{"id":44570,"date":"2015-12-03T12:40:21","date_gmt":"2015-12-03T10:40:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44570"},"modified":"2015-12-03T12:40:21","modified_gmt":"2015-12-03T10:40:21","slug":"zukuenftige-zinsverbindlichkeiten-rueckstellung-nicht-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zukuenftige-zinsverbindlichkeiten-rueckstellung-nicht-moeglich\/","title":{"rendered":"Zuk\u00fcnftige Zinsverbindlichkeiten: R\u00fcckstellung nicht m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p><b>Zuk\u00fcnftige Zinsverbindlichkeiten: R\u00fcckstellung nicht m\u00f6glich<\/b><\/p>\n<p><b>R\u00fcckstellungen d\u00fcrfen f\u00fcr einen noch nicht bestimmbaren Aufwand gebildet werden. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Zinsen aufgrund eines Erf\u00fcllungsr\u00fcckstandes ist die Bildung einer R\u00fcckstellung steuerlich jedoch nicht zul\u00e4ssig.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><\/p>\n<p>Kl\u00e4gerin war eine GmbH, die in einen internationalen Konzern eingebunden war. Von einer Schwestergesellschaft erhielt diese ein Darlehen. Bez\u00fcglich der Zinsen war vereinbart, dass der Zinssatz \u00fcber einen Zeitraum von 10 Jahren j\u00e4hrlich ansteigen sollte. Zahlbar waren die Zinsen jeweils zum 28.2. eines Jahres. Der durchschnittliche Effektivzins lag bei 5,2 %. Zum 31.12.2008 bildete die Kl\u00e4gerin eine R\u00fcckstellung f\u00fcr die Zinsen des Jahres 2008 unter Berechnung eines Zinssatzes von 5,2 %. Im Rahmen einer steuerlichen Au\u00dfenpr\u00fcfung wurde die urspr\u00fcnglich vom Finanzamt akzeptierte R\u00fcckstellung aber nicht mehr in voller H\u00f6he anerkannt. Im Einspruchs- und Klageverfahren f\u00fchrte die Kl\u00e4gerin aus, der Zinssatz von 5,2 % sei markt\u00fcblich. Diese effektive Zinsbelastung befinde sich in H\u00f6he der Differenz zwischen der zu zahlenden Zinsh\u00f6he f\u00fcr 2008 und der Effektivverzinsung in einem Erf\u00fcllungsr\u00fcckstand. Hierf\u00fcr sei eine R\u00fcckstellung zu passivieren.<\/p>\n<p><b>Entscheidung<\/b><\/p>\n<p>Vor dem Finanzgericht hatte die Klage der GmbH keinen Erfolg. Eine R\u00fcckstellung komme nach Ansicht der Finanzrichter nur dann in Betracht, wenn ein Verlust aus einem schwebenden Gesch\u00e4ft drohe oder ein Erf\u00fcllungsr\u00fcckstand bestehe. Dabei komme eine R\u00fcckstellung f\u00fcr drohende Verluste steuerlich bereits wegen der ausdr\u00fccklichen gesetzlichen Regelung nicht in Betracht. F\u00fcr einen Erf\u00fcllungsr\u00fcckstand sei erforderlich, dass ein Vertragspartner mit seiner vertraglich vereinbarten Leistung im R\u00fcckstand ist. Hierbei sei auf das schuldrechtliche Gesch\u00e4ft abzustellen. Nach dem Darlehensvertrag sei die Kl\u00e4gerin aber in 2008 nur zur Zahlung von 1,8 % Zinsen verpflichtet gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zuk\u00fcnftige Zinsverbindlichkeiten: R\u00fcckstellung nicht m\u00f6glich R\u00fcckstellungen d\u00fcrfen f\u00fcr einen noch nicht bestimmbaren Aufwand gebildet werden. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Zinsen aufgrund eines Erf\u00fcllungsr\u00fcckstandes ist die Bildung einer R\u00fcckstellung steuerlich jedoch nicht zul\u00e4ssig. Hintergrund Kl\u00e4gerin war eine GmbH, die in einen internationalen Konzern eingebunden war. Von einer Schwestergesellschaft erhielt diese ein Darlehen. Bez\u00fcglich der Zinsen war vereinbart, dass &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zukuenftige-zinsverbindlichkeiten-rueckstellung-nicht-moeglich\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zuk\u00fcnftige Zinsverbindlichkeiten: R\u00fcckstellung nicht m\u00f6glich<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[3888],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44570"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44570"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44570\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}