{"id":42688,"date":"2015-01-08T09:23:19","date_gmt":"2015-01-08T07:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42688"},"modified":"2015-01-08T09:23:19","modified_gmt":"2015-01-08T07:23:19","slug":"moderation-von-werbesendungen-keine-freiberufliche-sondern-gewerbliche-taetigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/moderation-von-werbesendungen-keine-freiberufliche-sondern-gewerbliche-taetigkeit\/","title":{"rendered":"Moderation von Werbesendungen keine freiberufliche, sondern gewerbliche T\u00e4tigkeit"},"content":{"rendered":"<h2>Der VIII. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 16. September 2014 VIII R 5\/12 entschieden, dass die selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit einer Moderatorin von Werbesendungen f\u00fcr einen Verkaufssender &#8211; im Streitfall Pr\u00e4sentation von Produkten aus den Bereichen Wellness, Kosmetik, Gesundheit sowie Reisen &#8211; nicht zu Eink\u00fcnften aus selbst\u00e4ndiger Arbeit, sondern zu Eink\u00fcnften aus Gewerbebetrieb f\u00fchrt, die der Gewerbesteuer unterliegen.<\/h2>\n<p>F\u00fcr eine (freiberufliche) schriftstellerische T\u00e4tigkeit fehlt es an einer berufstypischen schriftlichen Niederlegung eigener Gedanken &#8222;f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit&#8220;. Denn die jeweils von der Moderatorin erstellten Sendemanuskripte und \u00e4hnliche Vorbereitungsunterlagen waren nicht an die \u00d6ffentlichkeit gerichtet und zur Ver\u00f6ffentlichung bestimmt. Ebenso hat der BFH eine dem Berufsbild eines Journalisten \u00e4hnliche T\u00e4tigkeit verneint, da eine auf Informationen \u00fcber gegenwartsbezogene Geschehnisse ausgerichtete T\u00e4tigkeit und eine darauf bezogene kritische Auseinandersetzung nicht erkennbar war. Die Werbemoderation war vielmehr ausschlie\u00dflich &#8211; Marketing orientiert &#8211; auf die unmittelbare Verkaufsf\u00f6rderung nach den konkreten Vorgaben der Auftraggeber durch entsprechende Pr\u00e4sentation der jeweils vorgestellten Produkte gepr\u00e4gt. Einen Spielraum f\u00fcr eine eigensch\u00f6pferische Leistung als Voraussetzung einer k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit sah der BFH aus diesem Grund nicht.<\/p>\n<p>Wegen dieser detaillierten Vorgaben der Auftraggeber fehlte es auch an der f\u00fcr die Annahme einer k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit erforderlichen &#8222;eigensch\u00f6pferischen Ausrichtung&#8220;, so dass der Vortrag der Kl\u00e4gerin \u00fcber die Notwendigkeit der Improvisation in den Live-Interviews bei Eintritt nicht vorhersehbarer Ereignisse als nicht ausschlaggebendes Kriterium f\u00fcr die Abgrenzung der gewerblichen von der freiberuflichen T\u00e4tigkeit angesehen werden konnte.<\/p>\n<div class=\"schatten\"><\/div>\n<p class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0BFH, Pressemitteilung Nr. 2\/15 vom 07.01.2015 zum Urteil VIII R 5\/12 vom 16.09.2014<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"ueberschrift\">BUNDESFINANZHOF Urteil vom 16.9.2014, VIII R 5\/12<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerbliche T\u00e4tigkeit einer Moderatorin von Verkaufssendungen<\/p>\n<p class=\"leitsatz\">Leits\u00e4tze<\/p>\n<div>\n<p>Eine Fernsehmoderatorin, die Produkte nach den Vorgaben des Auftraggebers in Verkaufssendungen pr\u00e4sentiert, \u00fcbt keine freiberufliche, sondern eine gewerbliche T\u00e4tigkeit aus.<\/p>\n<\/div>\n<p class=\"tatbestand\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>1<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>I. Die Beteiligten streiten \u00fcber die Abgrenzung gewerblicher von freiberuflicher T\u00e4tigkeit und damit \u00fcber die Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags gegen die als Werbemoderatorin eines Verkaufssenders t\u00e4tige Kl\u00e4gerin und Revisionskl\u00e4gerin (Kl\u00e4gerin) f\u00fcr das Streitjahr 2006.