{"id":44693,"date":"2015-12-18T13:13:45","date_gmt":"2015-12-18T11:13:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44693"},"modified":"2015-12-18T13:13:45","modified_gmt":"2015-12-18T11:13:45","slug":"was-aendert-sich-im-steuerrecht-im-jahr-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/was-aendert-sich-im-steuerrecht-im-jahr-2016\/","title":{"rendered":"Was \u00e4ndert sich im Steuerrecht im Jahr 2016?"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Zu Beginn des Jahres 2016 tritt eine Reihe von steuerlichen \u00c4nderungen in Kraft. Die nachfolgende \u00dcbersicht enth\u00e4lt eine Auswahl der f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, Unternehmen und Verwaltung wesentlichen Neuregelungen.<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n<article>\n<h3>Abbau der kalten Progression und Anpassung von Familienleistungen<\/h3>\n<p>Die Bunderegierung hat im Juli 2015 f\u00fcr B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger steuerliche Entlastungen in einem Volumen von \u00fcber 5 Mrd. Euro pro Jahr auf den Weg gebracht. Entsprechend den Ergebnissen des 10. Existenzminimumberichts wurden Erh\u00f6hungen des Grundfreibetrags und des Kinderfreibetrags f\u00fcr die Jahre 2015 und 2016 beschlossen. Zum vollst\u00e4ndigen Abbau der kalten Progression auf tariflicher Ebene wird erg\u00e4nzend mit Wirkung ab dem 01.01.2016 der Steuertarifverlauf entsprechend der Inflation der Jahre 2014 und 2015 angepasst. Hinzukommen Verbesserungen gezielt f\u00fcr Familien durch Erh\u00f6hungen des Kindergeldes, des Entlastungsbetrags f\u00fcr Alleinerziehende und des Kinderzuschlags f\u00fcr Geringverdiener:<\/p>\n<ul class=\"square\">\n<li>Anhebung des Grundfreibetrags ab 2015 von 8.354 Euro auf 8.472 Euro und ab 2016 auf 8.652 Euro.<\/li>\n<li>Rechtsverschiebung der \u00fcbrigen Tarifeckwerte 2016 um die in der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Projektion der Bundesregierung f\u00fcr die Jahre 2014 und 2015 enthaltenen Inflationsraten von insgesamt knapp 1,5 Prozent.<\/li>\n<li>Rechtsverschiebung der \u00fcbrigen Tarifeckwerte 2016 um die in der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Projektion der Bundesregierung f\u00fcr die Jahre 2014 und 2015 enthaltenen Inflationsraten von insgesamt knapp 1,5 Prozent.<\/li>\n<li>Anhebung des Kinderfreibetrags f\u00fcr 2015 auf 2.256 Euro (ein Elternteil) beziehungsweise 4.512 Euro (Elternpaar), f\u00fcr 2016 auf 2.304 Euro (ein Elternteil) beziehungsweise 4.608 (Elternpaar).<\/li>\n<li>Anhebung des Kinderfreibetrags f\u00fcr 2015 auf 2.256 Euro (ein Elternteil) beziehungsweise 4.512 Euro (Elternpaar), f\u00fcr 2016 auf 2.304 Euro (ein Elternteil) beziehungsweise 4.608 (Elternpaar).<\/li>\n<li>Anhebung des Kindergeldes von monatlich 184 Euro f\u00fcr das erste und zweite Kind, 190 Euro f\u00fcr das dritte und 215 Euro ab dem vierten Kind um 4 Euro ab 2015 und weitere 2 Euro ab 2016.<\/li>\n<li>Anhebung des Kinderzuschlags um einen Betrag von 20 Euro auf 160 Euro monatlich ab dem 01.07.2016.<\/li>\n<li>Anhebung des Entlastungsbetrags f\u00fcr Alleinerziehende auf 1.908 Euro ab 2015 und Staffelung nach der Kinderzahl. Er steigt f\u00fcr das zweite und jedes weitere Kind nochmals um jeweils 240 Euro.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Abbau von B\u00fcrokratie<\/h3>\n<p>Zum 01.01.2016 werden die Grenzbetr\u00e4ge f\u00fcr Buchf\u00fchrungs- und Aufzeichnungspflichten im Handelsgesetzbuch und in der Abgabenordnung angehoben. Dadurch wird eine gr\u00f6\u00dfere Zahl von kleinen Unternehmen als bislang von der Buchf\u00fchrungs- und Aufzeichnungspflicht befreit und damit von unn\u00f6tiger B\u00fcrokratie entlastet. F\u00fcr Ums\u00e4tze pro Gesch\u00e4fts-\/Wirtschaftsjahr gilt nunmehr ein Schwellenwert von mehr als 600.000 Euro (bislang 500.000 Euro) und f\u00fcr Gewinne aus Gewerbebetrieb\/Land- und Forstwirtschaft pro Wirtschaftsjahr gilt ein Schwellenwert von mehr als 60.000 Euro (bislang 50.000 Euro).<\/p>\n<h3>Umsatzbesteuerung der \u00f6ffentlichen Hand<\/h3>\n<p>Die Unternehmereigenschaft von juristischen Personen des \u00f6ffentlichen Rechts (z. B. St\u00e4dte und Gemeinden) wird zum 01.01.2016 auf eine neue Grundlage gestellt. Die Neuregelung setzt die verbindlichen Vorgaben des Unionsrechts und die dazu ergangenen Rechtsprechung um. Bisher waren die betroffenen Einrichtungen nur mit ihren Betrieben gewerblicher Art unternehmerisch t\u00e4tig. Was dazu z\u00e4hlt, ist nach K\u00f6rperschaftsteuerrecht zu beurteilen.<\/p>\n<p>Im neuen \u00a7 2b UStG werden jetzt die hoheitlichen T\u00e4tigkeiten aus dem unternehmerischen Bereich ausgeklammert, sofern es dadurch nicht zu gr\u00f6\u00dferen Wettbewerbsverzerrungen kommt. Die Neuregelung wird von einer f\u00fcnfj\u00e4hrigen \u00dcbergangsregelung flankiert, in der die betroffenen Einrichtungen zur Anwendung des bisher geltenden Rechts optieren k\u00f6nnen. Ab dem 01.01.2021 ist das neue Recht dann zwingend anzuwenden.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<article><i>Quelle:\u00a0<\/i>BMF, Pressemitteilung vom 16.12.2015<\/p>\n<\/article>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Beginn des Jahres 2016 tritt eine Reihe von steuerlichen \u00c4nderungen in Kraft. 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