{"id":42815,"date":"2015-02-04T11:38:31","date_gmt":"2015-02-04T09:38:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42815"},"modified":"2015-02-04T11:38:31","modified_gmt":"2015-02-04T09:38:31","slug":"husten-schnupfen-heiserkeit-der-grippale-infekt-als-aussergewoehnliche-belastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/husten-schnupfen-heiserkeit-der-grippale-infekt-als-aussergewoehnliche-belastung\/","title":{"rendered":"Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Der grippale Infekt als au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung"},"content":{"rendered":"<h2>Winterzeit ist Grippezeit! F\u00fcr die j\u00e4hrlich zahlreichen Betroffenen nicht nur ein gesundheitlicher Kraftakt, auch steuerlich k\u00f6nnen die anfallenden Krankheitskosten eine sog. au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung darstellen. Das Gute daran: Au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen im Steuerrecht f\u00fchren mitunter zu einer Steuerlastminderung bzw. -erstattung. Voraussetzung hierf\u00fcr ist jedoch, dass die insgesamt im Kalenderjahr aufgewendeten Kosten den zumutbaren Eigenanteil \u00fcberschreiten. Dieser ermittelt sich in Abh\u00e4ngigkeit der gesamten Eink\u00fcnfte und liegt z. B. bei einer Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro bei 400 Euro.<\/h2>\n<p>Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) empfiehlt daher Quittungen und Belege f\u00fcr Krankheitskosten, wie u. a. \u00e4rztlich verordnete Medikamente, medizinische Behandlungen aber auch Sehhilfen oder Zahnersatz, bereits von Jahresbeginn an gut aufzubewahren. Ma\u00dfgebend ist stets der Zeitpunkt der Barzahlung oder \u00dcberweisung.<\/p>\n<p>Doch auch wenn sich die Kosten innerhalb der zumutbaren Belastung bewegen, kann die Geltendmachung der angefallenen Betr\u00e4ge in der Steuererkl\u00e4rung lohnen. Da regelm\u00e4\u00dfig Klagen bez\u00fcglich der H\u00f6he des zumutbaren Eigenanteils vor den Gerichten anh\u00e4ngig sind, r\u00e4t der DStV aktuelle Verfahren und Entscheidungen fortw\u00e4hrend zu beobachten bzw. einen Steuerberater einzubinden.<\/p>\n<p>Um hohen Krankheitskosten von vornherein vorzubeugen, werben viele Krankenkassen mit sog. Bonus- und Pr\u00e4mienprogrammen im Rahmen derer sie ihre Versicherten f\u00fcr die Teilnahme an Vorsorge- und Fr\u00fcherkennungsuntersuchungen sowie sportlichen Aktivit\u00e4ten (Mitgliedschaft im Fitnessstudio etc.) belohnen. Diese Bonuszahlungen sind jedoch einkommensteuerpflichtig und m\u00fcssen, so der DStV, in der Jahressteuererkl\u00e4rung von den als Sonderausgaben geltend gemachten Krankenversicherungsbeitr\u00e4gen abgezogen werden. Dies gilt entsprechend f\u00fcr erhaltene Beitragsr\u00fcckerstattungen. Nicht steuerpflichtig sind hingegen (ggf. anteilige) Kostenerstattungen f\u00fcr Leistungen, wie z. B. den Yogakurs oder das pr\u00e4ventive R\u00fcckentraining.<\/p>\n<p>Quelle:\u00a0DStV, Pressemitteilung vom 02.02.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Winterzeit ist Grippezeit! F\u00fcr die j\u00e4hrlich zahlreichen Betroffenen nicht nur ein gesundheitlicher Kraftakt, auch steuerlich k\u00f6nnen die anfallenden Krankheitskosten eine sog. au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastung darstellen. Das Gute daran: Au\u00dfergew\u00f6hnliche Belastungen im Steuerrecht f\u00fchren mitunter zu einer Steuerlastminderung bzw. -erstattung. Voraussetzung hierf\u00fcr ist jedoch, dass die insgesamt im Kalenderjahr aufgewendeten Kosten den zumutbaren Eigenanteil \u00fcberschreiten. 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