{"id":44687,"date":"2015-12-18T13:04:02","date_gmt":"2015-12-18T11:04:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44687"},"modified":"2015-12-18T13:04:02","modified_gmt":"2015-12-18T11:04:02","slug":"einkommensteuer-aufteilung-eines-mehrergebnisses-nach-betriebspruefung-auf-die-gesellschafter-einer-gemeinschaftspraxis-grundsaetzlich-nach-gewinnverteilungsschluessel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/einkommensteuer-aufteilung-eines-mehrergebnisses-nach-betriebspruefung-auf-die-gesellschafter-einer-gemeinschaftspraxis-grundsaetzlich-nach-gewinnverteilungsschluessel\/","title":{"rendered":"Einkommensteuer: Aufteilung eines Mehrergebnisses nach Betriebspr\u00fcfung auf die Gesellschafter einer Gemeinschaftspraxis grunds\u00e4tzlich nach Gewinnverteilungsschl\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Der 8. Senats hat mit Urteil vom 28. April 2015 &#8211; 8 K 1961\/14 entschieden, dass der sich aufgrund einer Betriebspr\u00fcfung ergebende Mehrgewinn im Regelfall auch dann allen Gesellschaftern einer Gemeinschaftspraxis nach dem allgemeinen Gewinnverteilungsschl\u00fcssel zuzurechnen ist, wenn er auf nicht anerkannte vermeintliche Betriebsausgaben der Praxis zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, von denen tats\u00e4chlich nur einzelne Gesellschafter profitiert haben.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Der Kl\u00e4ger betrieb mit einem anderen Arzt eine Gemeinschaftspraxis in der Rechtsform einer GbR. Am Gewinn war er vereinbarungsgem\u00e4\u00df mit 40 % beteiligt. Der andere Arzt t\u00e4tigte namens der Gemeinschaftspraxis Aufwendungen, die allein ihm zu Gute kamen. Nach einer Betriebspr\u00fcfung erkannte das Finanzamt diese Aufwendungen nicht als Betriebsausgaben an und erfasste den Mehrgewinn anteilig zu 40 % beim Kl\u00e4ger. Der Kl\u00e4ger k\u00fcndigte den Gesellschaftsvertrag und machte geltend, dass der andere Arzt es abgelehnt habe, ihm den eingestrichenen Mehrgewinn auszuzahlen.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht hat die Klage abgewiesen. Ma\u00dfgeblich sei der f\u00fcr die GbR vereinbarte Gewinnverteilungsschl\u00fcssel. Abweichungen davon seien nur zul\u00e4ssig, wenn nicht nur der Mehrgewinn lediglich einem anderen Gesellschafter zu Gute kommt, sondern, wenn zudem keine M\u00f6glichkeit mehr besteht, den daraus folgenden Erstattungsanspruch gegen\u00fcber dem anderen Gesellschafter durchzusetzen. Im Streitfall hatte der Kl\u00e4ger den wegen des Mehrgewinns entsprechend erh\u00f6hten Auseinandersetzungsanspruch nach K\u00fcndigung und Aufl\u00f6sung der Gesellschaft noch nicht gerichtlich geltend gemacht. Damit stand noch nicht fest, dass der Kl\u00e4ger f\u00fcr die zu seinen Lasten get\u00e4tigten Privataufwendungen des Mitgesellschafters keinen finanziellen Ausgleich mehr erhalten w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Gegen das Urteil ist Revision zum Bundesfinanzhof eingelegt worden (Az. III R 17\/15).<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<article><i>Quelle:\u00a0<\/i>FG Baden-W\u00fcrttemberg, Mitteilung vom 15.12.2015 zum Urteil 8 K 1961\/14 vom 28.04.2015 (nrkr &#8211; BFH-Az. III R 17\/15)<\/p>\n<\/article>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 8. Senats hat mit Urteil vom 28. 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