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>2<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin bezeichnet ihre im Rahmen von Verkaufssendungen in den Bereichen &#8230; im Fernsehen ausge\u00fcbte T\u00e4tigkeit f\u00fcr Verkaufssender als selbst\u00e4ndige Werbemoderation. Daraus erzielte sie im Streitjahr Eink\u00fcnfte, die der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) als solche aus Gewerbebetrieb und nicht aus selbst\u00e4ndiger Arbeit behandelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>3<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach den Vertr\u00e4gen \u00fcber die Durchf\u00fchrung der Verkaufssendungen arbeitet die Kl\u00e4gerin als Moderatorin selbst\u00e4ndig. Ihre T\u00e4tigkeit umfasst die Pr\u00e4sentation verschiedener Produkte im Beisein der Anbieter bei Live-Shows des Auftraggebers. Als Aufgaben waren der Kl\u00e4gerin eine gewissenhafte Vorbereitung der Verkaufspr\u00e4sentation anhand der vom Auftraggeber rechtzeitig zur Verf\u00fcgung zu stellenden Produkte und Produktinformationen sowie die Teilnahme an notwendigen Produktionsbesprechungen zugewiesen. F\u00fcr ihre Moderationen erhielt sie ein Honorar auf Stundenbasis (180\u00a0EUR bei Einzelstunden, 320\u00a0EUR bei Doppelstunden, jeweils zzgl. Mehrwertsteuer).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>4<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Grundsatzvereinbarung &#8222;Letter of Intent&#8220; mit der S\u00a0GmbH war die Kl\u00e4gerin mit der Moderation der Sendung &#8222;F\u00a0TV&#8220; beauftragt und erhielt eine Tagesgage von 300\u00a0EUR zzgl. 16\u00a0% Mehrwertsteuer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>5<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>In ihrer Einkommensteuererkl\u00e4rung 2006 erkl\u00e4rte die Kl\u00e4gerin unter den Berufsbezeichnungen &#8222;Moderatorin und Journalistin&#8220; nur Eink\u00fcnfte aus selbst\u00e4ndiger T\u00e4tigkeit.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>6<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im Einkommensteuerbescheid f\u00fcr 2006 vom 18.\u00a0Oktober 2007 erkannte das FA lediglich zu einem geringen Teil in H\u00f6he von 2.996\u00a0EUR Eink\u00fcnfte aus selbst\u00e4ndiger T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin als Moderatorin an. Im \u00dcbrigen erfasste das FA den Gewinn der Kl\u00e4gerin aus ihrer Moderatorent\u00e4tigkeit in H\u00f6he von 56.915\u00a0EUR als Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb und setzte auf dieser Grundlage nach Abzug des Freibetrags nach \u00a7\u00a011 Abs.\u00a01 des Gewerbesteuergesetzes den Gewerbesteuermessbetrag f\u00fcr 2006 mit Gewerbesteuermessbetragsbescheid vom 18.\u00a0Oktober 2007 auf 612\u00a0EUR fest.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>7<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die dagegen nach erfolglosem Einspruchsverfahren erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) mit seinem Urteil vom 28.\u00a0Juli 2011\u00a0\u00a05\u00a0K\u00a02263\/08 als unbegr\u00fcndet ab. Die selbst\u00e4ndig ausge\u00fcbte T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin als Werbemoderatorin sei weder als k\u00fcnstlerisch, schriftstellerisch oder journalistisch zu beurteilen noch als eine T\u00e4tigkeit anzusehen, die dem Beruf des Schriftstellers\/Journalisten i.S. von \u00a7\u00a018 Abs. 1 Nr.\u00a01 des Einkommensteuergesetzes (EStG) \u00e4hnlich sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>8<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r\u00fcgt die Kl\u00e4gerin die Verletzung materiellen Rechts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>9<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Entgegen der Ansicht des FG habe sie als Werbemoderatorin einen dem Werbeschriftsteller \u00e4hnlichen Beruf i.S. des \u00a7\u00a018 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a02 EStG ausge\u00fcbt. Dieser Beruf stelle eine Kombination von schriftstellerischer T\u00e4tigkeit und dem Berufsbild des nicht klassisch-journalistisch t\u00e4tigen Fernsehmoderators dar, dessen T\u00e4tigkeit h\u00f6chstrichterlich noch nicht hinsichtlich seiner Freiberuflichkeit beurteilt worden sei und sich nicht ohne Weiteres als journalistische oder k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit einordnen lasse.