{"id":43174,"date":"2015-04-20T18:18:43","date_gmt":"2015-04-20T16:18:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=43174"},"modified":"2015-04-20T18:18:43","modified_gmt":"2015-04-20T16:18:43","slug":"streitwert-im-verfahren-ueber-gesonderte-gewinnfeststellung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/streitwert-im-verfahren-ueber-gesonderte-gewinnfeststellung\/","title":{"rendered":"Streitwert im Verfahren \u00fcber gesonderte Gewinnfeststellung"},"content":{"rendered":"<div class=\"bsbold VersatztNachLinks Ueberschrift\" align=\"center\">\n<dl class=\"RspDL\">\n<dd>\n<h2 style=\"text-align: left;\">Lassen sich im Verfahren \u00fcber die gesonderte Gewinnfeststellung die konkreten einkommensteuerlichen Auswirkungen beim Rechtsmittelf\u00fchrer nicht ohne weiteres ermitteln, ist der Gegenstandswert nach einem Pauschalsatz zu bestimmen. Abweichend vom Streitwertkatalog f\u00fcr die Finanzgerichtsbarkeit ist nicht auf 25 v.H. des festgestellten Betrages, sondern der beantragten Gewinnminderung abzustellen.<\/h2>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p class=\"bssmall\">Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht 15. Senat, Beschluss vom 06.05.2014, 15 K 196\/11<\/p>\n<p class=\"bssmall\">\u00a7 180 Abs 1 Nr 2b AO, \u00a7 39 Abs 1 GKG, \u00a7 40 GKG, \u00a7 52 GKG<\/p>\n<div>\n<h4 class=\"doc\">Tenor<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>Der Streitwert f\u00fcr das Verfahren betr\u00e4gt 3.000,00 \u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<h4 class=\"doc\">Gr\u00fcnde<\/h4>\n<div>\n<div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>I.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_1\"><\/a>1<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin ist mit M verheiratet. Die in A wohnhaften Eheleute werden vom Finanzamt A zusammen zur Einkommensteuer veranlagt. Die Kl\u00e4gerin und M erzielten in den Jahren 2005 bis 2007 (Streitjahre) aus einem jeweils in B belegenen Betrieb Eink\u00fcnfte aus Gewerbebetrieb. Die Eink\u00fcnfte der Eheleute aus Gewerbebetrieb wurden vom Beklagten (Finanzamt &#8211; FA -) jeweils gesondert festgestellt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_2\"><\/a>2<\/dt>\n<dd>In Umsetzung\u00a0\u00a0von Pr\u00fcfungsfeststellungen erteilte das FA den Eheleuten jeweils am 6.\u00a0Oktober 2009 f\u00fcr die Streitjahre u.a. ge\u00e4nderte Bescheide \u00fcber die gesonderte Feststellung des Gewinns. Die Einspr\u00fcche, die die Kl\u00e4gerin gegen die ihr erteilten Gewinnfeststellungsbescheide eingelegt hatte, wies das FA mit Einspruchsentscheidung vom 19. Mai 2011 als unbegr\u00fcndet zur\u00fcck.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_3\"><\/a>3<\/dt>\n<dd>Am 21. Juni 2011 erhoben die Eheleute gegen die ge\u00e4nderten Gewinnfeststellungsbescheide jeweils Klage. F\u00fcr die Klage der Kl\u00e4gerin wurde das Aktenzeichen 15\u00a0K\u00a0196\/11, f\u00fcr die Klage des M das Aktenzeichen 15 K 194\/11 vergeben. Die m\u00fcndlichen Verhandlungen vor dem Senat fanden am 6. Mai 2014 statt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_4\"><\/a>4<\/dt>\n<dd>Die Kl\u00e4gerin begehrte mit ihrer Klage, die ge\u00e4nderten Bescheide \u00fcber die gesonderte Gewinnfeststellung vom 6. Oktober 2009 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 19.