{"id":44818,"date":"2016-01-09T18:08:06","date_gmt":"2016-01-09T16:08:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=44818"},"modified":"2016-01-09T18:08:06","modified_gmt":"2016-01-09T16:08:06","slug":"koerperschaftsteuer-pensionsrueckstellung-ueberversorgung-bei-reduzierung-des-gehalts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/koerperschaftsteuer-pensionsrueckstellung-ueberversorgung-bei-reduzierung-des-gehalts\/","title":{"rendered":"K\u00f6rperschaftsteuer: Pensionsr\u00fcckstellung: \u00dcberversorgung bei Reduzierung des Gehalts"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Zwischen den Beteiligten steht die Anerkennung von Pensionsr\u00fcckstellungen im Streit. Der Sachverhalt stellt sich &#8211; soweit er die Rechtsfrage betrifft, die der Zulassung der Revision zum Bundesfinanzhof zugrunde liegt &#8211; wie folgt dar:<\/h2>\n<\/article>\n<article>Gesellschafter der B-GmbH waren Herr A zu 40 % und die A-GmbH zu 60 %. Frau A war als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin, Herr A als Bevollm\u00e4chtigter f\u00fcr die B-GmbH t\u00e4tig. Die B-GmbH hatte Herrn und Frau A im Jahr 1996 jeweils eine Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung zugesagt. Dazu geh\u00f6rte eine Altersrente von 65 % des rentenf\u00e4higen Einkommens. Ab November 2003 wurde das Gehalt von Frau A von 16.412 Euro auf 2.865 Euro und das Gehalt von Herrn A von 12.424 Euro auf 2.162 Euro herabgesetzt.<\/p>\n<p>Das beklagte Finanzamt vertrat unter Berufung auf den Fachpr\u00fcfer f\u00fcr die betriebliche Altersversorgung die Auffassung, dass die Pensionsr\u00fcckstellungen zum 31.12.2003 aufgrund der \u00dcberversorgungsgrunds\u00e4tze teilweise aufzul\u00f6sen seien. Nach Absenkung der Bez\u00fcge ab November 2003 l\u00e4gen die ermittelten Pensionen von 8.314 Euro (Herr A) bzw. 9.413 Euro (Frau A) bei \u00fcber 380 bzw. 325 % des Barlohns. Unter Ber\u00fccksichtigung der ab November 2003 geltenden Bez\u00fcge erg\u00e4ben sich maximal Pensionsbetr\u00e4ge von 33.775 Euro (Herr A) bzw. 25.785 Euro (Frau A). Die Pensionsr\u00fcckstellungen seien daher entsprechend anzupassen.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht D\u00fcsseldorf hat der dagegen gerichteten Klage stattgegeben. In der Vorwegnahme k\u00fcnftiger Entwicklungen in Gestalt ansteigender s\u00e4kularer Einkommenstrends liege eine \u00dcberversorgung, die zur K\u00fcrzung der Pensionsr\u00fcckstellung f\u00fchre. Dies sei typisierend dann anzunehmen, wenn die Versorgungsanwartschaft zusammen mit der Rentenanwartschaft aus der gesetzlichen Rentenversicherung 75 % der am Bilanzstichtag bezogenen Aktivbez\u00fcge \u00fcbersteige. Dabei stelle der Bundesfinanzhof in st\u00e4ndiger Rechtsprechung ausdr\u00fccklich auf die w\u00e4hrend der aktiven T\u00e4tigkeit des Beg\u00fcnstigten im betreffenden Wirtschaftsjahr vom Arbeitgeber tats\u00e4chlich erbrachten Arbeitsentgelte ab.<\/p>\n<p>Zwar spreche f\u00fcr die Auffassung des Finanzamts, dass das am Bilanzstichtag zugesagte Dezember-Gehalt auch f\u00fcr die Zukunft gelten solle. Unter Zugrundelegung der h\u00f6chstrichterlichen Rechtsprechung komme es jedoch allein auf die bis zum 31.12.2003 bezogenen Aktivbez\u00fcge des Wirtschaftsjahres 2003 an. Danach liege mangels \u00dcberschreitung der 75 %-Grenze keine \u00dcberversorgung vor.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<article><i>Quelle:\u00a0<\/i>FG D\u00fcsseldorf, Mitteilung vom 07.01.2016 zum Urteil 6 K 4456\/13 K vom 10.11.2015<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwischen den Beteiligten steht die Anerkennung von Pensionsr\u00fcckstellungen im Streit. 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