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>10<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die st\u00e4ndige Erweiterung des Katalogs der freiberuflichen T\u00e4tigkeiten in \u00a7\u00a018 EStG zeige den Einfluss wirtschaftlicher \u00c4nderungen, die insbesondere auch zur Anerkennung von Fernsehmoderatoren als Freiberufler durch die Rechtsprechung gef\u00fchrt h\u00e4tten. Mit Blick auf diese Entwicklung k\u00f6nne die \u00c4hnlichkeit von Berufen i.S. des \u00a7\u00a018 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 EStG nicht mehr davon abh\u00e4ngig gemacht werden, dass eine \u00c4hnlichkeit zu jeweils einem der Berufe aus dem Katalog der Vorschrift bestehe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>11<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Vielmehr m\u00fcssten auch Kombinationen dieser Berufe unter die Vorschrift subsumiert werden k\u00f6nnen. Dies m\u00fcsse jedenfalls f\u00fcr die T\u00e4tigkeit von Werbemoderatoren gelten, soweit sie durch h\u00f6chstpers\u00f6nliche Dienstleistung, ad\u00e4quate Vorbildung und die \u00c4hnlichkeit zur journalistischen und k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit sowie zur Werbeschriftstellerei gekennzeichnet sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>12<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzungen erf\u00fclle die Kl\u00e4gerin aufgrund ihrer Ausbildung als Betriebswirtin und als Journalistin. Vergleichbar mit anderen Journalisten und anders als Moderatoren reiner Unterhaltungssendungen betreibe sie vor den Sendungen Recherchen und eigne sich Hintergrundwissen zu den von den Interviewpartnern beworbenen Produkten an. Auf die kommerzielle Zielsetzung ihrer T\u00e4tigkeit k\u00f6nne es dabei nicht ankommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>13<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Im \u00dcbrigen erf\u00fcllten der Entwurf des Moderationsskripts sowie die Vorgabe des textlichen Konzepts vollumf\u00e4nglich die Anforderungen an eine schriftstellerische T\u00e4tigkeit und die eines Werbeschriftstellers. In diesem Zusammenhang stelle das FG \u00fcbertriebene Anforderungen an die Notwendigkeit eigensch\u00f6pferischer T\u00e4tigkeit mit Blick auf die von der Kl\u00e4gerin gef\u00fchrten einst\u00fcndigen Live-Interviews mit allen Unw\u00e4gbarkeiten zwischenmenschlicher Kommunikation.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>14<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Kl\u00e4gerin beantragt, das angefochtene Urteil sowie den angefochtenen Gewerbesteuermessbetragsbescheid vom 18.\u00a0Oktober 2007 in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>15<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt unter Hinweis auf die bislang vertretene Rechtsauffassung, die Revision als unbegr\u00fcndet zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p class=\"entschgruende\">Entscheidungsgr\u00fcnde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>16<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr\u00fcndet und nach \u00a7\u00a0126 Abs.