\u00a0Mai 2011 unter Anpassung der jeweiligen Gewerbesteuerr\u00fcckstellung insoweit zu \u00e4ndern, als die den Eink\u00fcnften aus Gewerbebetrieb zugrunde liegenden Privatentnahmen f\u00fcr das Jahr 2005 um 3.000,00 \u20ac, f\u00fcr das Jahr 2006 um 4.000,00 \u20ac und f\u00fcr das Jahr 2007 um 5.000,00 \u20ac zu erm\u00e4\u00dfigen sind \u2026<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_5\"><\/a>5<\/dt>\n<dd>Nachdem das FA in der m\u00fcndlichen Verhandlung vom 6. Mai 2014 zugesagt hatte, f\u00fcr die Streitjahre ge\u00e4nderte Bescheide zu erteilen und der Klage dadurch teilweise abzuhelfen, haben die Kl\u00e4gerin und das FA den Rechtsstreit in der Hauptsache \u00fcbereinstimmend f\u00fcr erledigt erkl\u00e4rt. Mit Beschluss vom 6. Mai 2014 15 K 196\/11 hat der Senat die Kosten des Verfahrens zu 17\u00a0v.H. der Kl\u00e4gerin und im \u00dcbrigen dem FA auferlegt.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_6\"><\/a>6<\/dt>\n<dd>Auch der Kl\u00e4ger hatte mit seiner Klage wegen gesonderter Feststellung des Gewinns 2005 bis 2007 teilweise Erfolg. Zwar hat er die Klage f\u00fcr das Jahr 2007 zur\u00fcckgenommen, das FA hat die f\u00fcr die beiden anderen Streitjahre erteilten \u00c4nderungsbescheide jedoch aufgehoben. \u2026<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_7\"><\/a>7<\/dt>\n<dd>Das FA macht mit Schriftsatz vom 9. Dezember 2014 geltend, der Gegenstandswert f\u00fcr das Klageverfahren 15 K 196\/11 sei auf der Grundlage der durch die Klage erfolgten Gewinnminderungen zu ermitteln:<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_8\"><\/a>8<\/dt>\n<dd>\n<table class=\"Rsp\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<th colspan=\"2\" rowspan=\"1\"><\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><strong>Jahr<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><strong>Gewinnminderung aufgrund der Klage<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2005<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2.460,00 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2006<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">3.000,00 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">2007<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">4.500,00 \u20ac<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><strong>Summe<\/strong><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><strong>\u00a09.960,00 \u20ac<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_9\"><\/a>9<\/dt>\n<dd>Nach Ziffer 13. des von den Pr\u00e4sidenten der Finanzgerichte f\u00fcr die Bundesrepublik Deutschland beschlossenen Streitwertkatalogs f\u00fcr die Finanzgerichtsbarkeit (ver\u00f6ffentlicht z.B. unter www.finanzgericht.niedersachsen.de) sei in F\u00e4llen, in denen die tats\u00e4chlichen Auswirkungen nicht zu ermitteln sind, \u201eder Streitwert mit 20 % des festgestellten Betrages anzusetzen \u2026\u201c. Das bedeute, dass sich der Gegenstandswert vorliegend auf 1.992,00 \u20ac (= 20 v.H. von 9.960,00 \u20ac) belaufe.