{"id":42450,"date":"2014-12-09T12:38:55","date_gmt":"2014-12-09T10:38:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42450"},"modified":"2014-12-09T12:38:55","modified_gmt":"2014-12-09T10:38:55","slug":"aufloesungsvertrag-wann-gilt-fuer-eine-abfindung-ein-ermaessigter-steuersatz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aufloesungsvertrag-wann-gilt-fuer-eine-abfindung-ein-ermaessigter-steuersatz\/","title":{"rendered":"Aufl\u00f6sungsvertrag: Wann gilt f\u00fcr eine Abfindung ein erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz?"},"content":{"rendered":"<p><b>Aufl\u00f6sungsvertrag: Wann gilt f\u00fcr eine Abfindung ein erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz?<\/b><\/p>\n<p><b>Der erm\u00e4\u00dfigte Steuersatz f\u00fcr Abfindungen kommt nur zur Anwendung, wenn der Arbeitnehmer durch diese Zahlung insgesamt h\u00f6here Eink\u00fcnfte erzielt, als er bei ungest\u00f6rter Fortsetzung seines Arbeitsverh\u00e4ltnisses erhalten h\u00e4tte (Zusammenballung). Wie diese Vergleichsberechnung durchzuf\u00fchren ist, veranschaulicht ein aktuelles Urteil des Nieders\u00e4chsischen Finanzgerichts.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><br \/>\nEin GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer erhielt nach seinem Anstellungsvertrag neben einem Festgehalt auch eine Tantieme, die aber erst nach der Feststellung des jeweiligen Jahresabschlusses f\u00e4llig wurde.<\/p>\n<p>Im Jahr 2010 schlossen die Arbeitsparteien einen Aufhebungsvertrag, wonach der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer freigestellt wurde, jedoch noch bis zum 31.12.2010 sein Festgehalt fortbeziehen konnte. Zudem wurde ihm eine Abfindung von 225.000 EUR zugesagt, die am 31.1.2011 zur Auszahlung kam; die Tantieme f\u00fcr 2010 in H\u00f6he von 50.000 EUR sollte er dar\u00fcber hinaus noch in 2010 erhalten.<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bezog f\u00fcr 2010 einen Bruttoarbeitslohn von insgesamt 288.725 EUR (einschlie\u00dflich der vorgezogenen Tantieme). Im Jahr 2011 bezog er neben seiner Abfindung noch Einnahmen aus einer Dienstwagennutzung von 3.878 EUR, sowie Lohnersatzleistungen von 10.383 EUR.<\/p>\n<p><b>Entscheidung<\/b><br \/>\nDas Finanzgericht entschied, dass die Abfindung nicht der erm\u00e4\u00dfigten Besteuerung unterlag, da es an einer Zusammenballung von Eink\u00fcnften fehlte. Eine Zusammenballung liegt nur vor, wenn der Arbeitnehmer im Jahr der Entsch\u00e4digungszahlung mehr erh\u00e4lt (&#8222;Ist-Gr\u00f6\u00dfe&#8220;), als ihm bei ungest\u00f6rter Fortsetzung des Arbeitsverh\u00e4ltnisses zugeflossen w\u00e4re (&#8222;Soll-Gr\u00f6\u00dfe&#8220;). Ein Vergleich dieser beiden Kenngr\u00f6\u00dfen ergab, dass der Arbeitnehmer trotz der Entsch\u00e4digungszahlung insgesamt nicht mehr Eink\u00fcnfte in 2011 erzielt hatte als bei einem &#8222;normalen Lauf der Dinge&#8220;. Hervorzuheben ist, dass das Finanzgericht die bezogenen Lohnersatzleistungen in 2011 nicht in die &#8222;Ist-Gr\u00f6\u00dfe&#8220; einbezog, weshalb diese letztlich die &#8222;Soll-Gr\u00f6\u00dfe&#8220; unterschritt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufl\u00f6sungsvertrag: Wann gilt f\u00fcr eine Abfindung ein erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz? Der erm\u00e4\u00dfigte Steuersatz f\u00fcr Abfindungen kommt nur zur Anwendung, wenn der Arbeitnehmer durch diese Zahlung insgesamt h\u00f6here Eink\u00fcnfte erzielt, als er bei ungest\u00f6rter Fortsetzung seines Arbeitsverh\u00e4ltnisses erhalten h\u00e4tte (Zusammenballung). Wie diese Vergleichsberechnung durchzuf\u00fchren ist, veranschaulicht ein aktuelles Urteil des Nieders\u00e4chsischen Finanzgerichts. Hintergrund Ein GmbH-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer erhielt nach &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/aufloesungsvertrag-wann-gilt-fuer-eine-abfindung-ein-ermaessigter-steuersatz\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Aufl\u00f6sungsvertrag: Wann gilt f\u00fcr eine Abfindung ein erm\u00e4\u00dfigter Steuersatz?<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15],"tags":[885],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42450"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42450"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42450\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42450"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42450"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42450"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}