\u00a02 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur\u00fcckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>17<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Zu Recht hat das FG die T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin als Werbemoderatorin nicht als freiberufliche T\u00e4tigkeit i.S. des \u00a7\u00a018 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 EStG angesehen und deshalb die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des angefochtenen Gewerbesteuermessbetragsbescheids best\u00e4tigt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>18<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>1. Die Berufst\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin kann weder einem der in \u00a7\u00a018 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 EStG bezeichneten Berufe als &#8222;\u00e4hnlicher Beruf&#8220; zugerechnet noch als k\u00fcnstlerische oder schriftstellerische T\u00e4tigkeit angesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>19<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>a) Dabei kann entgegen der Auffassung der Kl\u00e4gerin die \u00c4hnlichkeit eines Berufs i.S. des \u00a7\u00a018 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 Satz\u00a02 EStG nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung nicht berufs\u00fcbergreifend nach Ma\u00dfgabe einer sogenannten Gruppen\u00e4hnlichkeit anhand gleicher charakteristischer Merkmale festgestellt werden, wie sie den Katalogberufen insgesamt oder \u00fcberwiegend gemeinsam sind (wie etwa eine akademische oder eine andere besonders anspruchsvolle und zeitaufw\u00e4ndige Ausbildung oder ein mit der Berufsaus\u00fcbung nach allgemeiner Anschauung verbundener sozialer Status). Grund daf\u00fcr ist nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung, dass der Gesetzgeber die Katalogberufe detailliert aufgez\u00e4hlt hat und die \u00e4hnlichen Berufe schon wegen der Unterschiedlichkeit der enumerativ aufgef\u00fchrten Berufe speziell einem dieser Katalogberufe \u00e4hnlich sein m\u00fcssen (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19.\u00a0September 2002 IV\u00a0R\u00a074\/00, BFHE 200, 326, BStBl II 2003, 27; vom 14.\u00a0Mai 2014 VIII\u00a0R\u00a018\/11, BFHE 246, 396). Das Bundesverfassungsgericht hat diese Rechtsprechung verfassungsrechtlich nicht beanstandet (s. die Nachweise im BFH-Urteil in BFHE 200, 326, BStBl II 2003, 27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>20<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>b) Eine schriftstellerische T\u00e4tigkeit kann in der T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin als Werbemoderatorin nicht gesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>21<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Schriftstellerisch t\u00e4tig wird nach der Rechtsprechung des BFH derjenige Steuerpflichtige, der eigene Gedanken mit den Mitteln der Sprache schriftlich f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit niederlegt (BFH-Urteile vom 25.\u00a0April 2002 IV\u00a0R\u00a04\/01, BFHE 199, 176, BStBl II 2002, 475; in BFHE 200, 326, BStBl II 2003, 27).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>22<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Eine solche schriftstellerische T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil ihre Sendemanuskripte und \u00e4hnliche Vorbereitungsunterlagen f\u00fcr ihre Sendungen nicht selbst an die \u00d6ffentlichkeit gerichtet und ihr gegen\u00fcber zur Ver\u00f6ffentlichung bestimmt waren (vgl. BFH-Urteil vom 14.\u00a0Mai 1958 IV\u00a0278\/56\u00a0U, BFHE 67, 115, BStBl III 1958, 316), sondern lediglich der internen Arbeitsvorbereitung der Kl\u00e4gerin zur Erf\u00fcllung ihrer Moderationsverpflichtung dienten (vgl. zur fehlenden Bestimmung &#8222;f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit&#8220; bei internen schriftlichen Ausarbeitungen BFH-Urteile vom 24.\u00a0September 1998 IV\u00a0R\u00a016\/98, BFH\/NV 1999, 602; in BFHE 246, 396).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>23<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>c) Auch eine \u00c4hnlichkeit der Berufst\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin zum Beruf eines Journalisten hat das FG zu Recht verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>24<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Ein gesetzlich normiertes Berufsbild des Journalisten gibt es nicht. Ebenso wenig ist geregelt, wer die Berufsbezeichnung Journalist tragen darf (Bl\u00fcmich\/Hutter, \u00a7\u00a018 EStG Rz\u00a0149). Die Berufst\u00e4tigkeit des Journalisten erfordert des Weiteren keine bestimmte Vorbildung (Hochschulstudium, Journalistenschule o.