr\u00f6\u00dfe ist bei bilanzierenden Unternehmen aus dem in der Steuerbilanz ausgewiesenen Kapitalkonto abzuleiten. In der Handelsbilanz ausgewiesene Anspr\u00fcche auf Investitionszulage bleiben dabei unber\u00fccksichtigt. Hintergrund Das steuerliche Kapitalkonto der Kl\u00e4gerin betrug zum 31.12.2009 325.000 EUR. 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