{"id":44347,"date":"2015-10-14T15:23:42","date_gmt":"2015-10-14T13:23:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44347"},"modified":"2015-10-14T16:24:14","modified_gmt":"2015-10-14T14:24:14","slug":"meister-bafoeg-foerdersaetze-steigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/meister-bafoeg-foerdersaetze-steigen\/","title":{"rendered":"Meister-BAf\u00f6G: F\u00f6rders\u00e4tze steigen"},"content":{"rendered":"<h2>Wer sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Fachwirt oder staatlich gepr\u00fcften Erzieher fortbilden will, wird noch besser unterst\u00fctzt. Ab August 2016 werden die F\u00f6rderbetr\u00e4ge beim &#8222;Meister-BAf\u00f6G&#8220; deutlich erh\u00f6ht. Fortbildung, Beruf und Familie werden besser vereinbar.<\/h2>\n<p>Das Bundeskabinett hat die Dritte Novelle des Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetzes beschlossen. Sie soll zum 1. August 2016 in Kraft treten.<\/p>\n<p>Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ftenachwuchs wird \u00fcberall gebraucht: in Handwerks- und Industriebetrieben genauso wie in Krankenh\u00e4usern oder Kitas. Allein im Handwerk stehen in den kommenden zehn Jahren 200.000 Betriebsnachfolgen an.<\/p>\n<p><strong>Arbeiten, Familie und Fortbildung unter einen Hut bringen<\/strong><br \/>\nWer eine Aufstiegsfortbildung plant, muss Arbeiten, Familie, Lehrg\u00e4nge sowie Zeit f\u00fcrs Lernen und f\u00fcr die Pr\u00fcfung vereinbaren. Oft sind Freistellungsphasen oder Teilzeitarbeit sowie zus\u00e4tzliche Kinderbetreuung erforderlich. Lebensunterhalt und Fortbildungskosten m\u00fcssen finanzierbar sein.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung will m\u00f6gliche Hemmschwellen abbauen, um noch mehr Menschen f\u00fcr die Aufstiegsfortbildung gewinnen.<\/p>\n<p>Ziele der Meister-BAf\u00f6G- Novelle sind daher, die Vereinbarkeit von Fortbildung, Beruf und Familie zu erleichtern und die Finanzierung weiter zu verbessern. So sollen mehr Frauen davon profitieren und sich f\u00fcr eine Aufstiegsfortbildung entscheiden. Bisher sind weniger als ein Drittel der Gef\u00f6rderten Frauen.<\/p>\n<p><strong>H\u00f6here F\u00f6rders\u00e4tze<\/strong><br \/>\nMit der Novelle des Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetzes (AFBG) wird die F\u00f6rderung familienfreundlicher: die Unterhaltszuschl\u00e4ge f\u00fcr Kinder und Ehegatten steigen von 210 \/ 215 Euro auf 235 Euro monatlich. Der einkommensunabh\u00e4ngige Kinderbetreuungszuschlag f\u00fcr Alleinerziehende wird von 113 auf 130 Euro monatlich erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem steigen die Zuschussanteile, die Verm\u00f6gensfreibetr\u00e4ge, die Beitr\u00e4ge f\u00fcr Lehrgangs- und Pr\u00fcfungskosten und f\u00fcr das &#8222;Meisterst\u00fcck&#8220;. Der Erfolgsbonus f\u00fcr das Bestehen der Abschlusspr\u00fcfung wird erh\u00f6ht: k\u00fcnftig werden 30 Prozent des Restdarlehens f\u00fcr Lehrgangs- und Pr\u00fcfungskosten erlassen.<\/p>\n<p>Bereits mit der 25. BAf\u00f6G-Novelle wurden die Basisunterhaltsbetr\u00e4ge und die Einkommensfreibetr\u00e4ge beim Meister-BAf\u00f6G erh\u00f6ht. Die Verbesserungen aus beiden Gesetzesnovellen sollen zeitgleich zum 1. August 2016 in Kraft treten.<\/p>\n<p>Bund und L\u00e4nder stellen in den n\u00e4chsten Jahren bis zu 55 Millionen Euro j\u00e4hrlich zus\u00e4tzlich bereit.<\/p>\n<p>Zum 1. August 2016 steigen die maximalen Unterhaltsbeitr\u00e4ge beim Meister-BAf\u00f6G:<\/p>\n<div class=\"clearBoth\"><\/div>\n<ul>\n<li>f\u00fcr Alleinstehende von 697,00 Euro auf 768,00 Euro\/Monat<\/li>\n<li>f\u00fcr Alleinerziehende von 907,00 Euro auf 1.003,00 Euro\/Monat<\/li>\n<li>Alleinerziehende erhalten zus\u00e4tzlich einen einkommensunabh\u00e4ngigen Kinderbetreuungszuschlag. Er steigt von 113 auf 130 Euro\/Monat.<\/li>\n<li>f\u00fcr Verheiratete mit 1 Kind von 1.122 Euro auf 1.238 Euro\/Monat<\/li>\n<li>f\u00fcr Verheiratete mit 2 Kindern von 1.332 Euro auf 1.473 Euro\/Monat<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Meister-BAf\u00f6G f\u00fcr Bachelorabsolventen<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Novelle \u00f6ffnet die Bundesregierung das Meister-BAf\u00f6G f\u00fcr Bachelorabsolventen und -absolventinnen. Auch Studienabbrecher, die in eine betriebliche Ausbildung gewechselt sind, k\u00f6nnen mit bestimmten Vorqualifikationen k\u00fcnftig Meister-BAf\u00f6G erhalten.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung setzt damit ein klares Zeichen, um die Durchl\u00e4ssigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung weiter zu erh\u00f6hen. Zudem werden neue Zielgruppen f\u00fcr F\u00fchrungspositionen erschlossen.<\/p>\n<div class=\"schatten\">\n<table>\n<colgroup>\n<col width=\"540\" \/><\/colgroup>\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"first last\"><strong>Attraktive F\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n<p>Das &#8222;Meister-BAf\u00f6G&#8220; gibt es seit 1996. Seitdem konnten rund 1,7 Millionen berufliche Aufstiege mit rund 6,9 Milliarden Euro erm\u00f6glicht und gef\u00f6rdert werden. Grunds\u00e4tzlich besteht die F\u00f6rderung zum Teil aus Zusch\u00fcssen und zum Teil aus Darlehen. F\u00fcr Antragstellung und Bewilligung sind die L\u00e4nder zust\u00e4ndig. Das &#8222;Meister-BAf\u00f6G&#8220; wird zu 78 Prozent vom Bund und zu 22 Prozent von den L\u00e4ndern finanziert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div>\n<p class=\"keinBildUmfluss\">Quelle:\u00a0Bundesregierung, Mitteilung vom 14.10.2015<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sich zum Handwerks- oder Industriemeister, zum Techniker, Fachwirt oder staatlich gepr\u00fcften Erzieher fortbilden will, wird noch besser unterst\u00fctzt. Ab August 2016 werden die F\u00f6rderbetr\u00e4ge beim &#8222;Meister-BAf\u00f6G&#8220; deutlich erh\u00f6ht. Fortbildung, Beruf und Familie werden besser vereinbar. Das Bundeskabinett hat die Dritte Novelle des Aufstiegsfortbildungsf\u00f6rderungsgesetzes beschlossen. Sie soll zum 1. August 2016 in Kraft treten. 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