\u00c4.). Die Vorbildung kann deshalb allenfalls als Beweisanzeichen gewertet werden (vgl. Bl\u00fcmich\/Hutter, \u00a7\u00a018 EStG Rz\u00a0149).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>25<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Nach der Rechtsprechung des BFH ist die Berufst\u00e4tigkeit des Journalisten auf Informationen \u00fcber gegenwartsbezogene Geschehnisse ausgerichtet, bei der die Sammlung und Verarbeitung von Informationen des Tagesgeschehens, die &#8222;kritische Auseinandersetzung&#8220; mit diesen Informationen und die Stellungnahme zu den Ereignissen auf politischem, gesellschaftlichem, wirtschaftlichem oder kulturellem Gebiet das Berufsbild ausmacht. Dabei geh\u00f6rt es zum Wesen der selbst\u00e4ndig ausge\u00fcbten journalistischen T\u00e4tigkeit, dass der Journalist sich mit den Ergebnissen seiner Arbeit unmittelbar oder mittelbar \u00fcber ein Medium (Zeitung, Zeitschrift, Film, Rundfunk, Fernsehen oder Internet) schriftlich oder m\u00fcndlich an die \u00d6ffentlichkeit wendet (BFH-Urteile vom 25.\u00a0April 1978 VIII\u00a0R\u00a0149\/74, BFHE 125, 369, BStBl II 1978, 565; vom 8.\u00a0Dezember 1983 IV\u00a0R\u00a0126\/82, juris; in BFH\/NV 1999, 602) und damit an der Gestaltung des geistigen Inhalts publizistischer Medien (u.a. Fernsehen) mitwirkt (BFH-Urteil vom 20.\u00a0Dezember 2000 XI\u00a0R\u00a08\/00, BFHE 194, 206, BStBl II 2002, 478).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>26<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) Ausgehend von der Definition der Rechtsprechung hat das FG zu Recht erkannt, dass die Kl\u00e4gerin diesen Anforderungen nicht entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>27<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dabei bedarf es im Streitfall keiner Entscheidung, ob der im BFH-Urteil in BFHE 125, 369, BStBl II 1978, 565 enthaltenen Definition eine m\u00f6glicherweise zu enge Beschr\u00e4nkung journalistischer T\u00e4tigkeit auf zeitbezogene Themen zu entnehmen ist (ebenfalls offengelassen im BFH-Urteil vom 22.\u00a0November 1979 IV\u00a0R\u00a088\/76, BFHE 129, 269, BStBl II 1980, 152, sowie im BFH-Urteil in BFH\/NV 1999, 602 unter Bezugnahme auf Brandt in Herrmann\/Heuer\/Raupach, \u00a7\u00a018 EStG Rz\u00a0203; Steinhauff in Littmann\/Bitz\/Hellwig, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, \u00a7\u00a018 Rz\u00a0217).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>28<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn die T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin ist schon ihrer Funktion nach nicht durch die journalistentypische &#8222;kritische Auseinandersetzung&#8220; mit Informationen und Stellungnahmen zu den Ereignissen auf politischem, gesellschaftlichem, wirtschaftlichem oder kulturellem Gebiet gepr\u00e4gt, sondern durch die auf unmittelbare Verkaufsf\u00f6rderung nach den konkreten Vorgaben des Auftraggebers gerichtete Pr\u00e4sentation der jeweils vorgestellten Produkte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>29<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>F\u00fcr eine solche T\u00e4tigkeit, deren (vereinbarter) Hauptzweck es ist, zum Nutzen des jeweiligen Auftraggebers auf dem Gebiet der Vertrauenswerbung f\u00fcr eine Ware oder f\u00fcr ein sonstiges bestimmtes Anliegen gegen Entgelt zu arbeiten, hat der BFH das Merkmal &#8222;kritische Auseinandersetzung&#8220; als Abgrenzungsmerkmal zur ausschlie\u00dflich auftraggeberorientierten und deshalb gewerblichen Werbet\u00e4tigkeit bestimmt (BFH-Urteil in BFHE 125, 369, BStBl II 1978, 565).