{"id":45137,"date":"2016-05-26T11:12:53","date_gmt":"2016-05-26T09:12:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=45137"},"modified":"2016-05-26T11:12:53","modified_gmt":"2016-05-26T09:12:53","slug":"zukunftssicherung-sachbezugsfreigrenze-ist-doch-anwendbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zukunftssicherung-sachbezugsfreigrenze-ist-doch-anwendbar\/","title":{"rendered":"Zukunftssicherung: Sachbezugsfreigrenze ist doch anwendbar"},"content":{"rendered":"<p><b>Zukunftssicherung: Sachbezugsfreigrenze ist doch anwendbar<\/b><\/p>\n<p><b>Ist f\u00fcr Beitr\u00e4ge des Arbeitgebers f\u00fcr die Zukunftssicherung der Mitarbeiter die 44-EUR-Freigrenze f\u00fcr Sachbez\u00fcge anzuwenden? Die Verwaltung sagt nein. Ein Finanzgericht hat dagegen die Anwendbarkeit der Sachbezugsfreigrenze bejaht.<\/b><\/p>\n<p><b>Hintergrund<\/b><\/p>\n<p>Der Arbeitgeber schloss f\u00fcr seine Mitarbeiter Krankenzusatzversicherungen f\u00fcr Vorsorgeuntersuchungen, Unterbringung im Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung und Zahnersatz ab. Die Versicherten hatten einen unmittelbaren Leistungsanspruch. Auf den Versicherungsschutz eines Mitarbeiters entfielen monatliche Beitr\u00e4ge i. H. v. insgesamt 36 EUR. Diese ber\u00fccksichtigte der Arbeitgeber als steuerpflichtigen Arbeitslohn. Der Mitarbeiter beantragte im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung, die Freigrenze von 44 EUR anzuwenden. Das Finanzamt lehnte den Antrag ab.<\/p>\n<p><b>Entscheidung<\/b><\/p>\n<p>Das Finanzgericht gab dem Mitarbeiter jedoch Recht und seiner Klage statt.<\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung der Richter: Zum Arbeitslohn geh\u00f6ren auch Ausgaben f\u00fcr die Zukunftssicherung. Diese leistet ein Arbeitgeber, um einen Mitarbeiter f\u00fcr den Fall der Krankheit, des Unfalls, der Invalidit\u00e4t, des Alters oder des Todes abzusichern.<\/p>\n<p>Ausgaben des Arbeitgebers f\u00fcr die verpflichtende Zukunftssicherung bleiben bei sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten steuerfrei. Dar\u00fcberhinausgehende Leistungen wie z. B. f\u00fcr eine private Pflegezusatz- und Krankentagegeldversicherung k\u00f6nnen jedoch steuerpflichtigen Arbeitslohn darstellen.<\/p>\n<p>Die Finanzverwaltung behandelt diese Beitr\u00e4ge als nicht beg\u00fcnstigen Barlohn und wendet die 44-EUR-Freigrenze f\u00fcr Sachbez\u00fcge nicht an. Und das, obwohl der Bundesfinanzhof entschieden hatte, dass die Gew\u00e4hrung von Krankenversicherungsschutz i. H. d. geleisteten Beitr\u00e4ge Sachlohn ist, wenn der Arbeitnehmer aufgrund des Arbeitsvertrags von seinem Arbeitgeber ausschlie\u00dflich Versicherungsschutz und nicht auch eine Geldzahlung verlangen kann.<\/p>\n<p>Das Finanzgericht folgte im vorliegenden Fall der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zukunftssicherung: Sachbezugsfreigrenze ist doch anwendbar Ist f\u00fcr Beitr\u00e4ge des Arbeitgebers f\u00fcr die Zukunftssicherung der Mitarbeiter die 44-EUR-Freigrenze f\u00fcr Sachbez\u00fcge anzuwenden? Die Verwaltung sagt nein. Ein Finanzgericht hat dagegen die Anwendbarkeit der Sachbezugsfreigrenze bejaht. Hintergrund Der Arbeitgeber schloss f\u00fcr seine Mitarbeiter Krankenzusatzversicherungen f\u00fcr Vorsorgeuntersuchungen, Unterbringung im Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung und Zahnersatz ab. Die Versicherten hatten einen unmittelbaren &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/zukunftssicherung-sachbezugsfreigrenze-ist-doch-anwendbar\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Zukunftssicherung: Sachbezugsfreigrenze ist doch anwendbar<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[3934],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45137"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=45137"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/45137\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=45137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=45137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=45137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}