{"id":46082,"date":"2017-10-21T12:35:48","date_gmt":"2017-10-21T10:35:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46082"},"modified":"2018-03-22T11:38:12","modified_gmt":"2018-03-22T09:38:12","slug":"studie-reformoptionen-fuer-die-grunderwerbsteuer-grunderwerbsteuer-teuer-und-sperrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/studie-reformoptionen-fuer-die-grunderwerbsteuer-grunderwerbsteuer-teuer-und-sperrig\/","title":{"rendered":"Studie &#8222;Reformoptionen f\u00fcr die Grunderwerbsteuer&#8220;  &#8211; Grunderwerbsteuer: Teuer und sperrig"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>In vielen Bundesl\u00e4ndern steigt die Grunderwerbsteuer immer weiter. Das belastet private Hausk\u00e4ufer, denn Verm\u00f6gensaufbau und Neubauten werden verteuert. Ein Blick zu den europ\u00e4ischen Nachbarn offenbart m\u00f6gliche Reformen, zeigt eine\u00a0Studie\u00a0des Instituts der deutschen Wirtschaft K\u00f6ln (IW).<\/h2>\n<\/article>\n<article>Im vergangenen Jahr sp\u00fclte die Grunderwerbsteuer rund 13 Milliarden Euro in die L\u00e4nderkassen, ein Plus von 270 Prozent gegen\u00fcber 2009. Allein NRW nahm rund 3 Milliarden Euro ein, K\u00e4ufer zahlen hier &#8211; wie in Brandenburg und Th\u00fcringen auch &#8211; den Spitzenwert von 6,5 Prozent. In Bayern und Sachsen liegt der Satz bei 3,5 Prozent.<\/p>\n<p>Die steigende Steuerlast schreckt viele K\u00e4ufer ab, auch Neubauten werden verhindert. \u201eGerade Haushalte mit kleinen Einkommen kommen daher immer schwerer an Immobilien\u201c, sagt IW-Wissenschaftler Michael Voigtl\u00e4nder. \u201eZiel muss es sein, K\u00e4ufer zu entlasten und so die Verm\u00f6gensbildung und den Neubau anzufachen\u201c, sagt Voigtl\u00e4nder. Damit den L\u00e4ndern dennoch ihre wichtigen Einnahmen nicht wegbrechen, sollte die Grunderwerbsteuer gezielt reformiert werden. Als Vorbild k\u00f6nnen die europ\u00e4ischen Nachbarn dienen, zeigt die IW-Studie:<\/p>\n<p>F\u00fcr private Neubauten k\u00f6nnte die Steuer entweder ganz entfallen &#8211; wie in den Niederlanden &#8211; oder pauschal auf zum Beispiel 1 Prozent sinken. Bislang werden Bauherren steuerlich doppelt belastet, da f\u00fcr die Bauarbeiten zudem Mehrwertsteuern anfallen &#8211; die Steuerlast kann so auf mehr als 20 Prozent steigen. Um private Haushalte auch beim Wohneigentumskauf zu entlasten, k\u00f6nnte die Politik zudem ein Stufenmodel nach britischem Vorbild einf\u00fchren. In Gro\u00dfbritannien steigt mit zunehmendem Preis der Immobilien auch die Steuer, bis 125.000 Euro ist allerdings keine Grunderwerbsteuer f\u00e4llig. \u201eMenschen mit weniger Geld k\u00f6nnten so leichter Wohneigentum kaufen\u201c, erkl\u00e4rt Voigtl\u00e4nder.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr den Kauf mehrerer Wohnungen sehen die IW-\u00d6konomen Reformbedarf. Hier sollte sich der Steuersatz nach dem Durchschnittspreis der Wohnungen richten &#8211; statt nach dem Gesamtwert des Portfolios. Dies w\u00fcrde Anreize setzen, Wohnungen direkt zu verkaufen, anstatt diese \u00fcber Unternehmensbeteiligungen &#8211; die sog. Share Deals &#8211; anzubieten.<\/p>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<\/article>\n<p>Quelle:\u00a0IW K\u00f6ln, Pressemitteilung vom 19.10.2017<\/p>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen Bundesl\u00e4ndern steigt die Grunderwerbsteuer immer weiter. 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