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>30<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Danach scheidet die Annahme einer freiberuflichen journalistischen T\u00e4tigkeit, bei der neben der Lieferung von Ereignisberichten die Schilderung von Zust\u00e4nden politischer, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und kultureller Natur typischerweise im Mittelpunkt der Berufsarbeit steht (BFH-Urteil vom 4.\u00a0Februar 1971 IV\u00a0330\/65, BFHE 102, 39, BStBl II 1971, 483), dann aus, wenn Art, Form und Darstellung nicht mehr auf das Ziel ausgerichtet sind, \u00fcber ein die Allgemeinheit interessierendes Thema zu berichten, sondern darauf, zum Kauf eines bestimmten, von Kunden &#8211;wie hier des Senders&#8211; hergestellten, dargestellten und beschriebenen Erzeugnisses anzureizen (BFH-Urteile vom 10.\u00a0Dezember 1964 IV\u00a0238\/61\u00a0U, BFHE 81, 315, BStBl III 1965, 114; vom 20.\u00a0Dezember 1966 IV\u00a0100\/62, BFHE 88, 245, BStBl III 1967, 371; zum Kennzeichen journalistischer T\u00e4tigkeit, die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber Sachverhalte oder Vorg\u00e4nge von allgemeiner, politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Bedeutung zu informieren und damit zum Prozess der \u00f6ffentlichen Meinungsbildung beizutragen vgl. auch Berufsinformationen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit unter berufenet.arbeitsagentur.de\/berufe sowie Deutscher Fachjournalistenverband unter www.dfjv.de\/beruf\/journalismus-als-beruf\/berufsbild).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>31<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Vor diesem Hintergrund hat das FG zu Recht ungeachtet der von der Kl\u00e4gerin erstellten Sendepl\u00e4ne und Interviewleitf\u00e4den eine selbst\u00e4ndige freiberufliche T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin als Werbemoderatorin mangels eigener individueller Mitgestaltung verneint (vgl. dazu BFH-Beschluss vom 22.\u00a0April 2008 VIII\u00a0B\u00a096\/07, BFH\/NV 2008, 1472; BFH-Urteil vom 20.\u00a0Dezember 2000 XI\u00a0R\u00a08\/00, BFHE 194, 206, BStBl II 2002, 478).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>32<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Dies folgt auch &#8211;worauf das FG zu Recht hingewiesen hat&#8211; daraus, dass in den von Auftraggebern erstellten Produktb\u00fcchern zu den Shows auch die notwendig zu pr\u00e4sentierenden Verkaufsargumente und Produkteigenschaften festgehalten wurden. Danach konnten eigene Recherchen der Kl\u00e4gerin \u00fcber die Produkte ersichtlich nur von untergeordneter Bedeutung sein. Denn die Produktinformationen und die teilweise sogar ausformulierten Detailbeschreibungen lie\u00dfen nach den bindenden tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG keinen Raum f\u00fcr eigensch\u00f6pferische Leistungen der Kl\u00e4gerin. Sie erhielt ihre Verg\u00fctung insbesondere nicht f\u00fcr eine Berichterstattung \u00fcber ein die Allgemeinheit interessierendes Thema, sondern daf\u00fcr, \u00fcber die jeweiligen Produkte nach den Vorgaben des Auftraggebers so zu informieren, dass ein Kaufanreiz entstand. Denn der Auftraggeber bestimmte, welche Produkte wie &#8211;z.B. in Kombination mit anderen Gegenst\u00e4nden&#8211; in der Sendung zu pr\u00e4sentieren waren; die Kl\u00e4gerin hatte sich an diese Vorgaben zu halten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>33<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>d) Schlie\u00dflich hat das FG zu Recht eine k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit der Kl\u00e4gerin in Aus\u00fcbung ihrer T\u00e4tigkeit als Werbemoderatorin verneint.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>34<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>aa) Eine k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit i.S. von \u00a7\u00a018 Abs.\u00a01 Nr.