{"id":44337,"date":"2015-10-14T16:18:46","date_gmt":"2015-10-14T14:18:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44337"},"modified":"2021-11-30T17:21:56","modified_gmt":"2021-11-30T15:21:56","slug":"reform-der-grundsteuer-die-zukunft-liegt-im-boden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/reform-der-grundsteuer-die-zukunft-liegt-im-boden\/","title":{"rendered":"Reform der Grundsteuer &#8211; Die Zukunft liegt im Boden"},"content":{"rendered":"<h2>Die bisherige Grundsteuer ist nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df &#8211; das hat der Bundesfinanzhof 2014 klargestellt. Die Bundesl\u00e4nder ringen seit Jahren um eine Reform, bislang ohne Erfolg. Das Institut der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln (IW) hat nun verschiedene Reformvorschl\u00e4ge \u00fcberpr\u00fcft und kommt zu einem eindeutigen Votum: K\u00fcnftig sollte einzig der Boden besteuert werden. Das w\u00fcrde mehrere Probleme auf einmal l\u00f6sen.<\/h2>\n<p>Den deutschen Kommunen liefert die Grundsteuer 15 Prozent ihrer Einnahmen. Doch die Steuer fu\u00dft in ihrer jetzigen Form auf veralteten Daten und ist investitionsfeindlich: Die Bewertung der Grundst\u00fccke geht in Westdeutschland auf 1964 zur\u00fcck, in Ostdeutschland sogar auf 1935. Zudem hat der Wert des Geb\u00e4udes Einfluss auf die H\u00f6he der Steuer, wodurch jede Investition ins Geb\u00e4ude zu einer steuerlichen Mehrbelastung f\u00fchrt. Im Umkehrschluss bedeutet das au\u00dferdem, dass besonders wenig Grundsteuer f\u00fcr unbebaute Grundst\u00fccke f\u00e4llig wird &#8211; selbst in Stadtzentren. &#8222;Es gibt kaum Anreize, Brachfl\u00e4chen zu bebauen, Baul\u00fccken zu schlie\u00dfen oder ein Grundst\u00fcck m\u00f6glichst effizient zu nutzen&#8220;, fasst IW-Immobilienexperte Ralph Henger zusammen.<\/p>\n<p>Die meisten Reformvorschl\u00e4ge, zeigt die IW-Studie, werden daran wenig \u00e4ndern, was die Zersiedelung von St\u00e4dten und Gemeinden weiter f\u00f6rdert. Anders bei einer Bodensteuer, die das IW K\u00f6ln bevorzugt. Bei dieser l\u00e4gen die Kosten f\u00fcr ein unbebautes Grundst\u00fcck etwa sechsmal so hoch wie bislang. F\u00fcr Grundst\u00fccke mit Einfamilienh\u00e4usern w\u00fcrde die Grundsteuer bundesweit ungef\u00e4hr gleich hoch bleiben, in den Gro\u00dfst\u00e4dten mit teuren Wohnlagen allerdings um gut 200 Euro auf 770 Euro pro Jahr zulegen. Klarer Gewinner der Reform, die nur noch den Boden zur Bewertungsgrundlage macht, w\u00e4ren die Bewohner von Wohnungen in Mehrfamilienh\u00e4usern. Sie w\u00fcrden in Gro\u00dfst\u00e4dten fast 80 Euro, im bundesweiten Durchschnitt 60 Euro pro Jahr sparen. Und das Reformmodell h\u00e4tte noch weitere Vorteile, erkl\u00e4rt Henger: &#8222;Mittlerweile ist durch die nahezu fl\u00e4chendeckend vorliegenden Bodenrichtwerte klar, wie viel der Boden wert ist. Eine Bodensteuer w\u00e4re also kein b\u00fcrokratischer Kraftakt, sondern eine Steuervereinfachung.&#8220;<\/p>\n<p>Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des IW K\u00f6ln.<\/p>\n<p class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0IW K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 14.10.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die bisherige Grundsteuer ist nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df &#8211; das hat der Bundesfinanzhof 2014 klargestellt. 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