{"id":42980,"date":"2015-03-10T15:40:51","date_gmt":"2015-03-10T13:40:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=42980"},"modified":"2020-09-15T10:39:27","modified_gmt":"2020-09-15T08:39:27","slug":"familien-staerker-entlasten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/familien-staerker-entlasten\/","title":{"rendered":"Familien st\u00e4rker entlasten"},"content":{"rendered":"<h2>Der Bund der Steuerzahler kritisiert den Verfassungsbruch beim Kinderfreibetrag aufs Sch\u00e4rfste. &#8222;Weil der Kinderfreibetrag zu niedrig ist, zahlen Familien seit 2014 zu viel Steuern. Dass die Bundesregierung den Kinderfreibetrag noch nicht angepasst hat, ist ein Affront f\u00fcr die betroffenen Familien&#8220;, kritisiert BdSt-Pr\u00e4sident Reiner Holznagel. Der BdSt beanstandet, dass derzeit f\u00fcr 2014 keine r\u00fcckwirkende Erh\u00f6hung geplant ist. &#8222;Wenn sich die Politik nicht bewegt, unterst\u00fctzen wir die betroffenen Steuerzahler mit einer Musterklage bis zum Bundesverfassungsgericht.&#8220;<\/h2>\n<p>Zugleich fordert der BdSt, den Kinderfreibetrag schon jetzt mindestens auf das Niveau anzuheben, das f\u00fcr 2016 verfassungsrechtlich geboten ist. Dieser Betrag in H\u00f6he von rund 7.250 Euro stellt aber nur die unterste Grenze des Existenzminimums dar. Optimal w\u00e4re also eine sofortige Erh\u00f6hung auf 7.300 Euro. Holznagel: &#8222;Mit einem solchen Sicherheitspuffer zum Existenzminium h\u00e4tte nicht nur die Regierung Planungssicherheit, sondern vor allem auch die Familien! Die Gro\u00dfe Koalition darf diese wichtige Entscheidung nicht l\u00e4nger auf Kosten der Familien verschleppen.&#8220;<\/p>\n<p>Wussten Sie, dass die Bundesregierung den Existenzminimumbericht f\u00fcr das Jahr 2014 bereits am 17. November 2012 vorgelegt hat? Seitdem ist also bekannt, dass der Kinderfreibetrag erh\u00f6ht werden muss. Dennoch ist die Politik bis heute und damit exakt 837 Tage unt\u00e4tig geblieben!<\/p>\n<p><strong>Zum Hintergrund<\/strong><br \/>\nDer Kinderfreibetrag stellt das Existenzminimum eines Kindes steuerlich frei. Es ist daher verfassungsrechtlich geboten, den Kinderfreibetrag regelm\u00e4\u00dfig anzupassen. Hierf\u00fcr legt die Bundesregierung alle zwei Jahre einen Existenzminimumbericht vor. F\u00fcr den Zeitraum 2014 bis 2016 besteht Anpassungsbedarf. Diese Betr\u00e4ge stellen jedoch nur die verfassungsrechtliche Untergrenze dar. Die Politik kann durchaus auch einen h\u00f6heren Kinderfreibetrag festsetzen.<\/p>\n<p>Durch den bisher unver\u00e4nderten Kinderfreibetrag werden viele Familien seit 2014 zu stark belastet. So m\u00fcssen Familien zu viel Einkommensteuer zahlen, sofern die Steuerentlastung durch den Kinderfreibetrag bei ihnen h\u00f6her ausf\u00e4llt als das ausgezahlte Kindergeld. Zudem wird auch zu viel Solidarit\u00e4tszuschlag f\u00e4llig, weil bei Zuschlagsteuern der Kinderfreibetrag generell abgezogen wird.<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des BdSt.<\/p>\n<p class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0BdSt, Pressemitteilung vom 04.03.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bund der Steuerzahler kritisiert den Verfassungsbruch beim Kinderfreibetrag aufs Sch\u00e4rfste. &#8222;Weil der Kinderfreibetrag zu niedrig ist, zahlen Familien seit 2014 zu viel Steuern. Dass die Bundesregierung den Kinderfreibetrag noch nicht angepasst hat, ist ein Affront f\u00fcr die betroffenen Familien&#8220;, kritisiert BdSt-Pr\u00e4sident Reiner Holznagel. 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