{"id":44318,"date":"2015-10-13T13:31:03","date_gmt":"2015-10-13T11:31:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44318"},"modified":"2015-10-13T13:31:03","modified_gmt":"2015-10-13T11:31:03","slug":"pflichtveranlagungsgrenze-wann-sind-einkuenfte-aus-privaten-veraeusserungsgeschaeften-zu-beruecksichtigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/pflichtveranlagungsgrenze-wann-sind-einkuenfte-aus-privaten-veraeusserungsgeschaeften-zu-beruecksichtigen\/","title":{"rendered":"Pflichtveranlagungsgrenze: Wann sind Eink\u00fcnfte aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften zu ber\u00fccksichtigen?"},"content":{"rendered":"<p><b>Pflichtveranlagungsgrenze: Wann sind Eink\u00fcnfte aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften zu ber\u00fccksichtigen?<\/b><\/p>\n<p><b>Positive Eink\u00fcnfte aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften sind bei der Pr\u00fcfung der Voraussetzungen f\u00fcr eine Pflichtveranlagung die auf Ebene der Eink\u00fcnfte zu ber\u00fccksichtigen, und nicht erst als Abzug vom Gesamtbetrag der Eink\u00fcnfte.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><\/p>\n<p>Der Kl\u00e4ger reichte seine Einkommensteuer-Erkl\u00e4rung f\u00fcr das Jahr 2006 am 16.8.2011 beim Finanzamt ein. Neben Eink\u00fcnften aus nichtselbstst\u00e4ndiger Arbeit erkl\u00e4rte er Eink\u00fcnfte aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften i. H. v. 2.110 EUR. Zum 31.12.2005 waren nicht ausgeglichene Verluste aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften i. H. v. 1.923 EUR festgestellt worden. Das Finanzamt nahm daher wegen Unterschreitens der Pflichtveranlagungsgrenze von 410 EUR eine Antragsveranlagung an und lehnte diese wegen Ablaufs der Festsetzungsfrist ab. Der Kl\u00e4ger war dagegen der Meinung, dass eine Verrechnung des vortragsf\u00e4higen Verlustes erst vom Gesamtbetrag der Eink\u00fcnfte zu erfolgen hat, sodass die Pflichtveranlagungsgrenze \u00fcberschritten war.<\/p>\n<p><b>Entscheidung<\/b><\/p>\n<p>Die Klage hatte keinen Erfolg, denn das Finanzgericht wies die Klage als unbegr\u00fcndet ab. Der Verlustabzug muss bei den Eink\u00fcnften aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften im Rahmen der Ermittlung der Eink\u00fcnfte erfolgen. Daf\u00fcr spreche, dass die Ausf\u00fchrungen zur Verlustverrechnung ausdr\u00fccklich in die Vorschrift \u00fcber die privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4fte aufgenommen und dabei ein Verlustabzug in anderen Kalenderjahren ausgeschlossen worden sei. Der Wortlaut der Vorschrift sehe ausdr\u00fccklich eine Verlustverrechnung mit den Eink\u00fcnften aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften vor.<\/p>\n<p>Diese Verlustverrechnung auf Einkunftsebene sei auch im Rahmen Veranlagung zu ber\u00fccksichtigen, sodass im Streitfall eine Antragsveranlagung wegen Ablaufs der Festsetzungsfrist zum 31.12.2010 nicht mehr in Frage komme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pflichtveranlagungsgrenze: Wann sind Eink\u00fcnfte aus privaten Ver\u00e4u\u00dferungsgesch\u00e4ften zu ber\u00fccksichtigen? 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