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_10\"><\/a>10<\/dt>\n<dd>Der Kostenbeamte bat das Finanzamt A mit Schreiben vom 16. Mai 2014 um \u00dcbersendung von Probeberechnungen. \u2026 Mit Verf\u00fcgung vom 12. Dezember 2014 hat er den Senat um Streitwertfestsetzung ersucht.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><\/dt>\n<dd>II.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_11\"><\/a>11<\/dt>\n<dd>Der Streitwert betr\u00e4gt 3.000,00 \u20ac. Hierbei handelt es sich um 25 v.H. der von der Kl\u00e4gerin durch die Antragstellung insgesamt begehrten Gewinnerm\u00e4\u00dfigungen in H\u00f6he von 12.000,00\u00a0\u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_12\"><\/a>12<\/dt>\n<dd>1. In den Verfahren vor den Gerichten der Verwaltungs-, Finanz- und Sozialgerichtsbarkeit ist, soweit nichts anderes bestimmt ist, der Streitwert gem\u00e4\u00df \u00a7 52 Abs. 1 des Gerichtskostengesetzes (GKG) nach der sich aus dem Antrag des Kl\u00e4gers f\u00fcr ihn ergebenden Bedeutung der Sache nach Ermessen zu bestimmen. Betrifft der Antrag eine bezifferte Geldleistung oder einen hierauf gerichteten Verwaltungsakt, ist deren H\u00f6he ma\u00dfgebend (\u00a7 52 Abs. 3 GKG). Ma\u00dfgeblich ist danach grunds\u00e4tzlich die unmittelbare finanzielle Auswirkung einer obsiegenden Entscheidung f\u00fcr den Kl\u00e4ger. Deshalb bemisst sich der Streitwert bei der Anfechtung von Steuerbescheiden regelm\u00e4\u00dfig nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem festgesetzten Steuerbetrag und der vom Kl\u00e4ger begehrten Steuerfestsetzung (vgl. etwa Beschl\u00fcsse des Bundesfinanzhofs &#8211; BFH &#8211; vom 9. April 1990 III\u00a0E\u00a03\/89, BFH\/NV 1991, 551; vom 17. Februar 1994 VII E 3\/93, BFH\/NV 1994, 819; vom 5. Juli 2005 II E 1\/05, BFH\/NV 2005, 1852; vom 15. Juli 2005 I E 2\/05, BFH\/NV 2005, 2217).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_13\"><\/a>13<\/dt>\n<dd>Bei einem Rechtsstreit \u00fcber eine gesonderte Gewinnfeststellung (vgl. \u00a7 180 Abs. 1 Nr. 2b der Abgabenordnung &#8211; AO -) stellt der BFH in st\u00e4ndiger Rechtsprechung auf die konkreten einkommensteuerlichen Auswirkungen beim Rechtsmittelf\u00fchrer ab (vgl. z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 10. Juni 1999 IV E 2\/99, BFH\/NV 1999, 1608; vom 26. November 2002 IV E 2\/02, BFH\/NV 2003, 338, m.w.N.; vom 21. November 2005 III E 2\/05, BFH\/NV 2006, 585). Nach Ziffer 13. des Streitwertkatalogs f\u00fcr die Finanzgerichtsbarkeit ist in F\u00e4llen, in denen die tats\u00e4chlichen Auswirkungen nicht zu ermitteln sind, der Streitwert grunds\u00e4tzlich \u201emit 25 v.H. des festgestellten Betrages anzusetzen.\u201c<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_14\"><\/a>14<\/dt>\n<dd>Nach \u00a7 40 GKG ist f\u00fcr die Wertberechnung der Zeitpunkt der den jeweiligen Streitgegenstand betreffenden Antragstellung, die den Rechtszug einleitet, ma\u00dfgebend (vgl. BFH-Beschluss vom 27. Oktober 2005 VII E 10\/05, BFH\/NV 2006, 345, unter II. 1.). Werterh\u00f6hungen oder -minderungen w\u00e4hrend der Instanz sind bezogen auf diesen Antrag (Streitgegenstand) unerheblich (vgl. Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung\/Finanzgerichtsordnung, Vor \u00a7 135 FGO Rz 109; Gr\u00e4ber\/Ratschow, FGO, 7.