{"id":44626,"date":"2015-11-30T19:08:01","date_gmt":"2015-11-30T17:08:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44626"},"modified":"2015-12-07T19:08:45","modified_gmt":"2015-12-07T17:08:45","slug":"bundesausbildungsfoerderungsgesetz-kein-bafoeg-bei-drei-eigentumswohnungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bundesausbildungsfoerderungsgesetz-kein-bafoeg-bei-drei-eigentumswohnungen\/","title":{"rendered":"Bundesausbildungsf\u00f6rderungsgesetz: Kein BAf\u00f6G bei drei Eigentumswohnungen"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Wer Eigent\u00fcmer dreier Eigentumswohnungen ist, hat keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsf\u00f6rderungsgesetz (BAf\u00f6G). Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Der Kl\u00e4ger war zwischen Dezember 2012 und September 2014 Empf\u00e4nger von BAf\u00f6G-Leistungen und erhielt insgesamt 10.786 Euro. Nachdem das Amt f\u00fcr Ausbildungsf\u00f6rderung in Erfahrung gebracht hatte, dass der Kl\u00e4ger Eigent\u00fcmer dreier Wohnungen war, die ihm sein Vater 2010 und 2013 unter Einr\u00e4umung eines eigenen Wohnrechts geschenkt hatte, forderte die Beh\u00f6rde die R\u00fcckzahlung der F\u00f6rderung. Dabei legte sie ein anrechenbares Verm\u00f6gen des Kl\u00e4gers in H\u00f6he von 44.000 Euro zugrunde. Hiergegen wandte sich der Kl\u00e4ger mit seiner Klage, die er im Wesentlichen damit begr\u00fcndete, die Wohnungen dienten der Altersvorsorge des Vaters und seien f\u00fcr ihn wertlos, weil er sie wegen der Belastungen weder ver\u00e4u\u00dfern noch beleihen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Die 18. Kammer des Verwaltungsgerichts wies die Klage ab. Die Bewilligung von BAf\u00f6G sei ausgeschlossen, weil die Wohnungen zum anrechenbaren Verm\u00f6gen des Kl\u00e4gers z\u00e4hlten. Da er nicht dort wohne, handele es sich auch nicht um zu schonendes Verm\u00f6gen. Das zugunsten des Vaters eingetragene jeweilige Wohnrecht \u00e4ndere hieran nichts, weil die dahingehenden Vereinbarungen missbr\u00e4uchlich erschienen. Die Einr\u00e4umung der Rechte sei nach der Konzeption dazu angelegt, eine Anrechnung zu verhindern. Zwar k\u00f6nne die mangelnde M\u00f6glichkeit der Verwertung unter bestimmten Umst\u00e4nden eine unbillige H\u00e4rte rechtfertigen. Hierf\u00fcr sei hier nichts ersichtlich. Einem unverheirateten, kinderlosen Auszubildenden sei es im Regelfall zuzumuten, vorhandenes Verm\u00f6gen f\u00fcr den Zweck der eigenen Ausbildung bis auf einen Freibetrag von 5.200 Euro voll einzusetzen.<\/p>\n<p>Gegen das Urteil ist der Antrag auf Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg m\u00f6glich.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><i><\/i><i>Quelle:\u00a0<\/i>VG Berlin, Pressemitteilung vom 30.11.2015 zum Urteil 18 K 152.15 vom 17.11.2015<\/p>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer Eigent\u00fcmer dreier Eigentumswohnungen ist, hat keinen Anspruch auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsf\u00f6rderungsgesetz (BAf\u00f6G). Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden. Der Kl\u00e4ger war zwischen Dezember 2012 und September 2014 Empf\u00e4nger von BAf\u00f6G-Leistungen und erhielt insgesamt 10.786 Euro. 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