\u00a01 EStG \u00fcbt ein Steuerpflichtiger nach st\u00e4ndiger Rechtsprechung des BFH &#8211;neben weiteren Voraussetzungen&#8211; nur dann aus, wenn er eine sch\u00f6pferische Leistung mit einer gewissen Gestaltungsh\u00f6he vollbringt, d.h. eine Leistung, in der seine individuelle Anschauungsweise und seine besondere Gestaltungskraft zum Ausdruck kommen (BFH-Urteile vom 23.\u00a0September 1998 XI\u00a0R\u00a071\/97, BFH\/NV 1999, 460; vom 4.\u00a0November 2004 IV\u00a0R\u00a063\/02, BFHE 209, 116, BStBl II 2005, 362).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>35<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>bb) An dieser eigensch\u00f6pferischen Ausrichtung fehlt es nach den bindenden tats\u00e4chlichen Feststellungen des FG im Streitfall, weil der Kl\u00e4gerin als Moderatorin eines Verkaufssenders im Rahmen der Produktpr\u00e4sentationen die vorzustellenden Produkte und der mit dem Auftritt zu erreichende Aussagewert vorgegeben waren, sodass eigensch\u00f6pferische Leistungen durch Abstrahieren oder Verfremden nur in beschr\u00e4nktem Ausma\u00df m\u00f6glich waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>36<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Die Auftritte k\u00f6nnen deshalb auch nicht im Hinblick auf schauspielerische Leistungen als k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit eingeordnet werden (vgl. BFH-Urteil vom 15.\u00a0Oktober 1998 IV\u00a0R\u00a01\/97, BFH\/NV 1999, 465 zur Gewerblichkeit eines Schauspielerauftritts als Produktnutzer zu Werbezwecken; Urteil des FG D\u00fcsseldorf vom 15.\u00a0Dezember 2006\u00a0\u00a01\u00a0K\u00a03442\/06, Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1316; nachgehend BFH-Beschluss vom 22.\u00a0November 2007 XI\u00a0B\u00a015\/07, BFH\/NV 2008, 370), weil auch insoweit angesichts der Vorgaben der Auftraggeber kein gen\u00fcgender Spielraum f\u00fcr eine eigensch\u00f6pferische Leistung bleibt (vgl. BFH-Urteil vom 11.\u00a0Juli 1991 IV\u00a0R\u00a0102\/90, BFHE 166, 36, BStBl II 1992, 413, mit weiteren Rechtsprechungsnachweisen).<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\">\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><em>37<\/em><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td>Denn im Streitfall standen nach den Feststellungen des FG auch insoweit der sachliche Inhalt des gesprochenen Textes nebst Verkaufsargumenten, die Eigenschaften der Produkte sowie deren k\u00f6rperliche Pr\u00e4sentation im Vordergrund, sodass das FG zu Recht im Rahmen seiner W\u00fcrdigung den Vortrag der Kl\u00e4gerin \u00fcber die Notwendigkeit der Improvisation in den Live-Interviews bei Eintritt nicht vorhersehbarer Ereignisse als nicht ausschlaggebendes Kriterium f\u00fcr die Abgrenzung der gewerblichen von der freiberuflichen T\u00e4tigkeit angesehen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der VIII. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 16. September 2014 VIII R 5\/12 entschieden, dass die selbst\u00e4ndige T\u00e4tigkeit einer Moderatorin von Werbesendungen f\u00fcr einen Verkaufssender &#8211; im Streitfall Pr\u00e4sentation von Produkten aus den Bereichen Wellness, Kosmetik, Gesundheit sowie Reisen &#8211; nicht zu Eink\u00fcnften aus selbst\u00e4ndiger Arbeit, sondern zu Eink\u00fcnften aus Gewerbebetrieb f\u00fchrt, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/moderation-von-werbesendungen-keine-freiberufliche-sondern-gewerbliche-taetigkeit\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Moderation von Werbesendungen keine freiberufliche, sondern gewerbliche T\u00e4tigkeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1730],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42688"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=42688"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/42688\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=42688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=42688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=42688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}