{"id":45717,"date":"2017-04-14T11:59:06","date_gmt":"2017-04-14T09:59:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=45717"},"modified":"2017-04-14T11:59:06","modified_gmt":"2017-04-14T09:59:06","slug":"bfh-zu-den-kosten-fuer-die-bebauung-eines-grundstuecks-als-gegenstand-der-grunderwerbsteuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/bfh-zu-den-kosten-fuer-die-bebauung-eines-grundstuecks-als-gegenstand-der-grunderwerbsteuer\/","title":{"rendered":"BFH zu den Kosten f\u00fcr die Bebauung eines Grundst\u00fccks als Gegenstand der Grunderwerbsteuer"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 25. Januar 2017 II R 19\/15 eine weitere Entscheidung zu dem Themenkomplex des einheitlichen Erwerbsgegenstands im Grunderwerbsteuerrecht getroffen. Danach kann f\u00fcr den Fall, dass ein Bauerrichtungsvertrag zeitlich nach dem Grundst\u00fcckskaufvertrag und nach der Festsetzung der Grunderwerbsteuer geschlossen wird, die Finanzbeh\u00f6rde berechtigt sein, im Wege der \u00c4nderung der urspr\u00fcnglichen Steuerfestsetzung die Bauerrichtungskosten zus\u00e4tzlich zu den Kosten des Grundst\u00fcckserwerbs mit Grunderwerbsteuer zu belasten.<\/h2>\n<\/article>\n<article>Im Urteilsfall erwarb der Kl\u00e4ger von einer Stadt ein Grundst\u00fcck, welches mit einem Reihenhaus bebaut werden sollte. Im Grundst\u00fcckskaufvertrag, der sowohl von der Stadt (Verk\u00e4uferin) als auch von dem zu beauftragenden Bauunternehmen unterzeichnet wurde, war u. a. festgelegt, nach welchen architektonischen Pl\u00e4nen das Haus errichtet werden sollte. Das Finanzamt (FA) setzte kurze Zeit sp\u00e4ter die Grunderwerbsteuer fest und bezog lediglich die Kosten f\u00fcr den Grundst\u00fcckskauf in die Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Steuer ein. Nach der Steuerfestsetzung schloss der Kl\u00e4ger einen Bauerrichtungsvertrag mit dem Bauunternehmen. Daraufhin \u00e4nderte das FA die urspr\u00fcngliche Steuerfestsetzung und bezog die sich aus diesem Vertrag ergebenden Baukosten mit ein. Dagegen wehrte sich der Kl\u00e4ger mit Erfolg vor dem Finanzgericht.<\/p>\n<p>Der BFH hingegen entschied, dass das FA die Baukosten nachtr\u00e4glich in die Bemessungsgrundlage f\u00fcr die Steuer miteinbeziehen durfte. Ist der Erwerber eines Grundst\u00fccks beim Abschluss des Grundst\u00fcckskaufvertrags hinsichtlich des &#8222;Ob&#8220; und &#8222;Wie&#8220; der Bebauung gebunden, wird das erworbene Grundst\u00fcck erst dann in bebautem Zustand erworben, wenn auch der Bauerrichtungsvertrag geschlossen ist. Mit dieser Entscheidung stellt der BFH im Rahmen einer weiteren Fallgruppe aus dem Bereich des einheitlichen Erwerbsgegenstands klar, dass der Abschluss des Bauerrichtungsvertrags das zun\u00e4chst unbebaute Grundst\u00fcck r\u00fcckwirkend auf den Zeitpunkt des Grundst\u00fcckskaufvertrags zu einem bebauten werden l\u00e4sst und die Baukosten nachtr\u00e4glich im Rahmen der \u00c4nderung der urspr\u00fcnglichen Steuerfestsetzung zus\u00e4tzlich zu den Kosten f\u00fcr den Grundst\u00fcckskauf bei der Festsetzung der Grunderwerbsteuer zu ber\u00fccksichtigen sind.<\/p>\n<\/article>\n<article>Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 22\/17 vom 12.04.2017 zum Urteil II R 19\/15 vom 25.01.2017<\/p>\n<\/article>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 25. Januar 2017 II R 19\/15 eine weitere Entscheidung zu dem Themenkomplex des einheitlichen Erwerbsgegenstands im Grunderwerbsteuerrecht getroffen. 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