{"id":44751,"date":"2015-12-28T12:25:17","date_gmt":"2015-12-28T10:25:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44751"},"modified":"2015-12-28T12:25:17","modified_gmt":"2015-12-28T10:25:17","slug":"umsatzsteuer-fahrschulunterricht-vorerst-von-der-umsatzsteuer-befreit-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/umsatzsteuer-fahrschulunterricht-vorerst-von-der-umsatzsteuer-befreit-2\/","title":{"rendered":"Umsatzsteuer: Fahrschulunterricht vorerst von der Umsatzsteuer befreit"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Ums\u00e4tze, die im Zusammenhang mit der Erteilung von Fahrschulunterricht stehen, sind von der Umsatzsteuer befreit. Dies entschied das Finanzgericht Berlin-Brandenburg in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes (Beschluss vom 10. November 2015, Az. 5 V 5144\/15).<\/h2>\n<\/article>\n<article>Der 5. Senat hat in seiner Entscheidung ausgef\u00fchrt, dass die Fahrausbildung nicht darauf beschr\u00e4nkt sei, verkehrstechnische F\u00e4higkeiten zu schulen, sondern den Teilnehmern auch weitere, dem Gemeinwohl dienende Kenntnisse vermitteln solle. So habe der Verordnungsgeber in \u00a7 1 der Fahrsch\u00fcler-Ausbildungsordnung bestimmt, dass die Bereitschaft und F\u00e4higkeit zum r\u00fccksichtsvollen und partnerschaftlichen Verhalten gef\u00f6rdert, das Bewusstsein f\u00fcr die Bedeutung von Emotionen beim Fahren geschult und die Verantwortung f\u00fcr Leben und Gesundheit, Umwelt und Eigentum im Unterricht behandelt werden sollen.<\/p>\n<p>Damit spreche bei summarischer Pr\u00fcfung vieles daf\u00fcr, dass Fahrschulunterricht nach den europarechtlichen Vorgaben der Mehrwertsteuersystemrichtline und deren Art. 132 Abs. 1 Buchst. j umsatzsteuerfrei sei. Die Vorschrift, nach der der von Privatlehrern erteilte Schulunterricht von der Umsatzsteuer befreit ist, schlie\u00dfe T\u00e4tigkeiten ein, bei denen in Schulen und Hochschulen die Kenntnisse und F\u00e4higkeiten von Sch\u00fclern und Studenten entwickelt w\u00fcrden, sofern diese nicht den Charakter einer Freizeitgestaltung h\u00e4tten. In seiner neueren Rechtsprechung habe auch der Bundesfinanzhof etwa ein Fahrsicherheitstraining, den Sch\u00fclern erteilten Schwimmunterricht oder Kurse an einer Kampfsportschule und in einem Ballettstudio als umsatzsteuerfreie Leistungen eingeordnet.<\/p>\n<p>Eine endg\u00fcltige Entscheidung steht noch aus, da zun\u00e4chst die Finanzbeh\u00f6rde in dem noch laufenden Einspruchsverfahren entscheiden muss, ob sie der Auffassung des Gerichts folgt. Sollte sie dies nicht tun, wird die Rechtsfrage in einem nachfolgenden Klageverfahren endg\u00fcltig zu kl\u00e4ren sein.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<article><i>Quelle:\u00a0<\/i>FG Berlin-Brandenburg, Pressemitteilung vom 18.12.2015 zum Beschluss 5 V 5144\/15 vom 10.11.2015<\/p>\n<\/article>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ums\u00e4tze, die im Zusammenhang mit der Erteilung von Fahrschulunterricht stehen, sind von der Umsatzsteuer befreit. Dies entschied das Finanzgericht Berlin-Brandenburg in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes (Beschluss vom 10. November 2015, Az. 5 V 5144\/15). Der 5. 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