\u00a0Aufl., Vor \u00a7\u00a0135 Rz 105).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_15\"><\/a>15<\/dt>\n<dd>In Verfahren vor den Gerichten der Finanzgerichtsbarkeit darf der Streitwert gem\u00e4\u00df \u00a7 52 Abs. 4 GKG in der bis zum 31. Juli 2013 geltenden und damit nach \u00a7 71 Abs. 1 Satz 1 GKG vorliegend anwendbaren Fassung nicht unter 1.000,00 \u20ac angenommen werden. Verfolgt der Kl\u00e4ger mehrere selbst\u00e4ndige prozessuale Anspr\u00fcche in einer Klage (objektive Klageh\u00e4ufung), werden die Streitwerte der verschiedenen Klagebegehren (Streitgegenst\u00e4nde) nach \u00a7 39 Abs. 1 GKG zusammengerechnet (vgl. Gr\u00e4ber\/Ratschow, FGO, 7.\u00a0Aufl., Vor \u00a7\u00a0135 Rz 90, m.w.N.). Da der Mindeststreitwert nach dem Wortlaut des \u00a7\u00a052 Abs. 4 GKG (\u201eIn Verfahren vor den \u2026\u201c) verfahrens-, nicht aber streitgegenstandsbezogen anzuwenden ist, erh\u00f6ht sich im Falle der objektiven Klageh\u00e4ufung jedoch der Mindeststreitwert nicht entsprechend (vgl. Beschluss des Finanzgerichts &#8211; FG &#8211; Baden-W\u00fcrttemberg vom\u00a0\u00a05.\u00a0April 2005\u00a0\u00a012 K 300\/04, EFG 2005, 1894; FG K\u00f6ln, Beschluss vom 19. November 2007 10\u00a0Ko\u00a0257, 258\/07, EFG 2008, 332, unter II. 1. a; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung\/Finanzgerichtsordnung, Vor \u00a7 135 FGO Rz 124).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_16\"><\/a>16<\/dt>\n<dd>2. Nach diesen Ma\u00dfst\u00e4ben betr\u00e4gt der Streitwert 3.000,00 \u20ac.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_17\"><\/a>17<\/dt>\n<dd>Das Begehren der Kl\u00e4gerin war bei Klageerhebung &#8211; dem f\u00fcr die Wertberechnung nach \u00a7\u00a040 GKG ma\u00dfgeblichen Zeitpunkt &#8211; darauf gerichtet, die Gewinne f\u00fcr die drei Streitjahre insgesamt um 12.000,00 \u20ac zu erm\u00e4\u00dfigen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_18\"><\/a>18<\/dt>\n<dd>a) Die tats\u00e4chlichen einkommensteuerlichen Auswirkungen des Obsiegens der Kl\u00e4gerin sind im Streitfall nicht ohne weiteres zu ermitteln. Zum einen wird die Kl\u00e4gerin mit M zusammen zur Einkommensteuer veranlagt, zum anderen sind die Einkommensteuerfestsetzungen f\u00fcr die Streitjahre durch das Wohnsitzfinanzamt gem\u00e4\u00df \u00a7\u00a0175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO auch insoweit zu \u00e4ndern, als aufgrund des Klageverfahrens 15\u00a0K 194\/11 die dem M erteilten Gewinnfeststellungsbescheide (Grundlagenbescheide) ge\u00e4ndert worden sind.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_19\"><\/a>19<\/dt>\n<dd>b) Bestehen Schwierigkeiten bei der Ermittlung der konkreten einkommensteuerlichen Auswirkungen, ist es in Aus\u00fcbung des dem Gericht nach \u00a7 52 Abs. 1 GKG zustehenden Ermessens gerechtfertigt, den Gegenstandswert nach einem Pauschalsatz zu bestimmen (\u00e4hnlich Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung\/Finanzgerichtsordnung, Vor \u00a7 135 FGO Rz 198).