{"id":46213,"date":"2017-12-01T12:00:56","date_gmt":"2017-12-01T10:00:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/?p=46213"},"modified":"2017-12-01T12:00:56","modified_gmt":"2017-12-01T10:00:56","slug":"eine-vermoegensteuer-bringt-weniger-als-sie-kostet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/blog\/eine-vermoegensteuer-bringt-weniger-als-sie-kostet\/","title":{"rendered":"Eine Verm\u00f6gensteuer bringt weniger als sie kostet"},"content":{"rendered":"<article>\n<h2>\u00d6konomische Bewertung verschiedener Verm\u00f6gensteuerkonzepte<\/h2>\n<h3>Die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer w\u00fcrde Investitionen, Besch\u00e4ftigung, Ersparnis und das Wirtschaftswachstum in Deutschland d\u00e4mpfen. Au\u00dferdem w\u00fcrde das Steueraufkommen sinken, denn die Einnahmen aus der Verm\u00f6gensteuer gingen einher mit gr\u00f6\u00dferen Verlusten bei Einkommen- und Konsumsteuern. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das das ifo Institut und die Wirtschaftspr\u00fcfungsgesellschaft EY f\u00fcr das Bundeswirtschaftsministerium verfasst haben. \u201eDie Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer wirkt wie eine massive Erh\u00f6hung der Ertragssteuers\u00e4tze, mit dem zus\u00e4tzlichen Nachteil, dass die Verm\u00f6gensteuer auch dann gezahlt werden muss, wenn der Ertrag aus dem Verm\u00f6gen negativ ist&#8220;, sagt ifo-Pr\u00e4sident Clemens Fuest.<\/h3>\n<\/article>\n<article>Eine Verm\u00f6gensteuer w\u00fcrde selbst bei hohen Freibetr\u00e4gen und einer Privilegierung von Unternehmensverm\u00f6gen Produktion und Besch\u00e4ftigung in Deutschland langfristig sp\u00fcrbar beeintr\u00e4chtigen. Bei einem Verm\u00f6gensteuersatz von 1 Prozent w\u00e4re mit einer D\u00e4mpfung der j\u00e4hrlichen Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,3 bis 0,35 Prozentpunkten in den ersten acht Jahren zu rechnen. Grund ist, dass die Verm\u00f6gensteuer die Investitionsanreize sowie die Anreize zur Kapitalbildung sp\u00fcrbar mindern w\u00fcrde. Dies w\u00fcrde sich negativ auf die Produktionskapazit\u00e4ten auswirken. Insbesondere bei ausl\u00e4ndischen Investoren ist nach Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer mit einer Kapitalflucht aus Deutschland zu rechnen.<\/p>\n<p>Bei einem Verm\u00f6gensteuersatz von 0,4 Prozent auf Unternehmensverm\u00f6gen, 1 Prozent auf Immobilien- und Finanzverm\u00f6gen und einem Freibetrag von einer Million Euro (2 Millionen bei Zusammenveranlagung) w\u00fcrden 14 Milliarden Euro an Verm\u00f6gensteuern eingenommen. Dem st\u00fcnden aber Verluste bei anderen Steuern in H\u00f6he von 44 Milliarden Euro gegen\u00fcber. Das Steueraufkommen w\u00e4re damit 30 Milliarden Euro niedriger. Die Investitionen w\u00fcrden langfristig um knapp neun Prozent niedriger ausfallen, die Besch\u00e4ftigung um 1,9 Prozent und das Niveau der Wirtschaftsleistung w\u00e4re um 4,5 Prozent niedriger als ohne die Steuer.<\/p>\n<p>Die Verm\u00f6gensteuer beeintr\u00e4chtigt Kapitaleinkommen st\u00e4rker als Arbeitseinkommen. Daher w\u00fcrde das Verh\u00e4ltnis der Kapitaleinkommen einschlie\u00dflich der Unternehmensgewinne zum Arbeitseinkommen von 36 Prozent auf 33 Prozent sinken.<\/p>\n<div class=\"clearfix\">\u00a0Quelle:\u00a0ifo Institut, Pressemitteilung vom 29.11.2017<\/p>\n<article>&nbsp;<\/p>\n<\/article>\n<\/div>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6konomische Bewertung verschiedener Verm\u00f6gensteuerkonzepte Die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6gensteuer w\u00fcrde Investitionen, Besch\u00e4ftigung, Ersparnis und das Wirtschaftswachstum in Deutschland d\u00e4mpfen. 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