{"id":42779,"date":"2015-01-26T17:51:38","date_gmt":"2015-01-26T15:51:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42779"},"modified":"2015-01-26T17:51:38","modified_gmt":"2015-01-26T15:51:38","slug":"unternehmensnachfolge-knackpunkt-finanzierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/unternehmensnachfolge-knackpunkt-finanzierung\/","title":{"rendered":"Unternehmensnachfolge: Knackpunkt Finanzierung"},"content":{"rendered":"<h2>Der Zugang zum Bankkredit als die klassische Finanzierungsform f\u00fcr Unternehmens\u00fcbernahmen hat sich in den letzten zw\u00f6lf Monaten verbessert. Dennoch hat jeder zweite, der ein Unternehmen \u00fcbernimmt, Schwierigkeiten, den Kaufpreis und erforderliche Modernisierungsinvestitionen zu finanzieren. Das gilt selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase, wie der DIHK-Nachfolgereport belegt. Besonders in der Industrie schreckt der hohe Kapitalbedarf deshalb schon im Vorfeld viele m\u00f6gliche Neu-Inhaber ab. Hier kommen rein rechnerisch f\u00fcnf Alt-Eigent\u00fcmer auf einen m\u00f6glichen Nachfolger.<\/h2>\n<p><strong>Unternehmen suchen Nachfolger &#8211; Nachfolger suchen Geld<\/strong><br \/>\nImmer mehr Unternehmer erreichen gegenw\u00e4rtig das &#8222;Ruhestandsalter&#8220;. Gleichzeitig ziehen viele Qualifizierte eine gut dotierte Festanstellung der risikoreicheren Selbst\u00e4ndigkeit vor. Kommt es dennoch zu \u00dcbernahmeverhandlungen, scheiden sich beim Kaufpreis oft die Geister: Vier von zehn Alt-Inhabern fordern mit Blick auf ihr Lebenswerk eine aus Sicht der K\u00e4ufer zu hohe Summe.<\/p>\n<p><strong>G\u00fcnstiges Finanzierungsumfeld verschafft Atempause<\/strong><br \/>\nAuch wenn es den potenziellen Nachfolgern oft am notwendigen Kapital mangelt, so machen sich doch die derzeit guten Finanzierungskonditionen positiv bemerkbar. In vielen F\u00e4llen tragen laut IHK-Berichten aber dar\u00fcber hinaus eine verbesserte Finanzkommunikation zwischen Finanzierungspartnern, \u00dcbergebern und \u00dcbernehmern dazu bei, dass es mit der Finanzierung besser klappt. Fortschritte sehen die IHKs auch bei der \u00dcbernahme von B\u00fcrgschaften. Die recht gut laufende Konjunktur hat das Kreditausfallrisiko und damit auch das Verlustrisiko f\u00fcr die Vergabe von B\u00fcrgschaften gemindert. B\u00fcrgschaften helfen, den gerade bei Gr\u00fcndern anzutreffenden Mangel an Sicherheiten etwas zu lindern.<\/p>\n<p><strong>H\u00fcrden f\u00fcr Finanzierung von \u00dcbernahmen senken<\/strong><br \/>\nDie zus\u00e4tzlichen Regulierungen der Finanzm\u00e4rkte werden den Zugang zu Fremdkapital sukzessive erschweren. Deshalb wird die Beteiligungsfinanzierung auch bei Betriebs\u00fcbernahmen k\u00fcnftig eine st\u00e4rkere Rolle spielen m\u00fcssen. Ein wichtiges Hemmnis liegt hier allerdings in den restriktiven Regelungen zur Nutzung des Verlustvortrags (\u00a7 8c KStG, auch Mantelkaufverbot). Diese sollten nach Ansicht des DIHK auf Missbrauchsf\u00e4lle beschr\u00e4nkt werden. Au\u00dferdem will die Bundesregierung pr\u00fcfen, Ver\u00e4u\u00dferungsgewinne bei Streubesitzanteilen von unter zehn Prozent zu besteuern. Das w\u00fcrde Beteiligungen f\u00fcr Investoren unattraktiv machen und so auch die Finanzierung von Unternehmensnachfolgen erschweren. Bei der Finanzierung von \u00dcbernahmen mit Beteiligungskapital ist die Situation zwar zuletzt nicht mehr ganz so eng. Doch zwei Drittel der IHKs berichten nach wie vor von einem schwierigen Zugang. \u00c4hnliches gilt bei der Finanzierung der \u00dcbernahme mit Eigenmitteln. Kaum jemand kann eine Betriebs\u00fcbernahme \u00fcberwiegend aus eigener Schatulle stemmen.<\/p>\n<p><strong>Erbschaftsteuer mittelstandsfreundlich umsetzen<\/strong><br \/>\nMit Blick auf eine familieninterne Nachfolge herrscht in vielen Unternehmen durch das Erbschaftsteuergesetz des Bundesverfassungsgerichts gro\u00dfe Verunsicherung. Die Politik ist gefordert, m\u00f6glichst rasch ein verfassungsfestes, mittelstandsfreundliches Gesetz vorzulegen, das den Familienunternehmen in Deutschland Rechtssicherheit bietet, eine steuerlich h\u00f6here Belastung bei der Unternehmens\u00fcbergabe ausschlie\u00dft und so den Standortvorteil &#8222;Unternehmenskultur&#8220; in Deutschland sichert.<\/p>\n<p class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0DIHK, Mitteilung vom 22.01.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zugang zum Bankkredit als die klassische Finanzierungsform f\u00fcr Unternehmens\u00fcbernahmen hat sich in den letzten zw\u00f6lf Monaten verbessert. Dennoch hat jeder zweite, der ein Unternehmen \u00fcbernimmt, Schwierigkeiten, den Kaufpreis und erforderliche Modernisierungsinvestitionen zu finanzieren. Das gilt selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase, wie der DIHK-Nachfolgereport belegt. 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