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_20\"><\/a>20<\/dt>\n<dd>aa) Abweichend von Ziffer 13. des Streitwertkatalogs f\u00fcr die Finanzgerichtsbarkeit kann der Streitwert nicht \u201emit 25 % des festgestellten Betrages\u201c angesetzt werden. Abgesehen davon, dass diese Formulierung offen l\u00e4sst, ob auf den festgestellten Betrag im angefochtenen Bescheid vor Klageerhebung oder auf den aufgrund des Klageverfahrens festzustellenden Betrag abzuheben ist, ist nach \u00a7 40 GKG f\u00fcr die Wertberechnung der den Rechtszug einleitende Antrag ma\u00dfgebend. Grundlage f\u00fcr die Anwendung eines Pauschalsatzes muss deshalb &#8211; wie auch bei der gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen nach \u00a7 180 Abs. 1 Nr. 2a AO (vgl. hierzu etwa BFH-Beschluss vom 29. November 2012 IV\u00a0E\u00a07\/12, BFH\/NV 2013, 403, unter II. 2. a; Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung\/Finanzgerichtsordnung, Vor \u00a7 135 FGO Rz 199; Ziffer 12. des Streitwertkatalogs f\u00fcr die Finanzgerichtsbarkeit) &#8211; die H\u00f6he der zwischen den Beteiligten streitigen Eink\u00fcnfte sein.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_21\"><\/a>21<\/dt>\n<dd>F\u00fcr den Streitfall bedeutet dies, dass bei der Streitwertbestimmung auf die Summe der von der Kl\u00e4gerin f\u00fcr alle Streitjahre beantragten Gewinnminderungen in H\u00f6he von insgesamt 12.000,00 \u20ac abzuheben ist.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_22\"><\/a>22<\/dt>\n<dd>bb) Es erheben sich keine Bedenken dagegen, auf die streitigen Eink\u00fcnfte den in Ziffer 13. des Streitwertkatalogs f\u00fcr die Finanzgerichtsbarkeit empfohlenen Pauschalsatz von 25\u00a0v.H. in Ansatz zu bringen (so z.B. auch Brandis in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung\/Fi-nanzgerichtsordnung, Vor \u00a7 135 FGO Rz 198). Nach diesem Pauschalsatz ist nach der st\u00e4ndigen Rechtsprechung des BFH in der Regel auch in Klageverfahren wegen gesonderter und einheitlicher Feststellung des Gewinns der Streitwert zu ermitteln (vgl. z.B. BFH-Beschl\u00fcsse vom 23.\u00a0Februar 1978 IV E 1\/78, BFHE 125, 7, BStBl II 1978, 409, unter 1.; vom 29. Februar 2012 IV E 1\/12, BFH\/NV 2012, 1153, unter II. 1. a, und in BFH\/NV 2013, 403).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_23\"><\/a>23<\/dt>\n<dd>Nach alledem war der Streitwert mit 25 v.H. von 12.000,00 \u20ac anzusetzen.<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_24\"><\/a>24<\/dt>\n<dd>3. Die Festsetzung des Streitwerts beruht auf \u00a7 63 Abs. 2 Satz 2 GKG. Eine Kostenentscheidung ist nicht zu treffen, weil f\u00fcr die Streitwertfestsetzung keine Gerichtsgeb\u00fchren vorgesehen sind (vgl. BFH-Beschl\u00fcsse vom 20. Oktober 2005 III S 20\/05, BFHE 211, 267, BStBl II 2006, 77; vom 2. Oktober 2014 III S 2\/14, BFHE 247, 119, BStBl II 2015, 37, unter II. 4.).<\/p>\n<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lassen sich im Verfahren \u00fcber die gesonderte Gewinnfeststellung die konkreten einkommensteuerlichen Auswirkungen beim Rechtsmittelf\u00fchrer nicht ohne weiteres ermitteln, ist der Gegenstandswert nach einem Pauschalsatz zu bestimmen. Abweichend vom Streitwertkatalog f\u00fcr die Finanzgerichtsbarkeit ist nicht auf 25 v.H. des festgestellten Betrages, sondern der beantragten Gewinnminderung abzustellen. Nieders\u00e4chsisches Finanzgericht 15. 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