{"id":43679,"date":"2015-07-01T17:51:54","date_gmt":"2015-07-01T15:51:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=43679"},"modified":"2021-11-30T17:21:49","modified_gmt":"2021-11-30T15:21:49","slug":"buerokratieabbau-beim-mindestlohn-kommt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/buerokratieabbau-beim-mindestlohn-kommt\/","title":{"rendered":"B\u00fcrokratieabbau beim Mindestlohn kommt"},"content":{"rendered":"<p>Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) hat sich erfolgreich mit seiner Forderung durchgesetzt, zur Entlastung kleiner und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen (KMU) die Dokumentationspflichten nach dem Mindestlohngesetz (MiLoG) zu entsch\u00e4rfen und die Auftraggeberhaftung praxisgerecht zu begrenzen. Nach einer Ank\u00fcndigung des Bundesministeriums f\u00fcr Arbeit und Soziales (BMAS) sollen die Regelungen zu den Aufzeichnungspflichten in K\u00fcrze im Wege einer Rechtsverordnung gelockert werden. K\u00fcnftig soll die Pflicht zur Aufzeichnung der Arbeitszeiten nur f\u00fcr Arbeitnehmer gelten, deren regelm\u00e4\u00dfiges monatliches Entgelt unter 2.000 Euro liegt. Mitarbeitende Familienangeh\u00f6rige sollen von den Aufzeichnungspflichten vollst\u00e4ndig ausgenommen werden. Klargestellt werden soll auch, dass die Haftung des Auftraggebers nur auf F\u00e4lle begrenzt ist, in denen ein Unternehmer eigene vertragliche Pflichten an andere Unternehmen weiterreicht.<br \/>\nDStV-Pr\u00e4sident StB\/WP Harald Elster begr\u00fc\u00dft die angek\u00fcndigten Anpassungen als Schritt in die richtige Richtung. Ein noch gr\u00f6\u00dferer Beitrag f\u00fcr den B\u00fcrokratieabbau &#8211; so Elster &#8211; k\u00f6nne allerdings geleistet werden, wenn die Aufzeichnungspflichten auch f\u00fcr Minijobber komplett entfallen, vorausgesetzt, sie weisen einen schriftlichen Arbeitsvertrag vor, aus dem sich der Stundenlohn und die Arbeitszeit bereits eindeutig ergeben.<\/p>\n<p>Mit den angek\u00fcndigten \u00c4nderungen kommt das BMAS Kernforderungen des DStV nach, der in den letzten Monaten wiederholt bei der Politik eine Klarstellung zur Auftraggeberhaftung sowie eine praxisgerechtere Ausgestaltung der Pflichten zur Aufzeichnung der Arbeitszeiten nach \u00a7 17 MiLoG angemahnt und eine deutliche Absenkung der in der Mindestlohndokumentationspflichten-Verordnung (MiLoDokV) festgelegten Entgeltgrenze von derzeit 2.958 Euro gefordert hat.<\/p>\n<p>Nachbesserungsbedarf besteht nach Ansicht des DStV weiterhin bei der Behandlung von Praktikumsverh\u00e4ltnissen sowie bei der Kl\u00e4rung der Kompetenzen der Steuerberater.<\/p>\n<p>Das vollst\u00e4ndige Positionspapier finden Sie auf der Homepage des DStV.<\/p>\n<p>DStV, Mitteilung vom 01.07.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Deutsche Steuerberaterverband e.V. 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