{"id":42494,"date":"2014-12-11T11:56:31","date_gmt":"2014-12-11T09:56:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42494"},"modified":"2014-12-11T11:56:31","modified_gmt":"2014-12-11T09:56:31","slug":"wertminderung-eines-grundstuecks-als-werbungskosten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wertminderung-eines-grundstuecks-als-werbungskosten\/","title":{"rendered":"Wertminderung eines Grundst\u00fccks als Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<p><b>Wertminderung eines Grundst\u00fccks als Werbungskosten<\/b><\/p>\n<p><b>Wertminderungen eines Grundst\u00fccks k\u00f6nnen ausnahmsweise als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung ber\u00fccksichtigt werden, wenn ein Teil des Grundst\u00fcckswerts zielgerichtet und bewusst &#8222;geopfert&#8220; wird, um die Vermietungseink\u00fcnfte zu erzielen.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><br \/>\nDer Kl\u00e4ger h\u00e4lt im Privatverm\u00f6gen ein zun\u00e4chst f\u00fcr landwirtschaftliche Zwecke verpachtetes Grundst\u00fcck. Im Jahr 1997 schloss er mit D, einem Stra\u00dfenbaubetrieb, einen Nutzungsvertrag. Danach war D berechtigt, das Grundst\u00fcck als Erddeponie zu nutzen und dort Verkippungsma\u00dfnahmen durchzuf\u00fchren. Nach dem Ende der Nutzung gab D das Grundst\u00fcck rekultiviert im Jahr 2005 an den Kl\u00e4ger zur\u00fcck. Dieser verpachtete das Grundst\u00fcck wieder als landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger bekam in 2005 von D 150.000 EUR ausbezahlt, die er als Einnahme aus Vermietung und Verpachtung erkl\u00e4rte. Zudem machte er eine durch die Verkippungsma\u00dfnahmen entstandene Wertminderung des Grund und Bodens in H\u00f6he von rund 30.000 EUR als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt erkannte diese nicht an, weil eine Wertminderung im Privatverm\u00f6gen nicht ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nne.<\/p>\n<p><b>Entscheidung<\/b><br \/>\nDas Finanzgericht hat dem Kl\u00e4ger Recht gegeben und die Wertminderung steuermindernd ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Im Rahmen der \u00dcberschusseink\u00fcnfte bleiben positive und negative Wertver\u00e4nderungen des Grund und Bodens grunds\u00e4tzlich au\u00dfer Betracht. Wird allerdings ein Teil des Grundst\u00fcckswerts zielgerichtet und bewusst &#8222;geopfert&#8220;, um die Vermietungseink\u00fcnfte zu erzielen, kann diese Wertminderung ausnahmsweise ber\u00fccksichtigt werden. Dementsprechend stellt der Verlust der Ackerkrume nachtr\u00e4gliche Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung dar, wenn der Wert des Grund und Bodens durch diese Beeintr\u00e4chtigung gesunken ist.<\/p>\n<p>Die H\u00f6he der Wertminderung ergibt sich aus der Differenz zwischen dem gemeinen Wert des Grund und Bodens vor und nach der Verkippung. Da die Ausgaben in einer Werteinbu\u00dfe bestehen, sind sie in dem Jahr abzugsf\u00e4hig, in dem die Wertminderung feststeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wertminderung eines Grundst\u00fccks als Werbungskosten Wertminderungen eines Grundst\u00fccks k\u00f6nnen ausnahmsweise als Werbungskosten bei den Eink\u00fcnften aus Vermietung und Verpachtung ber\u00fccksichtigt werden, wenn ein Teil des Grundst\u00fcckswerts zielgerichtet und bewusst &#8222;geopfert&#8220; wird, um die Vermietungseink\u00fcnfte zu erzielen. Hintergrund Der Kl\u00e4ger h\u00e4lt im Privatverm\u00f6gen ein zun\u00e4chst f\u00fcr landwirtschaftliche Zwecke verpachtetes Grundst\u00fcck. 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